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hierzu die heweißthuͤmer nimmt, welche bon
der aͤhnlichkeit der wörter hergeholet werden: der wird ohne ſchwierigkeit Semnones und Sennones fuͤr eins halten. Sonſt leitet Matth. Praetorius Orb. Goth. ö 55. den namen her von Zeme, welches in der Gotiſch⸗Sarmatiſchen ſprache die erde, Zemnoner, Semnones aber leute bedeute, ſo nicht am meer, ſondern tief ins Land hinein wohnen. ( VI. Tacitus ruͤhmet indeſſen von den Semnonern, daß ſie die aͤlteſte und edelſte unter den Sueben wären: vetuſtiſſimos fe nobilifimosque Suevorum Semnones memorant: daß fie auch ein groſſes Volk ausgemacht, und bei hundert Landſtriche, pagos, bewohnet, auch daher ſich für die vornehmſte gehalten: adjicit auctoritatem fortuna Semnonum. Centum pagis habitantur; magnoque corpore efficitur, ut ſe Suevorum caput credant de Mor. Germ. c. 39. Und was Jul. Caeſar in ſeinem Comment. de Bello Gall. L. IV. c. J. von den Suevis überhaupt ſchreibet, daß fie hundert pagos bewohnet, und L. I c. 37. daß ſich 100. pagi niedergelaſſen am Rhein, das iſt allem anſehen nach wohl inſonderheit von den Semnonihus zu Ders ſtehen, und aus dieſer nachricht des Tacitus zu erklaͤhren, da es Caeſar doch nur vom Hören ſagen in Gallien hat: ii Centum pagos habere dicuntur; 100. pagi aber ohnedem für die ganze Sueviſche voͤlkerſchafft viel zu wenig iſt. Sein auch die von Sens, welche Julius Caeſar Senones nennet, wuͤrklich nachkoͤmmlinge von dieſen Semnonibus: ſo ſein ſie durch dieſe und vorhergehende kriege dahin gekommen. Dieſemnach iſt dann nicht zu verwundern, wann dieſes anſehnliche volk nicht allein ſein Land und graͤnzen vertheidiget, ſondern auch gan ze haufen ausgeſchikt, welche als ein uͤberſchuß, den das land nicht ertragen mögen, hald innerhalb, bald auſſerhalb Teutſchland neue wohnſitze ſuchen, oder ſich als huͤlfötruppen gehrauchen laſſen muͤſſen. Dieſes giebt Julius Caeſar ganz deutlich zu verſtehen, wann er meldet, daß ein ieder pagus alle iahr tauſend mann ausgeſchikt, welche krieg führen muͤſſen, da die andere ins zwiſchen das Land gebauet; und wann iene wiedergekommen, dieſe zu felde ziehen muͤſſen. Ex pagis centum qvotannis ſingula millia armatorum bellandi cauſa ſuis ex finihus educunt: reliqvi domi manent: pro fe atque illis colunt., Hi rurſus invicem anno poſt in armis ſunt, illi do
Erſter Theil, Von der Mark insgemein. Il. Kap.
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mi remanent. L. IV. c. J. de B. G. Solcher krieg hat alſo ohn allen zweifel zum abſehen gehabt die Beſchuͤtzung der graͤnzen, als woran ihnen wegen der innerlichen ruhe am meiſten gelegen war: dann haben ſie auch ihren nachbaren und landesleuten wieder ihre feinde geholfen; wie dann Arioviſtus unter ſeinem kriegesheer eine anſehnliche menge Sueben gehabt Jul. Caefar L. 1. c. 37. Welche willfaͤrtigkeit aber den Landsleuten zu helfen ihnen ohne zweifel auch die Roͤmer auf den hals gebracht. Julius Caeſar hatte ihre triftigkeit erfahren: und es war allerhand vorgegangen, wodurch Auguſtus gereitzet worden, ſie mit krieg zu überziehen, der auch über dies willens war, wo nicht ganz Teutſchland, doch einen guten theil davon zu einer Provinz zumachen: Quatenus ſciebat, patrem ſuum Caeſarem bis traiecto ponte Rheno, quaefile bellum, in illius honorem concupit facere provinciam, ſagt Florus L. IV. c. 12. Druſus wurde deßwegen mit maͤchtigen krieges heeren ausgeſchilket, und war fo gluͤtlich, daß er die laͤngſt dem Rhein wohnende voͤlker bezwungen, auch die noͤrdliche einwohner, und unter denen auch die Sueben angefallen und uͤberwunden. Daß Druſus bis an die Elbe, und zwar in die Altmark kommen, ſolches laͤſſet ſich mit ziemlicher wahrſcheinlichkeit behaupten: 1. Weil Ptolemaeus in der Altmark die ſiegeszeichen des Druſus aufgefuͤhret, von welchen dazu 2. Dio Caſſins meldet, daß die Nö: miſche ſoldaten willens geweſen dem Druſus zu ehren tropaea aufzurichten. 3. Weil ſich verſchiedene oͤrter finden, welche von dem Druſus den namen ſcheinen empfangen zuhaben, als Druſtet, Druſedau. Oh er aber mit den Roͤmiſchen truppen über die Elbe gerukket, iſt deßwegen zweifelhaft: weil nicht glaublich, daß er an einem ort, da er um ſich herum lauter finde und ſtreitbare voller hatte, ſich ſollte noch tiefer his nein, und unter noch ſtreitharere vöͤlker gewaget und mit ſelbigen angebunden haben; da inſonderheit bei mißlichem fortgang der ruͤweg ſo gefährlich war, Und iſt daher die Vermuhtung ganz richtig, daß das hom Dio Caſſius angeführte‘ geſpenſt nur erdacht worden, des Druſus ehre zu retten, welcher wohlgemerket mochte haben, daß er ſich zu weit gewaget, ſich auch aufgemacht und ſeinen weg zuruͤk genommen. Sein abzug ſcheint auch eilfertiger geweſen juſein, als daß er viel Schloͤſſer ſollte haben auf bauen koͤnien. Florus ſagt zwar, in tutelam
provin