No 5. Johann Sigiſmund/ Churfuͤrſt/ de.
+. 3. Veſte/ Liebe Getrewen/ Euch wird ſonder Zweifel bewuſt ſeyn/ was Geſtalt die Fehre zu Bellin Alters halber nicht mehr gebrauchet werden kan/ und wir dahero angeordnet/ daß an dero ſtat eine Drücke gebawet werden ſol.
Nun hat zwar der von Saldern aller Schuldigkeit nach das Holtz zu ſolcher Bruͤcken in ſeinen Gehoͤltzen anweiſen/ unſer Amptſchreiber zu Bellin es auch allerdings bezimmern laſſen. Alldieweil es aber itzo hoch noͤthig ſeyn wil/ daß das Holtz angefuhret werde/ und es des Duhm⸗Capituls zu Havelberg Unterthanen allein zu viel iſt. So geſinnen und begehren Wir an Euch hiermit gnaͤdigſt/ wollet Uns den unterthaͤnigſten und gehorſamen Gefallen erweiſen/ und bey ewren Unterthanen es dahin beſchaffen/ daß fie ſolch Holtz/ weil ihr der Bruͤcken mit gebrauchet/ anfuͤhren helffen mogen/ Es ſol euch gantz nicht zum præſuciz noch in conſequenꝛ gezogen werden/ und wir ſeynd es umb Euch in allen Gnaden/ damit Wir Euch ohne das zugethan/ zu erkennen geneiget/ ꝛc. Geben in Unſerm Churfuͤrſtl. Hoff Lager zu
alle die von Krochen.
Vor dieſem Winterfelden zur Newſtadt David von Lu deritz/ zu Nakel.
No. 6.
Johann Sigiſmund/ Churfuͤrſt/ Tc.
. B.. Lieber Getrewer/ Wir bringen in glaubwürdige Erfahrung/ daß anitzo die alte Fehre gantz im Grunde danieder geſuncken/ und der reiſende Mann ſeinen Weg nicht mit geringer Ungelegenheit umbweg nehmen muß.
Nun ſeynd wir zwar keiner andern Meynung geweſen/ es wuͤrde allbereit das Holtz zu der newen Brücken angefuͤhret/ und dieſelbe faſt richtig ſeyn. 5
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