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ienlich unberſehret, mithin bon ſehr har
ö 2 Man findet ſolche Spieſſe
abgezeichnet Anh. Hiſt I. Th. V. Kap. S. J. S.
und beim Arnkiel Ill Th. ſ. 157. Und wird
dafuͤr gehalten, daß es groſſer Herren, ſonderlich Kriegeshelden Begraͤbnuͤſe ſein, wo ſelbige gefunden werden, und zwar, wie
Sperling in einem Schreiben an C. D.
Rhoden behauptet, nicht die eigentliche
waffen der Helden, welche wegen ſeltenheit des eiſens in Teutſchland hochgehalten, und bei der Nachkommenſchafft aufbehalten worden, ſondern weil ſelbige aus andern Metall
beſtanden, nur ſimulacra armorum, abbildungen der waffen geweſen. S. Cimbr. Holſt.
Antiquit. ſ. 267. welcher meinung man ſich iedoch nicht annehmen will: nachdem die erfahrung dieſem ſcheint entgegen zu ſein. S. Arnkiel 1 Kap. ſ. 158. 5. 8
3. Pfeilſpitzen, dergleichen bei Dalmin
Perlebl Inſp. in der Sandſcheling gefunden worden: und zu gedachtem Arendſee in einem alten Thurm, davon dieſe leztere mit einem ſtichblat verſehen, und wohl aus den uralten zeiten nicht mag her ſein, ſo wenig als einige kurze und nicht ſonderlich ſpitze pfeile, welche ſich hier und dar gefunden, und von den Hußiten herkommen, von deren mit kurzen ſchaften oder hoͤlzern verſehenen Pfeilen die Univerſitaͤt Frankfurt noch ein paar weiß aufzuweiſen. t
4. Ein Sporn hat ſich gefunden in einem berge bei Zehden, wovon das eiſen, da der Sporn anſitzet, eine viertel elle lang geweſen, dergleichen auch Arnkiel. B. S§. 15. ſe 170. anfuͤhret aus Wormii Mon. Dan. C. vn. ſ. 49, 50. aber unrecht muhtmaſſet, daß dergleichen Sporn nur groſſe Leute getragen. Dann weil ſich hin und wieder dergleichen finden, ſcheint es wohl mode geweſen zuſein; und die aͤhnlichkeit des unſerigen mit ienen fuͤhret einen beweiß von einem hohen Alterthum mit ſich. Diejenige Sporen und Spieſſe, welche in alten Thuͤrmen, als zu Prenzlau, Arendſee 2c. gefunden worden, ſein von naͤherer zeit und ohne zweifel uͤberbleibſel von ſolchen Rittern, welche in den rauͤberiſchen zeiten über den raub ertappet, in den Thurm geworfen, und weil fie nicht ausgeloͤſet worden, darin umgekommen: geſtalt man dann noch die gerippe ſelbſt auch angetroffen.,
S. Die Hufeiſen mit den nicht unterwarts, ſondern in die hoͤhe gehenden ſtollen, dergleichen in gedachtem Thurm zu Arend; fee, und bei Fredenwalde in einem dem Hrn. Mai. von Arnim ʒuſtandigen Burgwall, auch
Zweiter Thell, von den Alterthümern der Mart. 1 Kay.
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bei dem Graͤfl. Sparriſchen Staͤtgen Orei: fenberg gefunden worden, werden fuͤr ein pferdezeug der Wenden gehalten: wiewohl Arnkiel auch ein Hufeiſen J. B. 5. 5. ſ. 164. aus einem Grab anfuͤhret, ſo im Amt Kiel gefunden worden, welches wohl nicht von der Wenden, ſondern aͤltern zeiten ſcheint herzuſein.;. 6. Noch iſt eines Meſſers oder Dolchs zu gedenken, welches in der Ulermark auf dem dem Hrn. Rittmeiſt. Otto Chriſtoph von Raben zuſtaͤndigen felde ohnweit Klinkow in einer Urne gelegen. Daſſelbe hat ſehr roſtig ausgeſehen. Wie es aber mit ſcharfen ſachen gerieben worden, hat ſich ein rechter ſauberer zierat daran gewieſen. Die ſchneide iſt ſcharf und vom ſchoͤnſten ſtahl, etwa] zoll lang, und vorn, wo ſonſt die ſpitze iſt, iſt es breit, und auf der breite ebenfalls ſehr ſcharf; die ganze laͤnge mit dem grif iſt 11 zoll lang. Dieſer aber iſt mit ſchmelzarbeit ſehr ſauber ausgeleget, und mit ſaubern von gelben draht gezogenen bluhmenwerk ausgezieret, daß es ganz neu und ſchoͤn ausſiehet, und ſich faſt verdächtig machen würde; wann man ſeines herkommens nicht gewiß berſichert waͤre. Sonſt ſein bei Bandelin, Kyritz. Inſp. den ſogenannten Mondbergen, und bei den in der gegend Lichtenberg im Lebuſ. Kraiſe An 1666, von dem Hrn. bon Seidel ausgegrabenen Urnen, wie auch bei Wuſterwiß in der Neumark An. 1740. in einer Urne ebenfalls Dolche und Meſſer gefunden wor
den; und kann damit verglichen werden, was
Arnkiel von dergleichen werkzeugen im angeführten Buch ſ. 157. meldet. ö
7. In einem Grabhuͤgel bei Sehen hat ein kleines ehernes bild eines Wildenſchweines gelegen. Dieſes wird Taciti nachricht beſtaͤrken, welcher M. G. C. XI M. lehret, daß die Einwohner am Sueviſchen Meer mit dergleichen bildern die Mutter der Götz ter verehret, und ſich damit feſt zu fein ges glaubet wieder alle anfaͤlle, ſelbſt auch wieder die waffen der feinde: matrem Beum venerantur. Inſigne ſuperſtitionis formas aprorum geſtant. Id pro armis omniumque tutela ſecurum Deae cultorem etiam inter hoſtes praeſtat.
8. In einigen zwiſchen Stendal und Borſtel gefundenen Urnen hat man unter andern auch eine materie gefunden, welche wie ſiegellak gebrennet, und einen guten geruch von
ſich gegeben, dergleichen man ſonſt auch noch
bemerket, vermuhtlich aber ein uͤberreſt von einem wohlriechenden Harz iſt, dergleichen bei dem verhrennen mit ins feuer geworfen
Ce 3 worden: