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ſich nach der linken hand und fleußt zwiſchen dem Koͤnigl. Luſtſchloß Monbijon und andern rechter handwaͤrts gelegenen Gaͤrten, und zwiſchen dem neuen Weidendamm oder ſogenannten Chauſsde und an demſelben gelegenen ſchoͤnen wieſen weiter fort.
2. Der ander arm bon obenher gehet nach der linken hand zwiſchen Koͤlln zur rechten und Neu⸗Koͤlln ſamt dem Friedrichswerder zur linken hand innerhalb einer hölzernen wand oder einfaſſung unter verſchiedenen bruͤkken, namentlich der Fiſcher⸗ Leipziger und
anderer hrulken hindurch auf die von ſandſtei
nen erbauete ſchoͤne Schleuſe los. Vor derſelben gehet fie rechter handwaͤrts unter der ſogenannten Jungferbruͤkke und unter den daneben ſtehenden hauͤſern weg, wendet ſich aber gleich wieder zur linken hand, gehet auch unter einem gepflaſterten damm, gewoͤlbe und hauͤſer weg. Auch treibet ſie die Waſſerkunſt, wodurch das waſſer oben auf das Köͤ
nigl. Schloß gebracht, und vermittelſt eins
gemauerter roͤhren durch das ganze Schloß vertheilet wird, und kommt mit dem waſſer aus der Schleuſe gleich wieder zuſammen. Von hier aus iſt ehemals ein arm auf die damahlige an dem ort, wo die nordweſtliche ekke des Königl. Schloſſes lieget, geſtandene Muͤnze lösgegangen, der ſich da, wo die Koͤnigl. Apotheke ſtehet, in die groſſe Spree er: goſſen. Dieſer hat die Muͤnze getrieben, und iſt bei anbauung des Muͤnzthurms einge: gangen. Vor der Schleuſe aber oberwaͤrts iſt nach der linken hand hin ein ſchmahler
Kanal abgeleitet, welcher unter den ſtraſſen
und hauͤſern weg einen weiten umſchweif nimmt, und neben dem Pakhof wieder hervorkommt, und ſich in den Strohm ergieſſet, ſo von der Muͤhle und Schleuſe herkommt, und hier herum einen kleinen ſinum machet, uͤber der Schleuſe aber eine Bruͤlke bat. Gleichwie nun hier der Pakhof und Niederlage angeleget iſt von der ganzen Schiffahrt durch die Spree und Habel, in die Elbe und Oder: alſpr iſt in dieſem nu allezeit eine anſehnliche menge vön dem abund zufahrenden ſchiffen. Von hier nun ge bet dieſer arm fort unter der Hundebrůtke weg, theilet ſich aber bald wiederum in zwei arme, davon der eine vechter handwaͤr ks um den ehemahligen Luſtgarten, nachmahligen Parade⸗ und nunmehrigen Domplaz und den neuen Pakhof, der 1745 angeleget worden, herum und unter einer Zugbruͤlke weggehet; und unter der Pommeranzenbruͤlke in den vorher beſchriebenen won der Langenbruͤlke IV. Theil der Mark. Hiſt.
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herkommenden hauptarm ſich ergieſſet: der ander aber gerade aus durch den wall unter einer hohen ſteinernen, ohen aber mit holz belegten hruͤkke weggehet, das waſſer aus dem
Statgraben bon der linken hand her, wie
deſſen oben iſt gedacht worden, zu ſich nimmt, zwiſchen zweien ſchoͤnen wieſen und einem zur linken hand gelegenen Weidendamm hinfleußt, und dann gerade zu in den von der rechten hand herkommenden Hauptſtrohm durch den damm ſich ergeußt; nachdem am anfang des Weidendamms zur L. hand ein Baͤchlein abgegangen, welches laͤngſt den wieſen, durch und um dieſelbe herumgehet, und ſenſeit des groſſen Weidendammz ſich wiederum mit dem rechten Strohm vereiniget. Wie nun die Spree, nachdem ſie Ber
lin und die ſchoͤne Wieſen und Gaͤrten durch
ſtroͤhmet und zu der auſſerordentlichen annemlichkeit dieſer gegend bei dem Luſtſchloß Monbijou ein groſſes beigetragen, wieder zu ſich ſelbſt kommt, und mit ſich wiederum
eines wird, ſo gehet ſie abendwaͤrts in einem
Strohm laͤngſt dem groſſen Weidendamm fort, und nimmt zur rechten hand die Pankow zu ſich, gehet zwiſchen dem Thiergarten und der ſogenannten Jungfernheide
‚fort, durch eine gegend, welche die durch
das gehuͤſche gepflanzte ſchoͤne Alleen, und . unlangſt 2,. übers aus angenem macht, und gehet auf das Koͤnigl. Luſtſchloß Scharlottenburg los, fleüßt an das Koͤnigliche prächtige Schloß und Luſtgarten, ſpeiſet den wunderſchoͤnen Kar—
penteich, gehet abendwaͤrts fort auf Span
dau los, und faͤllet daſelbſt oberhalb der Stat bei der Feſtung in die Habel. Sie pflegt zwar ebenfalls alle jahr, wie es mit den meiſten Fluͤſen zugeſchehen pfleget, aufzuſchwellen: doch ſelten ſo hoch, daß dadurch ſo gar groſſer ſchade verurſachet wird. Sonderlich hoch iſt fie iedoch gegangen A. 1583. da das waſſer zu Berlin faſt bis ans Rahthaus ges ſtanden: Ang. ſ. 303. welches hei dem das mahls flachen ufer eher möglich geweſen, als ieko, da die Spree hoch eingefaſſet iſt. An. 1732 hat fie einen theil der Köͤpenikſchen Vorſtat unter waſſer geſetzet, faſt 2 Hauͤſer eingeriſſen, Gaͤrten, Wieſen und Felder uͤberſchwemmet, und das Getreide erſauͤfet, welches ſonderlich die gegend bei Koͤpenik betrof: fen. Ingleichen iſt fie A. 1735 im ſommer ausgetreten, hat die gegend bei Markgrafpieske uͤberſchwemmet, und einen ſchlamm gelaſſen, der zur haut geworden, und dem wachsthum des folgenden jahrs hinderlich geweſen. Von dem waſſer der Spree etwas
Ss weniges