Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
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503
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5oß Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark Brandenburg.. Kap. sog

niedergeriſſen; auch zu Predikow, Nieder­fino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Inſp. ingl. zu Drehnow Kroß. Inſp. und ſonſt hin und wieder groſſen ſchaden gethan. Son­derlich hat die einſtuͤrzung eines neuen pfer­deſtalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Inſp. eine anſehnliche koppel Rußiſcher pferde, die da­ſelbſt zur Herberge lagen, getroffch, davon der ſchade für Rußland ſich auf 32000 thlr. ſoll belaufen haben. Am 8 April hat ſon­derlich die Droßenſche gegend im Sternber­giſchen gelitten. Am 26 Maͤrz und 24 Nov. hat die Stat Kroßen und die gegend wieder­um heftige Winde empfunden. A. 1735. im Febr. und is Mai iſt in der Altmark ſonderlich bei Eryleben an gebauden und bauͤmen, und weil hagel dabei geweſen, auch am getreide groſſer ſchaden geſchehen. Am 18 Jul. iſt in der gegend Straußberg das getreide, fo auf dem ſchwat gelegen, oder in mandeln geſtanden, zerſtreuet, ein wagen mit getreide umgeworfen, im Kroßenſchen aber am 3 Jul. viel 1000 baůme in den hei­den niedergeworfen worden. 9 A. 736. zwiſchen dem 21 und 22 Jan. hat dieſes ungemach die Neu⸗ und Ukermark, ſonderlich die Heiden betroffen, in welchen örter befindlich geweſen, da weder Kien⸗noch Fichtenbaum ſtehen geblieben; und in Zilen­zig iſt der Kirchthurm aufgedekt worden. Am Sonntag Sexageſ. hat ein heftiger Sturmwind den Teltowiſchen, Lebuſiſchen und Sternbergiſchen Krais, auch die Neu­mark durchſtrichen, und in der Beerwaldi­ſchen Heide faſt den dritten theil bauͤme nie­dergeriſſen. Am ꝛ0. 21 Okt. iſt Bernau und die gegend durch einen Orkan aus weſten nicht ohne hier und da erlittenen ſchaden beunru­higet worden: und der 17 Nob. und 3 Dec. haben auch auf ſolche weiſe ein andenken er­halten.. Da A. 1737. hat am 20 und 2 Jan. wieder­um ein fuͤrchterlicher general Sturm die Mittel⸗ Uker⸗ und Neumark erſchrekket; in der Straußbergiſchen Statheide 500 nuz­bare baüme, bei Marwitz, Landberg. Inſp. viel 10006 der ſtaͤrkeſten baüme, bei Noͤrenberg 300 Buͤchen und 500 Eichen, bei Bernſtein zoo Eichen niedergeriſſen, bei Neuenwedel die Heiden um den ſechſten theil vermindert, in der Boizenburgiſchen Heide aher an die 16000 bauͤme aus der Erde geriſſen, und ne­ben einander hingeworfen; zu Klempzig, Zuͤllich. Inſp. den Kirchthurm von: feiner ſtelle geruͤkket. Zu Seeren, Sonnenburg. Infp. aber den Thurm bis auf die ſchwellen heruntergeriſſen und zerſchmettert, dabei ie­

doch die glolke und uhr unverſehrt geblieben, und zu Dechtow einen ſchafſtall, und darin 100 hammel erſchlagen, dergleichen auch zu Torno geſchehen, Prenzl. Inſp. Bald her­nach zwiſchen dem 4 und 10 Febr. ſein die

Markgraͤfliche Sonnenburgiſche Heiden ſehr

beſchaͤdiget, und viel 1000. baüme mie abge, hauen korn uͤber einander geworfen worden Im April haben die Heiden im Sternhergi­ſchen abermahl viel gelitten, und am 22 Jul hat nachmittags ein ſchreklicher Windwirhel in der gegend Sammentin in der Neumark im Sept. aber ein ſchreklich gewitter mit

ſturm und hagel getobet.

A. 1738. 7 Aug. iſt nachmittags ein ge: waltiger Orkanſturm mit regen, an einigen orten mit gewitter eingebrochen, der bei Lie: benberg ein ganzes bruch von den ſtaͤrkeſten Eichen, Buͤchen und Eſchen uͤbern haufen geworfen, viel gebaude eingeſtuͤrzt, und an einigen orten 3 ſtunden, in der gegend Ora­nienburg aber nur wenig minuten vor dem Donnerwetter gedauert, und dennoch unſag­lichen ſchaden gethan. Bei Pauſin, Spand. Inip. fein die wolken ſo tief gegangen, daß man ſich eines wollenbruchs befürchtet, Bei Straußberg, Muͤncheberg, Trebnitz, Johan­nisfelde und der gegend, da anfangs kein re­gen gefallen, iſt die Luft von aufgetriebenen fand und ſtauh ganz dunkelgelb und fo finſter worden, als wanns nacht waͤre geweſen, daß man auch licht anzuͤnden muͤſſen, welches eine

gute halbe ſtunde gedauert, und iſt bald her­

nach wieder ein ſchoͤnes wetter geworden. Zu Angermünde iſt der Kirchthurm ahge­worfen, zu Schievelbein das Kirchdach auf der einen ſeite abgedelket, die Kirchthuͤrme ju Dobberzin und Selchow umgeworfen, bei Prizerbe alle heuwagen umgeſtuͤrzet, ſonſt auch hin und wieder ſtaͤlle und gebaude einge ſchmiſen worden. Im Jul iſt auch zn ſtrich vom ſturmwind uͤber Parnemib, Sand. Inſp. gegangen, wodurch ein(9a ſtall übern haufen geworfen worden, worin zoo ſchafe, 3 ochſen und 3 Menſchen ſich auf gehalten. Weil aber die ſparren ſich au einen darnehen ſtehenden heuwagen gelehne, iſt alles darin bis auf 15 erſchlagene 10 gerettet worden. n

A. 1739. 22 Jul. iſt zu Strehlen en neues haus und ſcheune eingeriſſen,(I auch ſchaden geſchehen. Der am 11 Ju entſtandene Sturm iſt mit einem ſtarken ha­gel und waſſerguß uͤber Reppen gekommen faſt alle ſchlechte daͤcher abgenommen, Leute und wagen und ſonſt alles auf dem felde an

derthalb meilen in der breite und etliche ö.

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