Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
477
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, Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark. Brandenburg 1. Kap. 478

genannten Hof um den Mond pfleget gege­ben zu werden. er es zu ſchwer etwas gewiſſes zu beſtimmen, und halt ſothane erſcheinung der gleich, ſo

Conſtantino M. geſchehen: Crux crucem no­bis figet maxime: Quae enim ſufficiens

prodũci cauſa poteſt, cui candidiſſimarum haec ſigura linearum diſpoſitionem diu­turnam conſervaverit durationem. Dic cauſam, niſi ſumma ſemper agens libere haec cauſa moderatrix fuit, quae in dere repraeſentavit Crucem Conſtantino M. cum epigrapha Romanis literis impreſſa: (IN HOC VINCE. c. Jedoch wie die obgedacht naͤchtliche Regenbogen und Kraiſe um den Mond ihren grund in der ver­miſchung der duͤnſte, deren ſtellung gegen dem Mond und beſchaffenheit der Luft ihren grund haben: alfa laſſen dergleichen Kreuze aus gleichen gruͤnden und natuͤrlichen urſa­chen ſich erflähren ohne ein wunderwerk dar­auß zu machen. Und iſt demſelben gleich das Phaenomenon, welches A. 1714. 26 Mai

der Inſp. zu Granſee, Hr. Witte und Hr.

Baͤrens Inſp. zu Paſewalk, jener abends um 10 uhr, dieſer nach 12 uhr, 4 tage vorm voll­

mond bevhachtet haben, da ein Kreuz durch

den Mond mit 2 Nebenmonden und einem halben Mond gegangen: ſchreibung des leztern etwas abgehet, und

um deswillen auch unrichtiger iſt; weil da­

rin gar des Monds keine meldung geſchicht, ſondern der leuchtende koͤrper ein Komet mit einem doppelten ſchweif ins kreuz genennet wird, deſſen ſtrahlen durch ihre ſtaͤrke und ruͤkprallen zwei nebenkometen gemacht von ohngefehr 9 a 10 zoll, unter welcher beſchrei­bung dieſes Phaenomenon in das Kirchen­

buch zu Paſewalk eingetragen, zu Brellin

aber eigentlich bemerket worden. Nach erſter und richtiger beſchrei­

bung verhaͤlt es ſich alſo. Ob 900 die darauf erfolgte dürre damit

in einer natürlichen verbindung ſtehe, wie man muhtmaſſet, hat wohl keinen grund.)

5. Eine andere erſcheinung des Monden

iſt, darin ſich derſelbe wie ein Komet ſehen laͤſet, und welche von dem Churf. Leib­Medico Herrn Chriſtian Menzel A. 1684. den 16 Dec, angemerket, und den Ephe­merid. German. Decur. II. A3. ſ. 123. ein­berleibet worden. Er erzehlet, daß der Mond fünf tage nach dem vollen lichte, als er auf. , ſich mit einem uͤberwaͤrts gehen­we. reiten ſchweif, wie die Kometen ohne ei­) ö. ſtrahlen unterwaͤrts, oder zur ſeiten zu aben gezeiget haͤtte; und moͤchte deſſen ur­ul. Theil der Mart. giſt.

Von dem Kreuze aber halt.

wiewohl die be­

ſache vielleicht von den ſubtilen duͤnſten oder

kleinen nebel hergekommen ſein, als von wel­

chem die Luft damahls wäre angefuͤllet gewe­ſen. Nur iſt dieſes dabei bedenklich, daß der

Mond in ſolchen fällen in einem hof und nicht

in dergleichen ſtrahlen pfleget zuſtehen, und

möchte man daher gedenken, daß dieſe ſtrah­

len aus dem koͤrper des Mondes oder deſſen Dunſtkugel ſelbſt, wie ſonſten die ſtrahlen der Kometen moͤchten entſtanden ſein. Weil auch

die duͤnſte in der Luft nicht allein höfe, ſondern auch, wie wir allererſt geſehen, kreuzweiſe er­ſcheinende ſtrahlen, vor dem Mond darſtellen koͤnnen: ſo können ſich auch wohl aufwaͤrts ges hende ſtrahlen darin allein zeigen, das iſt, die­ſelbe ſo geſetzet ſein, daß das licht allein darin oberwaͤrts, in die unterwaͤrts und zur ſeiten aber, weil ſie zu dikke, oder zu ſubtil, nicht fallen konnen. Und wird ſolches deſto eher ſtat finden, wann man die vielerlei ſtellungen der Sonnen bei auf und untergang zwiſchen den wolken, ingleichen den lichten ſtrichen oder ſo genannten Ruhten bei den ſtrichregen er­weget. Wobei wir es auch wollen bewenden laſſen, hier aber die zeichnung von dieſem Phaenomeno herſetzen..

Endlich hat man noch der jahre wahr­zunehmen, in welchen gar keine ſinſternüß weder an der Sonne, noch an dem Mond ſich zugetragen, wenigſtens nicht uͤber unſern geſichtskrais, dergleiben fein die jahre 1742. und 1745, in welchem leztern gar keine Mond­

finſternuͤß auch unter dem geſichtskrais gewe­

ſen nach ausrechnung der Herren Aſtrono­morum. Dergleichen auch in den jahren 1705. 1709. 1720. 1723. 1734. 1738. be­merket worden. Hh 2 X. Noch