Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
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nicon Gottw. JT. Il. ſ. 675. andere wie wohl auch zum theil an die Mark graͤnzen­de öfter verſtehet: ſo wird A. 1301. in

einem vergleich mit dem Erzbiſchoff von

Magdeburg zu dieſem Pago auch Frank­furt, Buchholz, Schiedelow, Kott­buß und andere daherum liegende oͤrter ge­rechnet: Hranckenverd, Prebuz, Trebul,

Golſyn, Luckowe, Ghubin, Lubraz.

FSeheide lone, Sprewenberch, huchold, Su­newolde, Dinſterwolde, Semfrenberch, Danenrode, Kalowe, Koıchebuz cum no­vo caſtro, Lubbenowe, Vredeburch, Schenckendorff, Trebez, Cinniz, Ri­

chenwalde, Reinoldeswalde. S. Boecler

Hiſt. Hovorea P. Il. ſ. 96. 97. 177. Bal­

bin. Rer. Bohem: Dec. 1. L. 8. part. 5. 259. x

Marzie komt als eine Provinz oder Pa­

gus vor in Otto des J. ſtiftungsbrief des

Bisthums Havelberg: in Provincia Mar­

cie Plos civitatem cum omni Burcwardo.

Es ſcheinet aber dieſes nichts anders als Murizzi, und nur unrecht uͤberſetzet zu ſein: wie dann unter den daſelbſt an­gefuͤhrten Probinzen, dieſer namen noch einmahl vorkommt. S. unten Morizi. Mintga wird als ein Pagus oder Pro­vinz in mehrgedachtem ſtiftungsbrief des

Bisthums Habelberg angefuͤhret: in pro­vincia Minmga XXX. manſos in his villis AMintes huſini, Hayerſtedi, Aerthuni, Araſt­

cuni. Es ſindet ſich aber keine ſpur, wy­raus man die gegend dieſes Pagi anzeigen und begraͤnzen koͤnnte: oder man müßte es in dem Jerichauiſchen krais ſuchen, um die gegend des Dorfs Muͤnchowen, oder Muͤnchhoff, weil es gleich nach Liezizi in dem brief folget.

Morazia, Morazani, Moriziani, Marsziner Land, kommt als ein Pagus oder Provinz vor in dem ſtiftungsbrief des Bis­thums Brandenburg A. 949. und in einem andern brief deſſelben von A. 965. S. Len­ber. Stapul. Saxon. n. 1604. daß er nicht weit von Magdeburg gelegen, zeiget Dit­marus L. Vl. edit. Leibnit. ſ. 384. da er erzehlet, daß Boleslaus aus Polen dieſen Gau verwuͤſtet: Poſt haec collecto exer­citu pagum, qui Morezini dicitur iuxta Magdeßurg idcentem populatur. Die oͤrter dieſes Pagi ſein folgende:

Bidrizi, welches in angeführten ſtiftungs­brief Otto des J unter die Staͤte, gerech­net, und in Otto des III. gnadenhrief hon A. 995. in Maderi Antiquit. Brunſuic. ſ. 203. Burgwardium in Pago Moroſani,

Erſter Theil, von der Mark insgemein. IV: Kap.

108 Morazani in comitatu Sigeberti CGomitis, genennet wird. Der uͤberbleibſel dabon iſt noch in dem ohnweit Magdehurg dieſſeits der Elbe gelegenen ort Biritz oder Bi­deriß.

Burg wird eben daſelbſt unter die Staͤ­te gerechnet, und hat ſich bis daher auch in ſolcher wuͤrde erhalten..

Driezole heiſt beim Meibom. T. Il. Script. Germ. ſ. 282. in dem Magdebur­giſchen Chronico, Burgwardium in hago Mertzan, und das Chron. Gottw. JT. II. ſ. 689. will ſolches in dem ort Drezel an­treffen zwiſchen Parchin und Tuchum. Al­lein es lieget dieſes jenſeit der Stremme, welcher fluß die graͤnze halt zwiſchen dem Havelbergiſchen und Brandenburgiſchen ſprengel. ö

Grabo gehöret auch mit unter die Staͤ­te und iſt noch jetzs eine bekannte Stat

Brandenburgiſchen gebiets an der Ihle.

Guntmiri kommt in gedachtem ſtiftungs­brief von 949. vor, und iſt nichts anders als Gommern, das heut zu tage noch in ſeinem weſen iſt.

Liezke wird von dem Chronico Gottw. c. L angefuuhret, aber ohne zu melden, wer es zu dieſem Pago rechne. Sonſt lieget es unter Moͤlkern und if bekannt.

Luborn heiſt in des Kaiſer Otto des J. gnadenhrief won A. 965. beim Leuber c. 1, n. 1601. Curtis Regiae vel Imperatoriae poteſtatis in Pago Mororzanorum in Comi­tatu Geronis Marchionis in occidentali Parte Albiae fluminis. Die Elbe, oder de­ren theil, wird occidentalis genennet in an­ſehung des partis orientalis, wo fie durch Sachſen und Meiſſen gehet. Sonſt liegt der ort zur R. von der Elbe und wird heut zu tage Lohurg genennet.

Meokrianizi wird in Otto des J ſtiftungs­brief von 949. mit unter die Staͤte ge­rechnet, und iſt ohne zweifel das heuti­ges tages noch bekannte Staͤtgen Moͤkkern; hat mit Mucherini, deſſen Ditmarus L. VII. ſ 406. gedenket nichts zu thun, wie . Chronicon Gottw. gar wohl ange­

erket.

Moſer kommt vor in Kaiſer Otto des 1 gnadenbrief, ſo er der Domkirche zu Mag­deburg A. 971. ertheilet. S. Paullint. J,, zullint. Nedelize findet ſich in eben nd denhrief beim 5 CA 164 2 heut zu tage zwiſchen Biritz und Liezke be findlich.

Pechobi

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