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Mein Königliches Wort, daß alle Straßen und Plätze ſo
gleich von den Truppen geräumt werden ſollen und die militäriſche Beſatzung nur auf die nothwendigen Gebäude des Schloſſes, des Zeughauſes und wenig anderer, und auch da nur auf kurze Zeit beſchränkt werden wird.“
Die Räumung der Plätze war alſo der Wegräumung der Barrikaden ſubordinirt. Als Herr v. Bodelſchwingh den General v. Prittwitz zur Räumung aufforderte, waren dieſe Bedingungen noch unerfüllt.
Der Sohn des Miniſters v. Bodelſchwingh kennt die Vorgänge von 1848 nicht aus eigener Wiſſenſchaft, und wir zweifeln daher nicht, daß ſeine angebliche Berichtigung in gutem Glauben verfaßt iſt. Es iſt uns auch verſtändlich, daß er im Gefühl kindlicher Pietät ſeinen Vater ver
tritt. Allein die unhöfliche Form, in welcher die Berichtigung abgefaßt iſt, entbindet uns von der Rückſichtnahme hierauf, und wir nehmen daher keinen Anſtand, den wahren Sachverhalt hier nochmals zu konſtatiren.
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Eines der traurigſten Ereigniſſe in der Geſchichte des preußiſchen Staates, ſchreibt Rudolf Stratz zur Geſchichte des 18. März 1848, der am 19. März erfolgte Abzug der Truppen aus der in voller Empörung befindlichen Hauptſtadt Berlin, iſt durch eine Aeußerung, welche, der „Kölniſchen Zeitung“ zufolge, Fürſt Bismarck jüngſt bei einem parlamentariſchen Diner fallen ließ, in die Erinnerung der Mitwelt zurückgerufen worden. Der Miniſter v. Bodelſchwingh, ſagte der Reichskanzler, habe den Abmarſch des
Militärs durchgeſetzt. Beſſer wäre es geweſen, man hätte