Teil eines Werkes 
Bd. 3, Teil 4 (1939) Die Kunstdenkmäler des Kreises Niederbarnim / bearb. von Heinrich Jerchel ...
Entstehung
Seite
47
Einzelbild herunterladen

. am

Alt Landsberg; ö 47

35, 36. Alt Landsberg. Stadtkirche. Querſchnitte durch Langhaus und Turm (nach älteren Zeichnungen)

erhalten iſt. Es iſt ſehr hoch, ſchmal und rundbogig und hat noch ſeinen alten Holzrahmen bewahrt; die 189, 190

Leibung iſt verputzt und ein ſchmaler Putzſtreifen mit eingeritzten Blattranken im Stil der Bauzeit um­ſaͤumt das Fenſter auf der geraden Wand. Auch am nebenliegenden oͤſtlichen Fenſter iſt noch ein Teil dieſes ornamentierten Putzrandes erhalten, während das weſtliche nur noch in einem Bogenanſatz zu erkennen iſt. In der Choroſtwand iſt urſpruͤnglich wohl eine Dreifenſtergruppe anzunehmen, von der jedoch nur die bei­den ſeitlichen noch als Vermauerungen erkennbar ſind; daruͤber im Giebel ein großes Rundfenſter mit ſchraͤger aͤußerer Leibung.

Die Umbauten des 15.16. Ih. Der Turmoberbau erweiſt ſich von etwa 10 m Höhe an aufwärts durch ſein fluͤchtigeres, unbehauenes Feldſteinmauerwerk und die Mitverwendung von Ziegeln als juͤnger; die Formſteinprofile der zu je zweien unter einer Spitzbogenblende zuſammengefaßten Schallfenſter duͤrften dem 15.16. Ih. angehören. Über den Schallfenſterpaaren iſt jeweils im Spitzbogenfeld eine Rundblende eingefuͤgt. Den uͤbergang von dem alten breitrechteckigen Unterbau zu dem nur etwa quadratiſchen Aufbau bilden ſteil anſteigende Pultdaͤcher; der aufgeſtockte Teil hat ſauber behauene Kalkſteinecken.

Beſonders eingreifend wurde damals das Innere der Kirche verändert, indem Mittelſchiff und beide Seiten⸗ 186