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mor Vierter Eheitz albth. Von den glliſſen der Mark Bandenb IV. Kap nz
Frankfurt von langen zeiten her in beſchiffung der Oder ein groffes Recht gehabt, und daher
die rauͤmung der Oder zwar in Schleſien ih
ren nutzen wuͤrde gehabt, weiter aber herunter nichts geholfen haben, weil die Stat niemand einige fernere beſchiffung der Oder geſtatten wollen: als haben gemeldte St ande in Schleſten. 1528 an Churfurſt Joachim L einige Abgeordnete abgeſchilket, und um einen verſuch auf drei jahr die Oder weiter herunter zubeſchiffen, angehalten: zwiſchen welchem auch darauf und König Ferdinanden A. 1529 den a3 April zu Speier ein gewiſſer vergleich wegen eines ſolchen verſuchs bon beſchiffung der Oder drei oder vier jahr abgehandelt, und ſolgends A. 1530 die rauͤmung der Oder von nerem beſchloſſen worden, fo aber gleichfalls, wie zubor, wieder liegen geblieben, nnd nicht zur wuͤrklichkeit gekommen; iedoch nach etlichen und zwanzig jahren 1655 von Churfuͤrſt Joachim Il mit einwilligung der Stat Frankfurt ſo viel zugeſtanden worden, daß in den naͤheſten 13 jahren Boiſalz auf der Oder möchte geſchiffet werden. 6., ,,
VII. Weil aber dennoch beide Potentaten geneigt geweſen die handlung nicht allein vermittelſt beſchiffung der Oder zubefoͤrdern, ſondern auch höher zutreiben, oder wie die worte eines gewiſſen damaligen Receſſes lauten, noch eine groͤſſere erhoͤhung und heſſerung nicht allein Sr. Kaiſerl. Maj. Koͤnigreiche, Furſtenthuͤmer und Landen, ſondern der ganzen Chriſtenheit zuwachſen köͤnte, alſo daß man nach allen vier orten der welt zuſammenſchiffen, handeln und wandeln möchte, wann aus der Oder eine Schiffart durch das Fließ die Schlube, Spree und Havel bis in die Elbe angerichtet, und zu dem ende ein neuer Graben in der Herrſchafft Beſekow zwiſchen der Schluben und Spree gezogen wurde: fo haben ſelbige A. 1556 ihre Nähte, der Kaiſer Ferdinand
Herrn Bohuslaus Felix von Lobkowitz,
damahls Landvogt der Niederlausnitz, Herrn Matheß von Logau auf dem Burglehn zu Jauer und Ranßperg Ritter, Herrn Heinz rich von Hoberg, und Herrn Mathiaß von Lausnitz: und Churfuͤrſt Joachim Il. Herrn Euſtachium von Schlieben, Hauptmann zu Zoſſen und Trebbin, Herrn Chriſtoph von der Straſſen, Prof und Ordin. Juris zu Frankfurt, Herrn Kaſpar Wiederſtaͤt, H: und Burgermeiſter zu Frankfurt, Herrn Thomam Mathieß, Churfurſtl. Naht, und Herrn Anton Geivernitz, Teichmeiſter das
ganzen gegend genau unterſuchen und die
gen laſſen, weiche dann Befunden, daß die
ſache wohl möglich, und zu ſtande zubhri
waͤre. Es haben auch nicht lange Dead A. iSz6 höͤchſtgedachte beide Potentaten ſich zu Frankfurt am Main dieſes werks hal ber perſßnlich unterredet, und den Grahen
ins werk zuſetzen beſchloſſen, auch darauf he,
derſeits nochmahls ihre Nähte nach Frank, furt an der Oder, und von dar nach Mil, roſe geſchikt, namentlich an Kaiſerl ſettC Herrn Matthias von Logau, und Hertn
ſeite Herrn D. Kaſpar 3 hurfuͤrſtl
je iederſtaͤt, Bur. germeiſter zu Frankfurt, und Hieronhmun Reiche, Burgermeiſter zu Berlin, welche namens ihrer hohen Herrſchafften ſich unterm dato Muͤlroſe den 1 Jul. 1558. dahin mit einander verglichen, daß die errichtung die ſes Grabens in zwei theile ſollte getheilet, und von der Spree durch den Wirchner See hit an die brüffe vor Muͤlroſe, von Kaiſerl. Maj auf ihre unkoſten allein verfertiget und bau
ſtaͤndig erhalten werden: hergegen wollten
Churfürſt Jogchim das werk die Schlube herunter hon dem groſſen Muͤlroſerſee aus, his in die Oder fortſetzen, mit Schleuſen und
anderer nohtdurft gehörig verſehen, und Fünf
tig bauſtaͤndig erhalten Da man auch et nes dritten oder der Einwohner grund betreten und durchgraben, oder ſonſten auch nohtwendig dazu gebrauchen muͤſte, ſolte der De nen Leuten dadurch zuwachſende ſchaden durch einen billigmäßigen beitrag and fatisfaction, welche heide comppaſcirende theile aequis partibus zuerlegen, erſetzet werden. 1X. Hiernehen hat ſich Kaiſer Ferdinand auch der Oderraumung bon neuem an genommen, und ein groſſes geld dazu verord
net, daß ſelbige bon ihren hinder, und irrun
gen der verfallenen baume und holzwerk gerauͤmet, und da ſie in mehr Ströͤhme 1 getheilet, dieſelbe zuſammen gefuͤhret werden möchten: hat auch ferner berfüget, daß all diejenige, ſo aus eigenen ſinnen bon alter an dem Oberſtrohm zu verhinderung un
ſchaben gedachter Schiffung, Wehren geſchlt
gen und Mühlen gebauet, aus poder iht gnaden und Kaiſerl. milden mit barem geld ſtllten bergnüget werden, damit die gemelhWehren durchbrochen, und den Schiffen ain freier gang gemachet wurde, auch zu dem en
eine beſondere berordnung unterm dato Pri am lezten Nob. zor gemein machen laſſen/ we
ches ehenfalls c. l. ſ. 4. der laͤnge nach 643
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