413
jaffen? Eben alſo fein zuweilen zu den e n r der kleinen Kinder allerhand kurzweilige ſachen, als Würfel y ſtutke om Schmelzwerk, Wolfszaͤhne und dergleichen, unterſchledener gröffe und ahrt geleget worden; deren etliche ich ſelbſt in haͤnden habe. vergl. Bocconis Anmerkungen uͤber ein
d andere natürliche dinge Zte Anmerkung. 6. unter N. ix. und x. vorgeſtellte ſeltene
tuͤkke, welche zu Briſigke bei Frankfurt an 9 Oderin einem Srabtopf unter Aſche und Gebeinen gelegen, werden ſolches heſtaͤtigen. Xx. n. fo eine Kinderklapper auf das deutlichſte borſtelt, iſt nach beſchaffenheit der das mahligen zeiten, in welchen das Metall in keinem uͤber fuß anzutreffen, aus thon, iedoch recht zierlich gearbeitet. Es ſcheinet es muͤſſe dieſe Klapper einen etwas laͤngern ſtiel gehabt haben; doch iſt der bruch ſo gluͤklich gerahten, daß wohl zu ſehen, wie durch den ſtiel ein loch gegangen. Vermuht lich iſt dieſes Spielſtuͤk nebſt einer ſchnur dem Kinde umgehangen worden.
Von ſolchen gedenket unter andern Pan
cirollus Tit. 43. daß die kleine Kinder dergleichen an dem halſe getragen; und daß dieſe ſtuͤkke nach eines jeden erfindung und wilkuͤhr mannigfaltig geſtaltet geweſen. Infantes collo geſtabant iocalia quaedam, aurea& argentea, quae ctepundia dice. bant a crepando, hoc eſt, tinniendo ſic nominata; eiusmodi in crepitaculis infantes maxime gaudent& exhilarantur. Haec, pro cuiuslibet inventione& arbitrio, varie elligiabantur. Die auf dem Kolben in ordentliche reihen vertheilte offene loͤcher haben ſowohl zur zierde, als vornemlich darzu gedienet; daß der laut, oder das gelinde geraͤuſche, welches die eingeſchloſſene thöoͤnerne Kuͤgelein, durch das umſchuͤtteln verurſachen, deſto mehr in das gehoͤr fallen ſollen. geſtalt dieſes überaus raren ſtuͤks des Alterthums zeiget, daß der Alten ihre erfindungen, nicht ganz untergegangen, ſondern daß die Nachkommen verſchiedenes davon beibehalten..
. X. ſo dieſer irdenen Klapper zur ſeiten gelegen, beſtehet aus einem ſehr feſten, ziemlich ſchweren gelblichen Stein, welcher von geſtalt ein wenig laͤnglich rund. An der obern
und untern ſeite recht im mittelpunkt findet
ſich eine mäßige grube, auch gehet rund um
den Stein eine kleine aushhlung gleich einer
ſpuhlen. Es ſcheinet, daß die gruhen zu dem
ende geweſen, den Stein zwiſchen zweien fin
gern bequem und feſt zuhalten, ſolchermaſ
ſen mit der hand fortzuſchieben, und zum Il. Theil der Mark. Hiſt,
Zweiter Theil, von den Alterthümern der Mark. 1 Kap.
Die
414 laufen zu bringen. Die Spuhle aher rundher um den Stein ſcheinet darzu gedtenet zu haben, den rollenden Stein mittelſt einer ſchnur, welche der Spuhle umleget worden, zuruͤllauffend wieder nach ſich zuziehen. Die damit angeſtellte proben, nach wel chen der fortgeſchobene Stein auf der hohen kante als ein rad vorweg, und durch das andiehen wiederum ruͤkwarts laͤuft, geben zu
erkennen daß gedachter Stein auf ſolche wei:
fe gebrauchet ſein muſſe; und daß er dem
Kinde bei deſſen Gebeinen er gefunden wor
den, gleich der irdenen Klapper, als ein
Spielſtuͤ zum zeitvertreih geweſen.
Die ungemeine haͤrte dieſes Steins ſetzet
billig in verwunderung, wie die Alten im ſtande geweſen, auch die haͤrteſte Feldſteine, aus welchen ihre waffen zum Opfern verfertiget gefunden werden, ſo geſchiklich zu bes arbeiten. Da zu unſern zeiten die zurichtung ſolcher ahrten Steine mit ſo groſſer mübe verbunden iſt, daß man dieſe kunſt faſt unter die verlohrne Fünfte zu rechnen, kein bedenken tragen mochte. So viel auch von der ahrt und heſchaffenheit der Waffen der Alten geſchrieben wor: den: fo beruhet dennoch das meiſte in vieler dunkelheit und ungewißheit. Die nachrich. ten welche aus den uralten Monumenten ſelbſt herborgenommen werden, fein allein von dem gewichte, daß ſie keines weitern beweiſes bedürfen,
Tab x1. und zu. legen bor augen, was für ahrten der Waffen in den Grab und Heldenhůgeln hieſger gegenden gefunden ſein; als welche die Aiſche und Gebeine vieler tapfern Krieger einige tauſend jahre hindurch gleichſam in bewahrung gehalten. Daß die im ſtreit beruͤhmte Helden mit ihren Wafſen zur erde beſtaͤtig et worden, iſt einer der urdlteften gebraͤuche. Von den mit dem ſchwert erſchlagenen Fuͤrſten Egyptenlandes wird Ezech. XXXIL 2 geſaget, daß ſolche mit ihrem Krieges wehr zu Grabe gefahren, und ihre Schwerter unter ihre haͤupter geleget. Dieſem ſtimmen ſo viel andere Geſchichtſchreiber hei, daß es vergeblich ihre Zeugnuͤße desfalß anzuführen. Laciti außſpruch mag gnug ſein, wann C. XXVII. bon den alten Teutſchen gemeldet wird, daß einem jeden feine Waffen, bei einigen auch das Pferd, mit in das Leichfeuer geworfen werde/ ſua cuique arma, quorundam& equus adiicitur. e.
Die erfahrung zeiget ſolches, da nicht nur verſchiedene ahrten Wehre und Waffen,
DI 2 ſondern