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i erkmahl bezeichnet, ſolches ruͤhre . von ihren verfolgern den bekehrten Juden her, welche ſchon vor viel hundert jahren obgemeldte worte nach ihrer itzigen verfolger meinung mit gewalt gezogen, um ſie dadurch bei der ganzen Chriſtenheit berhaßt zu machen, worüber auch ſchon vielfaͤltig geſtritten worden. Und obwohl ihrer verfolger meinung nie koͤnnen behauptet werden: fo hätten gleichwohl ihre voreltern aus ſonherbarer vorſorge für gut befunden, daß man dieſe worte, um den unverſtaͤndigen keine argernůß zu geben, auslaſſen, dieſelbe aber, damit man beweiſen koͤnne, daß Joſua der Verfaſſer dieſes gebehts ſei, mit einem zeichen bemerken ſollte. Uber dieß waͤren ihre ge
behtbuͤcher an verſchiedenen orten gedrukt,
worinn das zeichen ausgelaſſen, dergleichen bucher(ie wuͤrklich vorzeigen koͤnnten. Es wäre ihnen auch bon ihren alten Rabhinen das ausſpeien ſehr verhohten, wie aus ihren büchern Kizur Schnee Luchus Habris und Derech Jeſchuah in Teutſcher Sprache mit Hebraͤiſchen buchſtaben zu erſehen, welchem ſie auch genau nachlebeten, und ſich deſſen ob
es gleich ein altes herkommen waͤre, um auſfer verdruß zu bleiben, enthielten. Lebeten alſo der unterthaͤnigſten hoffnung, S. Koͤnigl.
Majeſtaͤt wuͤrden dero verfolger abweiſen, und wiederholten ihre entſchuldigung, bes theuerten auch an eides ſtatt, daß fe in dem gebeht Alenu den Herrn Chriſtum weder in gedanken, weniger mit worten oder werken laͤſterten. Die worte aus dem Kizur Luchus Habris ſ. 57. fein folgende: Ein theil „von gemeinen ungelehrten Juden haben den „gebrauch, daß fie in dieſem gebeht Olenu pflegen auszuſpukken, ungeacht fie das HeYbraͤiſche nicht verſtehen, ſo doch uns verboh„ten: zumahlen der Verfaſſer Sofa, welcher dieſes gebeht ſelbſt zu feiner zeit erdichtet, „da die Heiden ſonn und mond, geſtirne „und dergleichen abgöͤtterei gedienet haben, vſo aber bei dieſen zeiten nicht vorhanden. Es iſt auch groſſe gefahr dabei, indem die WChriſten meinen ſollten, daß wir dieſes auch „Auf fie zogen oder deuteten, derowegen muß man dieſes verwehren, daß fie ferner vſolches nicht thun ſollen., Aus dem Derech Jeſchuah ſ 71. fein nachſtehende worte:„Dieſes gebeht Alenu iſt ein groſſer
bgeſang, darum ward es an dem groſſen „Se und Verſoͤhnungstagen mit einer melodei geſungen. Deßhalben ſoll man auch alle„Seit nicht geſchwinde leſen, ſondern wort vor wort: wann man ſaget vanachnu covteim ſoll man ſich buͤlken, dann Olenu hat
1 Theil der Mart. if,
Gefier Then, von der Maut insgemein. 1X. Kap.
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„oſua Ben Nun gemacht, da er das Ge: „lobte Land eingenommen hat, und in deryſelbigen zeit haben die Heiden geglaubet an „die himmliſche heer als ſonne, mond, geſtirne, welche doch nichts und nichtig, und „ganz kein Gott ſein, derohalben ſein wir „chuldig unſern Schöpfer zu preiſen und zu „oben, daß er uns nicht als wie dieſelbe Heiz den geſchaffen hat, die da der abgoͤtterei ges „dienet haben. Wir aber buͤkken uns und „knien zu GOtt dem Könige aller Koͤnige. „Wann nun einer dieſes redet, und buͤlket
„Sich nicht, heiſſet er ein rechter Epicurer, „dann er thut ja nicht, was er mit ſeinem „munde redet. Ein theil haben die gewohnyheit, daß ſie ausſpeien: die thun gar nicht „recht. Es iſt auch groſſe gefahr dabei; dann „die Nationes in dieſen zeiten ſollten wohl meinen, es wäre ihre Religion hierunter ver„fanden, und daß wir darum ausſpeieten. „Aber in der wahrheit hat es dieſen verſtand „ganz und gar nicht, maſſen Joſua Ben „Nun, der Verfaſſer dieſes gebehts, und in ſei„nen lebenszeiten iſt doch kein ſolcher glaube „als heutiges tages geweſen, hevoraus ha„ben doch die Chriſten auch in ihre Leges „und Principien, daß G9Ott der Schöpfer „aller dinge, ein unendlicher GOtt ſeie, der „Dont anfange geweſen, alle dinge weiß, feine „augen beſchauen alles, bekennen feine All„macht, und daß er der Regierer uͤber alles iſt. Sie glauben ja auch vergeltung des „guten und boͤſen, auch die auferſtehung, „derowegen koͤnnen fie ja nicht fremder „Goͤtter diener genannt werden., Als auch die Halberſtaͤtſche Regierung den Rabb Abraham Lipmann und die aͤlteſte der dortigen Judenſchafft vor ſich kommen laſſen, und ſie befraget: ſo haben ſie hoͤchlich betheuert, daß es nicht anders waͤre, als in nur angefuͤhrtem Memorial enthalten. Und nachdem ihnen acht tage hedenkzeit gegeben, und darauf den 22 Nov, wieder vorbeſchieden, anbei Sr. Königl. Majeſtaͤt endliche willensmeinung ihnen nochmahls eröffnet worden, mit der ernſtlichen bermahnung die wahrheit zu ſagen, und nicht etwa zu gedenken, daß ſie auf ihren groſſen Verſuͤhnungstage dieſerhalb
von ihrem Rabbi vergebung erhalten koͤnn
ten, welches ſie inſonderheit mit in den eid nehmen ſollten, ihnen auch eine gewiſſe formulam iuramenti worin alles enthalten, vorleſen laſſen: fo haben fie borhergehendes Memorial uͤberreichet, und gebehten es an Sr. Königl. Maſeſtaͤt gelangen zu laſſen in hoffnung, Dieſelbe wuͤrden dieſe ihre erklaͤhrung 4 zulaͤnglich halten. Sollten 9