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Mehr Licht! : Beiträge zur Geschichte des Berliner Straßenkampfes am 18. März 1848 / von Friedrich Wilhelm von Varchmin
Entstehung
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Tage mit der Aufräumung der Straßen mit allem Nach­druck wieder begonnen werden ſolle, die auf den Straßen lagernden Truppen wurden theilweiſe von den Bürgern ſehr gut verpflegt. Da erſchien gegen Mitternacht ein vielge­nannter Mann, den ich hier aber nicht nennen will, der eben aus der Provinz angelangt war, im Schloß, verlangte den König zu ſprechen, ſtellte ſich ihm vor und erklärte, daß nach ſeinen Beobachtungen die Truppen aufs äußerſte ermüdet, der Ueberwältigung nahe ſeien, daß dann die höchſte Gefahr für die Perſon des Königs und für die Monarchie eintrete, daß es die höchſte Zeit ſei, ſich zu menagieren. Durch dieſe Anrede(es war beinahe niemand mehr im Schloß) ſcheint der König, den das Herübertönen des Stra­ßengefechts viel fürchterlicher lautend, als es wirklich war ſchon im hohen Grade erſchüttert hatte, einge­ſchüchtert zu ſein. Er ſchrieb anſcheinend unmittelbar nachher eigenhändig die Ihnen vielleicht noch erinnerliche Proklamationan ſeine lieben Berliner, befahl, daß ſie ſofort gedruckt und mit Tagesanbruch möglichſt verbreitet, wonach jede aggreſſive Feindſeligkeit von ſeiten der Truppen ſo lange eingeſtellt werden ſolle, bis ſich der Erfolg über­ſehen laſſe. Nun erſchienen am Morgen Deputationen aller, auch der verdächtigſten Art, im Schloß, welche ver­langten, die Truppen müßten ſich zuerſt zurückziehen, dann würden die Bürger folgen. Obgleich bei den hohen Offi­zieren theils Erbitterung über den Anfang der Conceſſionen, teils eine gewiſſe Schlaffheit nicht zu verkennen war, ſo wurden doch dieſe Forderungen theils durch den König, theils anderweitig entſchieden zurückgewieſen. Endlich erſchien eine aus den angeſehenſten Mitgliedern des Magiſtrats