Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
141
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14 Erſter Theil, von der Mark insgemein. V. Kap. 143

und befchmwehrden abzuhelfen. In andern Civil und Prozeßſachen aber blieben die re­ſpeclive iurisdictiones nach wie vor getren­net, oder abgeſondert, und die Koloniſten unter ihren bisherigen Richtern, ohne daß die Stat Magiſtraͤte oder Gerichte ſich da­rin miſchen oder den Koloniſten eintrag zu­thun befugt fein ſollen. Myl. Cont. L. ſ. 294.

Das Obergerichte der zeit wird, ſ. 63. 20

und das Conſiſtorium ſ. 97. 2c. beſchrieben,

S. oben 134. auſſer welchen allen auch eine

Amtsgeſellſchaft von Geſandſchaffts⸗Raͤh­ten, le Corps des Conſeillers d Ambaſſade aufgerichtet worden, wozu die hornehmſte von Adel und diejenige von Gelehrten ge­nommen wurden, welche ſchon bei jahren waren, die auch zugleich im Ober⸗Con= ſiſtorio oder Obergerichte ſitz und ſtimme hatten und waren damahls: ͤ Herr Chaudens de Gremas. Herr. de Manuel, Herr Eouis de Montagne. Herr Baron de Fougere. Herr Theod. de Monthrelais. Herr Marquis de Chandieu. Herr Iſ. de Larrey. Herr= de Jeaucourt. Herr Claud. d Ingenheim. Herr Eleazar de la Primaudaije. Herr de Chadirac. Herr Le Goulon de Regnier. Herr Phil. du Han de Iandun. Herr Adrian de Poeijdarè.

err.-- de Bourniſſeau. Herr Frid. Loriol de la Greviliere. Herr=== de Beaumont.

Jetziger zeit. Herr Charles Oct. de Marconnay. Herr Chriſt. de Marconnay. ö. Herr Phil. de Palleville. Herr Etienne de Gone.

Dem Preſidenten vom Obergerichte mußte alle monate einer von den Secre­tairen ein verzeichnuͤß bringen der Re­fugies, ſo den monat durch in Berlin an­gekommen oder weggegangen, und derer, ſo da geblieben, dergleichen auch die Raͤhte bei ihren Kolonien thun muͤſſen, welcherge­ſtalt man alle monate wiſſen konnte, wie viel ihrer weggegangen, und wie viel zugegen waͤren. Diejenige, welche zu dieſer einrich­tung das meiſte beigetragen, ſein geweſen, der Herr Obermarſchall von Grumbkow deſſen gutes betragen bei den Refugies der auctor ruͤhmet. ſ 836; und f 111. der Chur­fuͤrſtl. Stathalter Fürſt Johann Geor­

en zu Anhalt ſ. 1 14. und der Herr Ge­em gan. von Spanheim. ſ. 116. Nachdem auch unterſchiedene Medici mit aus Frankreich gewichen, und die Retugies ſich der Teutſchen Medicorum wegen man­gel der ſprache nicht wohl gebrauchen konn­ten: fo haben Se. Churfuͤrſtl. Durchl. auch bei jeder Kolonie einen Medicum aus ih rem mittel heſtellet; und weil biel arme un­ter ihnen geweſen, ſelhigem einen mäßigen Gnadengehalt verordnet; anhei ihnen frei­heit gegeben, auch auſſer den Landsleuten ihren Praxin bei Teutſchen zu treiben, ins beſöndere auch einen ihrem Hospital in Berlin vorgeſetzet; und da er bon den kranken wenig hoffen koͤnnen, ſeinen gehalt etwas groͤſſer gemacht. V. Kap. ſ. 120 126. die Medici, ſo anfangs aus Frankreich ge­in, waren die Herren Gaultier, Braſi.

Simon Durzi, Rouſſet, du Born, Regnet.

Apotheker und Wundaͤrzte waren auch mit gekommen, und zwei der leztern gleich­falls mit eigenem gehalt verſehen, noch ei­ner auch in abſonderliche Churfuͤrſtl. dien­ſte und zu einem Churfuͤrſtl. Shirurgo be­ſtellet worden. S 135. 136. Es fein auch unter ihnen Hehammen geweſen, und ins ſonderheit eine von groſſcer wiſſenſchafft, ſo ſehr viel arbeit ſo wohl bei den Teut­ſchen, als den Refugies gefunden, und weit und breit zwar verlanget worden, auſ­fer Landes aber niemand bedienet, als Prin­zeßinnen und ſonſten Frauen hom erſten rang ſ. 142. 143.. Damit es auch der jugend an unterwei­fung nicht fehlen möchte, ſo haben Se. Churfuͤrſtl. Durchl. ein Franzoöͤſiſches Col.

legium zu Berlin errichtet, und daſſelhe mit einem Prof. Philoſ. und einigen Regents

und Lectoribus verſehen, um die anwach­ſende jugend nicht allein in den grundſtͤtzen der Religion, ſondern auch in humanjo­ribus und philoſophicis und andern ſtůk­ken der gelehrtheit anzufuͤhren. welchen insz geſamt gewiſſe Inſpectores vorgeſetzet ſind. VI. Kap. ſ. 1465. Der verfaſſer ſagt, ſolches wuͤrde hinkuͤnftig eine wahre wiege der Franz zöͤſiſchen jugend ſein, wie die Koͤnigin bon Narvarra Johanna von dem bon ihr errich­teten collegio zu ſagen gepfleget, daß es eine wiege des vornehmſten Adels aus Frank­reich, le Berceau de la plus illuſtre No­blelle Frangoiſe ware. Damit es auch

hier ſo wohl in anſehung der Glaubenslehren,

als in anſehung der unterweiſung ordentlich hergehen mochte: ſo wurde auch ein Di­rector und aus dem Conſiſtorio drei Pre­diger