Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
523
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58:3 Dritter Then, Natütgeſchichte der Mark Brandenburg. J ap. 5

dem ſtroh liegen blieben, ſein wieder ausge­ſchlagen, und haben zwar eine ſpate aber reiche ernte gebracht.+ A. 1730. 2 Jun. bei Grüningen, Zieſar. Inſp ein zalkiger Hagel wie Tauheneier groß. A. 1731. 26 Mai bei Ketzlin, Rupp. Inſp. wie Hünereier groß, und iſt ein ſtuͤk abgezeichnet worden, wie dieſe figur zeiget:. ö

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Bei Bellingen hat ein gleichmaͤßiger Ha­

gel in der Altmark alles winterſaat getreide

verderbet; welche iedoch nach 4wochen wieder ausgeſproſſet und den ſchaden auch in etwas, wiewohl in einer ſpaͤten ernte erſetzet. Der­gleichen bewandnüß es auch gehabt mit dem felde bei Plöͤtzin Stiftbrandenb. Inſp. und Friſak, welches 1740. in der Johannis woche mit einem ſtarken. Hagel heimgeſuchet worden: wiewohl dieſes, ob es wohl wieder gebluͤhet, doch nicht zu gehoͤriger reife gekommen, ſon­dern ſchwarz worden, und nur weniges kleine koͤrner gewonnen; weil es theils zu ſpaͤt im

zahr, theils auch an warmer witterung ein

mangel geweſen. Eben wie aus allzu ſpaͤt gelegten Tuberoſen oder andern zwiebelwerk

entweder nichts oder taube knoſpen zum vor­

ſchein kommen; wann fe auch noch ſo ſchoͤn geweſen. Der Hagel oder ſtuͤkken eis, fo her­unter gefallen, ſoll bald die geſtalt eines ſterns, bald eines rades, auges, krebſes ꝛc. gehabt haben, auf einem auch die ziffer 56. geſtanden haben..

RA. 1738. iſt ein Hagelſtrich von Kroſſen auf Reppen gegangen, der Hagelſteine eben­falls wie Hunereier groß geworfen, welche dazu zakkig und eben ſo beſchaffen geweſen wie dieſenige, ſo A. 1739. 22 Jun, bei Ky­ritz gefallen und bei Sternberg, A. 1740. aber bei Potſtam, nach welchen kraͤhen und

ſchwalben haufenweiſe auf dem felde erſchla­

gen gefunden worden: und am 4. Jun. bei Tempelhof wie Huͤnereier. ü A. 1732. iſt im Mai und? vor Pfingſten über die Moͤnchenbergiſche, Zoſſenſche und Landsbergiſche gegend in der Neumark ein hagel wie Tqubeneier und Wallnuͤſſe groß gefallen. A. 1733. 27. bei Hohenftno it.

Buchholz Potſt. Inſp. 6 loht ſchwer

ſteine. 736. 23 Sept. bei Pinno, tm dorf in der Ufermark, wie Hünereier gry­und noch groͤſer, wodurch rebhuͤner, hauſen erſchlagen, kranichen die flügel zerknikte und Leute verwundet worden: welche wir kung auch der Huͤnereier groſſe hagel s. habt, der feinen ſtrich A. 1738, im Sept: über Kruͤſow Angerm. Inſp. genommen un

fußtief gelegen, auch in 3 tagen erſt ber

ſchmolzen. A. 1737. 22 Jul. fielen au Wardiniſche und andere felder Arensw. in unter ſtarkem Hagel ganze ftükßfen eis mit herunter. 0

A. 1741. 19 Aug. war der hagel, welch bei Walmow, Grenze und Schnoſſen nr Ukermark gefallen, wie Haſelnuͤſſe un

Wallnuͤſſe groß, und that ſonderlich an ha

fer nnd gerſte groſſen ſchaden. Anderer ha­gel ſchaden zu geſchweigen, welche hin. wieder auch A. 1726. 26 Mai bei Staatz r729. bei Gardelegen. 731. 26 Mai bei Bellingen, ingleichen A. 1734. bei Errlehen und Bregenſtaͤt gefallen..

Auch iſt noch in friſchen andenken dase nige ſtarke mit entſetzlichen Hagel und Sturn­wind begleitete Gewitter, welches A. 1765, 7 Jul. durch die Altmark, und ferner über Havelberg und Ruppin feinen ſtrich genom­men, und 30 Dorſſchaften gänzlich berder­bet, das getreide auf dem felde, baüme und gewaͤchſe in den gartens vom grunde aus zer richtet, auch vieh, ſo ſich nicht retten Können, getoͤdtet fenſter zerſchlagen und hauͤſer be ſchaͤdiget. Der Hagel iſt wie eine fauſt groß und darunter ſtüͤkken von 3 pfund geweſen. In Havelberg iſt keine ſcheihe in den gegen dem Hagel oder wetter ſtehenden fenſtern gun geblieben. Die groͤſſe des ſchadens iſt daher abzunehmen, daß S. K. M. ſo den dritten theil ſolches ſchadens in den Aemtern tragen,

30660 Rthlr. den Paͤchtern erlaſſen.

Nun möchte man wohl zweifeln, ob 6 moͤglich ſei, daß ſolche groſſe ſtůkke eiß aut der Luft herunter fallen, und doch, ehe fie her­unter fallen, in der Luft ſich halten konnen. Und wann man beim Aimon jV. B. ſ. 2564. lieſet, daß ein ſtuͤk eiß im Hagel zu Kar des Groſſen zeiten 15 fuß lang, 7 fuß brei, 2 fuß dikke herunter gefallen, dergleichet ſtuͤkke auch bei andern Geſchichtſchreibern de zeit nicht ſo gar ſeltſam fein: fo wird man

freilich fo gleich auf die un möglichkeit fallen

auch im zweifel beſtaͤtiget werden, wann man erweget, daß zu unſern und unſerer bor­fahren zeiten, dergleichen ſich nicht zugettg, gen. Jedoch es kommt hier hauptſuhl­