sz1 Dritter Theil, Naturgeſchichte der Mark Brandenburg. J. Kap. 522
lizſtrahlen, daß jeder gemeinet, es bren. 9 und man ſich einen rechten begriff bon dem Egyptiſchen Feuerhagel machen können: und laͤßt ſich leicht erachten, was es für betruͤbte folgen werde gelaſſen haben. Im jahr 1738. 9 vor Pfingſten bei dem Dorf Moͤringen in der Altmark iſt ein ſchneller und ſo gewaltiger Regen gefallen, daß die Leute auf dem felde ſich kaum retten koͤnnen, und das ſommerfeld ganz unter waſſer geſetzet, die ſaat aus der erde geſpůlet, und in die heerſtraſſe getrieben, und eine ſchlechte ernte berurſachet worden. An. 1739. im Jun. iſt auf ſulche weiſe die ganze gegend bei Lichterfelde, Neuſtatebersw. Inſp. unter waſfer geſetzht, wege unbrauchbar und Damme berderbet worden. A. 1747. hat in Pfingſten ein dergleichen dilker ſchwerg die nordweſtliche ſeite von Prenzlau betroffen, da in etlichen minuten ganze gehoͤfte und garten unter waſſer geſetzet, iedoch weil der abfluß in die Ufer bald befördert werden konnen, auch bald davon befreiet worden.
Aber es haben auch wohl langwierige, obwohl nicht heftige, dennoch ſchaͤdliche Regen und Piazregen unſere Mark betroffen. Hierbon fuͤhrt Angelus an die jahre 1541.
332. 1579. ſ. 381. da die ernte ſonder
lich ſehr naß geweſen. Jerner hat es A 1698. zur erntezeit, da das korn im ſchwad gelegen, theils auch in mandeln geſtanden, 14 tage lang beſtaͤndig geregnet, daß das getreide ausgewachſen, verfaulet, auch weggeſchwommen, welches unter andern die gegend Schweet betroffen. A. 1721. bei Legde, Wilsnak. Inſp. hats 4 wochen lang geregnet. A. 1723. waren im Auguſto bei Boberow, Lenzl. Infp. vom Regenwaſſer alle wieſen uͤberſchwemmet, und das korn ſtund fuß hoch im waſſer. A. 1734. hat dergleichen haufiger regen die gegend an der Havel im fruͤhjahr, und 3 in der Margaritenmeſſce Zilenzig, und A. 1740. die Altmark, Prignitz und Mittelmark betroffen, da es 3 tage hintereinander den 11. 12 und 13 Jul. mit Plazregen angehalten, wodurch das waſſer ausgetreten, auch die gegenden hin und wieder uͤberſchwemmet, das vorhanden geweſene heu aber gaͤnzlich weggefuͤhret worden. Salzwedel haben in der St. Ilſenſtraſſe eis nige hauͤſer im waſſer geſtanden: und 1741. hats um eben dieſe gegend, und in der gegend Prizwalk vom Julius bis in den winter lang anhaltende Regen gegeben, wodurch abermahls getreide verfaulet, auch wohl weggeſchwommen, die Jeeze auch andere fluͤſſe in der Altmarkt ſehr aufgeſchwollen und ſchaden Ill. Theil der Mark, Hiſt.
tet worden.
In
ſehr beſchaͤdiget worden.
verurſachet, wie denn uͤberhaupt von den
jahren 1739, 40, 41. angemerket wird, daß
die gewaͤſſer wegen des vielen ſchnees und regens ſich dermaſſen ergoſſen, daß man ein gleiches ſich nicht zu erinnern wiſſe: und 1743. iſt wiederum im Julius ſo viel Regen bei Beliz gefallen, daß daſelbſt die meiſte gartens unter waſſer geſtanden, mithin die gartenfruͤchte auch heu verderbet worden; welches auch andern orten, ſynderlich auch dem Hollaͤnder bruch u. der gegend und Stat Bernau wiederfahren, woſelbſt die heſte keller voll waſſer gelaufen, die brunnen trůbe worden, und viel getraide verdorben. vergl. 5. XIX. XVII. An beſonders groſſen Hagelſteinen fehlet es auch nicht, und ſein um Kothuß A. 1568. 20 Jun. Hagelſteine gefallen, wie Huͤnereier groß. Angelus ſ. 366. A. 1577. 2 nach Corp. Chriſt. fein Hagelſteine ge
fallen als Taubeneier, wodurch das getreide,
hopfen und gartengewaͤchſe zu grunde gerichDer ſtrich iſt uͤber Neuſtat
Eberswalde gegangen.
A. 1583. 19 Jun. iſt über Ruppin ein ſchreklich ungewitter mit Hagel vermiſcht gekauͤlchen groß ge
gangen, der wie Schne weſen. Angel ſ. 394. A. 1589. ſielen am 16 Aug. zu Oderberg Hagelſteine faſt wie Huͤnereier groß und ekFig, die dem wein und baumfruͤchten groſſen ſchaden gethan. Angel. ſ. 405. We A. 1592, am 19 Jun. iſt in der Mittelmark um die gegend Herzfelde, Kagel, Zin
dorf, ſo nach Rüdersdorf gehören, ein hefti
ges Donnerwetter mit ſtarken Hagel entſtanden wodurch abermahls viel ſchaden geſchehen. In naͤhern zeiten iſt A. 1708. zu Kuez, Prenzl. Inſp. 8 tage vor Johannis ein Hagel gefallen wie Taubeneier groß, rund und eklig,
welcher eine viertel elle hoch gelegen. Des
gleichen iſt A. 1712. bei Schlagentin am tag Mar. Heimſuchung ein Hagel gefallen, ſo gröffer als Wallnuſſe geweſen, A. 1717. 2 Jul. bei Padlegar zwiſchen 12 und 1 uhr wie Huͤnereier groß: und am 5 Aug. bei Dranſee wie Huͤnereier groß, der auch 5 tag gelegen, ehe er geſchmolzen. A. 1724. 9 Aug. bei Salzwedel wie Fauͤſte groß, welcher iedoch, weil das getreide ſchon eingeſamlet geweſen, nur dem buchwaizen und federvieh geſchadet. Und bei Polkau, Oſterburg. Inſp. wie Taubeneier groß, wodurch das getreide A. 1729. 23 Jul. hat ein Hagel den Huͤmereiern gleich hei Herzſprung, Frezdorf, Königsberg: und Vehlen in der Prigniz das getreide auf dem felde ganz verderbet, die erhſen aber, welche mit
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