V.
v. Bodelſchwingh bald nach dem Straßenkampfe in Berlin ſchriftlich gemacht hat; fie gründet ſich auch theilweiſe auf mündliche Aeußerungen, die der Genannte mir gegenüber machte, als ich im Frühjahr 1849, nur wenig über ein Jahr nach jenem Ereigniß, die Ehre hatte, ihn auf einer Reiſe von Naumburg a. S. nach Berlin perſönlich kennen zu lernen und den ganzen genannten Weg in einem Eiſenbahncoups mit ihm zurücklegen zu dürfen. Als ein Zeichen meiner Liebe und Verehrung gegen ihn, wolle der geehrte Leſer geneigteſt ſeinen am Schluß des 1. Artikels dieſer Schrift veröffentlichten Brief anſehen, der es wohl werth iſt, der Vergangenheit entriſſen zu werden, um gegenwärtigen und werdenden Geſchlechtern als ein Muſter von Königsund Vaterlandsliebe voranzuleuchten. Ich entſchloß mich zum Abdruck dieſes ſorgſam von mir gehegten Dokuments erſt dann, als, in Betreff der Identität ſeines Verfaſſers mit dem Miniſter v. Bodelſchwingh, die gewünſchte Beſtätigung mir durch den bereits erwähnten Sohn des Miniſters geworden war.
Nach dem Geſagten genügt es nun vollſtändig, wenn ich über das Verhalten des Miniſters v. Bodelſchwingh in den Märztagen 1848 blos die Stimmen der Preſſe für und gegen ihn citire. Es wird ſich daraus ein Jeder das richtige Urtheil zu bilden vermögen. Die chriſtlichen und rein menſchlichen, namentlich aber die patriotiſchen Tugenden des Miniſters v. Bodelſchwingh, ſind erhaben