2. Mit der Kingbahn um Berlin.
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Treptow (5346 E., 1895 : 2840) an der Spree , seit lange eins der beliebtesten Ziele für Ausflüge, ging aus einem Anfang des XVIII. Jahrh. angelegten Vorwerk hervor und war eins der 1872 aufgehobenen Kämmereidörfer der Stadt Berlin (außerdem: Boxhagen-Rummelsburg, Stralau, Rix- dorf, Reinickendorf), welcher der grßste Teil der Feldmark Treptow noch jetzt gehört. — Östl. vom Bahnhof breiten sich zu beiden Seiten der nach dem Orte führenden Chaussee (Platanenallee), zwischen Spree und Köpenicker Landstraße, die von der Stadt Berlin 1876—87 geschaffenen *Parkanlagen (93 ha) aus. L. von der Chaussee hübsche Promenade an der Spree bis zum Orte; kurz vor diesem der Spreetunnel der Untergrundbahn. R. abseits ein 3 1 h ha großer S pielplatz, an dessen Nordseite die Marmorbüste des Begründers der Anlagen, Gartendirektor Meyer (f 1877), aufgestellt ist; sö. davon, nahe der Köpenicker Landstraße, der künstlich angelegte Karpfenteich (im Winter Eisbahn). Im Orte selbst haben sich r. auf einer Wiese vor den Parkanlagen zwei Bauten von der Berliner Gewerbeausstellung erhalten, die 1896 in ihnen stattfand: eine Sternwarte mit Riesenfernrohr, eine Schöpfung des Astronomen Archenhold, bemerkenswert durch das Fehlen der Kuppel wie durch die Größe des Rohres (Eintr. von 2 U. an: astronomisches Museum 20 Pf.; Projektionsvortrag 30 Pf.; Fernrohr 1 M.) sowie das Gebäude des Vereins für Feuerbestattung mit Urnenhalle. Der Wasserseite der zahlreichen Uferlokale gegenüber liegt auf einer Spreeinsel Rest Abtei, nachgebildet einer schottischen Ruine, in schönem Garten.
Nach Tabberts Waldschlösschen (c. >/< St.). S O. erstreckt sich an der Spree hin bis in die Nähe von Nieder-Schöneweide der Plänterwald, ein 89 ha große städt. Baumschulenanlage. Durch sie führen hinter dem Paradiesgarten mehrere Wege (Wegw.) zum (20 Min.) Neuen und Alten Eierhaus (Dampfer dort nach Berlin, hier nach Köpenick, s. S. 69), beide mit schattigem Garten. Das gegenüberliegende Ufer ist neuerdings leider durch Fabrikanlagen sehr verunziert worden. Vom Alten Eierhäuschen Überfahrt nach der Wuhlheide (S. 69). — Weiter 15 Min. an der Spree stromauf, zuletzt an Rest. Spreeschloß ( jenseits) vorüber bis zu einer Fähre; auf dem andern Ufer 8 Min. r. Tabberts Waldschlösschen (S. 70).
Nach Johannisthal. Die Chaussee (,Neue-Krug-Allee ' ; 50 Min. bis zum Bahnhof) hat zwar daneben eine Promenade, ist aber meist staubig. Besser benutzt man den oben gen. Weg über die Eierhäuschen bis zur Fähre (35 Min.). Dann r. in 5 Min. zur Chaussee (gradeaus weiter zur Stat. Baumschulenweg, S.81) und auf dieser 1. nach (25 Min.) Bhf Nieder-Schöneweide ( S. 81). — Schon in Nieder- Schöneweide, kurz hinter Kunheims Fabrik und noch vor dem zur Spreebrücke und nach Tabberts Waldschlösschen führenden Wege (S. 70), zweigt r die alte Rixdorfer Chaussee ab ; auf ihr über die Bahn und jenseits l. an dieser hin, später halbr. den breiten Fußweg durch den Wald an die (20 Min.) Vereinigung der neuen Rixdorfer mit der Johannisthaler Chaussee; auf letzterer r. in 15 Min. nach D orf Johannisthal (S. 82).