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45 Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark Brandenburg. J. Kap.
bei dem A. 1741. am 21 Febr. bemerkten Nordſchein ſich eben diefes Luftzeichen geaüſſert, wird bald auch angezeiget werden.
A. 1742. 14. Okt. hat man um 8 uhr da im morgen der Mond ſehr hell ſchiene und es im abend regnete, einen wiewohl nicht fü groſſen bogen angemerket, an welchem auch die farben ſo gar hell und deutlich nicht geweſen. Lebhafter aber ſein diejenige gewefen, und ausnehmend ſchoͤne, welche 1733. im Sept. zu Selow vom Hrn. D. Gleditſch A. 1741. 23. Aug. abends um guhr, und am 27. Sept. abends um 7 uhr von dem Prediger in Rampitz, Hrn. Richter beobachtet worden. Oh derjenige, den ged. Hr. Goclenius um mitternacht bei hellgeſtirnten
himmel fo ſchöͤnfarbig, als einen Sonnenre
genbogen bei Kalbe ganzer 3 ſtunden ſtehen ſehen, eben derſelbe ſei, kann man, weil die jahrzahl nicht gemeldet, eigentlich nicht anzeigen.
A. 1748. iſt am 5 Sept. zu Tucheband unweit Kuͤſtrin abends um 10 uhr nordwerts ebenfalls einer geſehen worden, der nur etwa eine viertelſtunde gedauert, hlaßroht geweſen und nach 5 minuten ſich in milchfarbe veraͤndert, ſonſt aber durch die Zwillinge, Fuhrmann und Perſeus gegangen. S. Berl. Bibl. II. B. ſ. 689..
3. A · 1740 am 9 Okt. hat ſich der Mond gezeiget mit zweien ſich einander durchſchneidenden ſehr hellen zirkeln auf dieſe weiſe, da
a den Mond h den zirkel und gegend gegen mitter
4. Ein Kreuz, ſo A. 1711. den 2 April,
damahls Gruͤnendonnerſtag abends zwiſchen
7. und 8 uhr geſehen wor den, durch den Mond gegangen, und auf dieſe weiſe ſich dargeſtellet
CIRCA HORAM vil. TALIS LVYNAE Ss ASPEGITVS FVIT;
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CIRCA, HORAM Vin, LVNAE ASPECTVS .. IPA SE MVTAWVIT,
nacht, cden hof
um den Mond ge
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get, der ſo wohl
als der Mond von
dem groſſen zirkel durchſchnitten worden, und haben beide die farbe des Monden gehabt. Dieſes iſt zu Zichow Prenzl. Inſp. von dem Prediger Hrn. Reer, und zu Hohenlanden bon dem Pred. Hrn. Mankopf, auch zu Trebnitz dom Hrn. D. Gleditſch beobachtet worden. Was der Prediger zu Stolpe Angerm. Inſp. im Sept. 1739. an dem Mond beobachtet, kommt mit demſelben ziemlich uͤberein, nur daß die zirkel gleich groß geweſen, wie dieſe ſigur zeiget: und dieſes ſich im zunemenden, jenes im abnemenden Mond zugetragen.;
Dergleichen der ſelige Prof, Kirchmeter, wiewohl mit einem Regenbogen und zweien Nebenmonden A. 1584. den 24. Jan. zu Wittenberg beobachtet, beſage Ephem. Germ. Dec ll. A3 ad f 47. Es iſt auh noch ein Kupfer von einem ſolchen gekreuzten Mond mit einem Regenbogen vorhanden, ſo A. 1621. um Lichtmeſſen neuen St yl zu Heidelberg geſehen worden. Hr. Profellor Kirchmeier gedenkt auch noch eines andern, ſo A. 1663. den 30. Nob. zu Freiberg{ich gezeiget: Nocturno tempore Iris Lunaris iuxta Albicantem Crucem viſa cit. l. ſ. 46. Die urſache was den Regenbogen belanget, moͤchte wohl ſo ſchwer nicht ſein, und denen ſich wergleichen, welche bon dem ſonſten ſo
genann
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