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gelebet. Von dem ſagt das regiſter der Aebte zu Lucca: Johannes XI. in ſeculo Rodzezus dictus ſ. Leibnit Scr. Brunſy, T. Ill.
ſ. 699. Heißt auch wohl Gorzebus, Goze
zudi. Oh dieſes geſchlecht mit den Hrn. von Kotwiz eine verknuͤpfung habe, wird ſich anders wo zeigen. S. Gauhens AdelsLexicon. ſ. 199..
Darlingow, Derlingau, iſt nach angabe des Chronici Gottw. L. Il. ſ. 576. 577. ein kleiner Pagus in Nordthuͤringen,
der einen theil von dem Halberſtaͤtiſchen
und Magdeburgiſchen nordwerts in ſich begreift, und bis an die Ohra und in die Altmark ſich erſtrekket, auch mit dem Pago Hardaga graͤnzet, oder mit ſelbigem gar eins iſt. Dann da des Kaiſers Otto des lgnadenbrief von 942. die oͤrter Roreshem, Uplingen und Nottorp in dem Pago Derlingow ſetzet: ſo ſetzet ein gnadenhrief von eben dem Kaiſer in eben dem jahr dieſelbe in dem Pago Hardaga. S. Eecard. Hiſt. Gen. ſ. 137. 139. Der Hr. v. Ludwig will dieſem Pago Reliq. T. Vll. Praef ſ. 64.
eine andere gegend an weiſen, in der Graf
ſchafft Mannsfeld.,. Deſſeri, iſt nach des H. v. Gundling meinung Atl. ſ. 7. ein kleiner Pagus um Ruppin, wo Deſſow gelegen iſt, welcher noch ein uͤherbleibſel davon ſein ſoll. Doxani, iſt ohne zweifel ein kleiner Pagus um die Doſſe Dora, wobon er den namen hat. S. Adam. Brem. L. I. c. XI. und Helmold. L. IJ. C. 2. n. 3. Flaͤmingow, iſt nach der Beſchreibung MNHelmoldi L. L. c. 88. ein weitlauͤftiger ſtrich
Landes geweſen, der den namen von den
Flamingis oder Niederlaͤndern hat, mit welchen Alberecht der Baͤr das von Salzwedel, Arneburg und um die Elbe zwiſchen Zerhſt, Treuenbrizen, Juͤterbok und Wittenberg gelegene Land nach abgang der Slaven beſetzet. Hat aber vor der zeit andere namen gehabt nach den Pagis, die hier gelegen, wie aus dem folgenden wird zu 5 fein; S. Anh. Hiſt. L Th. IV. K. ſ. 22. und Junker ſ. 28. Zwar iſt ein groſſer theil von Meiſſen laͤngſt der Milde und Saale bis an den Boͤmerwald mit Niederlaͤndiſchen oder Hollaͤndiſchen voͤlkern beſetzet worden: aber der name Flaͤming oder Flaͤmingow iſt nur bei der angemerkten gegend dieſſeits, auch etwas jenſeits der Elbe geblieben. Friſaki, dieſen Gau will zwar das Chronicon Gottw. JT. Il. ſ. 601. nach Weſtphalen oder an die Weſer verlegen: allein 1L Th. der Maͤrk. Hiſt.
Erſter Theil, von der Mark insgemein. IV. Kap.
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der noch jetzo nur allzuhekannte und deutliche namen des Staͤtchens und Laͤndchens Friſak zeiget zur gnuͤge, daß die ſer Gau ein{tut vom Heveldun geweſen, wo der Rhin bald in die Havel fällt, zwiſchen dem kaͤndchen Bellin und der Havel. Was alſ in dem Chron. Laurisheimenſi ſ. 152 ingleichen in den Annalihus Francicis ad A. S2 3. Don dieſem namen vorkommt, ſcheint wohl auf dieſes Friſak zu gehen, und der name von den Frieſen herzukommen. S. Paullini.
Glin iſt heut zu tage noch eine gegend in dem Havellaͤndiſchen ohnweit Oranienburg, welche das Land Glien genennet wird, und mit dem Land Bellin graͤnzet: iſt ohne zweifel auch, eben wie Bellin, ein kleiner Gau im Haveldun geweſen. 9 e, ,, Gotzebus. S. Coſtebau
Großwin oder Grotwin, kommt als eine provinz und Pagus vor in Ottonis 1 ſtiftungsbrief des Bisthums Havelberg von A. 946. Nach der in dieſem brief ange: gebenen lage muß es an die Pene und das Großhaff geſtoſſen haben: dann nach Murizzi, LTholenzi, Ploth, Mizerez, welche von abend gegend morgen liegen, und zum theil ganz bekannt fein, folget Grotwin, und muß die gegend um Anklam da
zu gehuͤret haben, woſelbſt auch die mit der
Provinz gleichen namen fuͤhrende Stat Groswin gelegen geweſen. Nachdem die Wenden bald hernach den meiſter geſpielet: iſt dieſe Probinz von dem Bisth. Habel
berg wieder getrennet, und 1140 zu dem Pommeriſchen Bisthum geſchlagen worden; wie aus des Pabſts Innocenti Il beſtetigung des Bisthums Wollin erhellet: ca: ſtra hec ſeilicet Dymmin, Treboſes; Chozck, Wolgaſt, Huznoim, Growing Piris. Stargard cum villis& eorum apPendiciis omnihus. Und als der erſte Biſchof Adelbertus aus dem Kl. Berge bei Magdeburg Moͤnche kommen laſſen, und in das neu erhauete Kloſter Stolp, welches eigentlich das caſtrum Groswin iſt, geſetzet: hat er ſelbigen den zehend aus dieſer ganzen Provinz zugeeignet: eisque& eo. rum poſteris decimam de tota provincia Grornin, provenientem donavimus perpetuo iure poſſidendam, wie es in den begiftungsbrief des Biſchoffs lautet. S des Hrn. v. Dreger Cod. Dipl ſ. 3. 4. In welchem Codice dieſe Provinz gar öft vor kommt, als ſ. 5. in der heſtetigung des Kloſters Grobe. it ſ. 8. 15. 16. 25. 27. 45. 56. 160. It. Hrn. Prof Schwarzen 6G 2 ein lei