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Beschreibung Des Fehr-Dammes Zu FehrBellin : 1. Wie lang der Fehr-Damm ... erhalten werden muß. 2. Wer die Materialien an Sand und Steinen ... lassen muß. 3. Welchie die Anfuhre zu thun schuldig. 4. Auch welche bey Erbawung der Brücke Hand-Dienste thun müssen. 5. Und welche dahingegen von dem Brükken-Gelde befreyet seyn / Beschrieben in Anno 1645. durch den domaligen Churfürstl. Amptschreiber Herr Johann Kochen. In Anno 1664. Revidiret/ durch die domalige Beampte/ mit Zuziehung des Zollverwalters/ Johann Schneiders. Und in Anno 1680. abermal Revidiret ... und wieder in richtigen Stand gebracht ...
Entstehung
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derung gemachet worden/ Und Weil die Gaͤrten ein pert­nens zu ſolchen Muͤllen und Faͤhr⸗Haus/ ſo kan Be­klagten nicht gewehret werden/ Reißwerck zu deren Bezeunung zu hawen/ wie auch zu Bezeunung der bey­den Woͤrden/ beym Ampte belegen/ und der Enden von den Huefen/ do dieſelben an dem Wege ſtoſſen/ und zu beſorgen iſt/ daß das N dom Vieh moͤchte zerpeddet und zunichte gema­et werden.

Damit aber hierunter gleichwol civiliter verfahren werden moͤge/ wird der Alnptſchreiber dahin ſehen/ daß wann Brenn­holtz geholet wird/ zufoͤrderſt das Lagerholtz/ do was verhanden/ und es zum brennen tuͤchtig/ dazu genommen werde/ ware aber das nicht verhanden/ kan Ihme nicht gewehret werden/ Baͤwme und Stämme abzuhawen/ doch daß Er zuför­derſt hierunter das Weichholtz/ oder duͤrre Eichen angreiffen: Do aber das nicht verhanden/ oder er koͤnte Gewaͤſſer halber nicht dazu kommen(wiewol er dahin zu ſehen/ daß ſo wol Baw⸗ als Brennholtz/ zu Winters/ als rechter und bequemer Zeit ange­ſchaffet werde/ iſt Er wol befuegt/ friſch Eichen Holtz anzu­greiffen und zu fällen; Und damit hierunter von den Bat ren und Ampts Unterthanen kein Unterſchleiff vorgehen moͤge/ fol der Amptſchreiber nimmer/ es ſey zum Baw⸗ oder Brennen/ Holtz holen laſſen/ er habe dann den Ampts⸗Voigt dabey; Oder ſon­ſten den Leuten die es holen/ gnugſamb Schein mit gegeben/ daß es zu obangezogenem Behueff des Amptes abgeholet werde; Wel­che Zettel doch einen oder 2. Tage zum hoͤchſten nicht gültig ſeyn ſollen/ dann ſonſten und do dergleichen gnugſame Nachricht nicht dabey/ die Klaͤgere wolbefueget ſeyn/ diejenige/ ſo fie auff ihre Hoͤl­tzung antreffen/ zu pfaͤnden: Doch kan den Bawren/ fo lange Klaͤgere den Holtz Hafer nehmen/ nicht gewehret werden/ das Raff⸗Holtz zum Brennen zu ſammlen; Zue Erbawung ihrer/ oder auch anderer wuͤſten Haͤuſer/ etwas abzuholen/ kan weder dem Am­pte/ noch den Unterthanen paſſiret werden/ Sie maͤchten dann den Klaͤgern daruͤmb ihren Willen. Nachdeme auch Henning Jo­chim und Jobſt Gevettern von Bredow ſich beklaget/ all­dieweil ihr Antheil der Hoͤlzungen dem Ampke am nechſten bele­gen waͤren/ daß dahero es faſt eintzig und allein über fie gienge/ und der andern Gevettern Antheile 1* würden/* 1

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