Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
1027
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10a Bierter heilhl Abth. Von den gllſſen der Mark Vrandenb. y Kuß. 1h

( Indeſſn hat die auſicht über dieſen Neuen Graben ein hierzubeſtellter Teichhauptmann, wie dann auch der Zollpaͤchter zu Neuhaus, und die am Neuen Graben wohnende Schleuſe. meiſter ebenfalls in ihren gegenden dahin ſe­hen miüſen, daß weder den Schleuſen an ſtei­nen, holz oder eiſen, noch dem Graben durch , des holzes oder anderer materia­lien, oder durch durchtreiben des viehes ſcha­den zugefüget werden möge, zu welchem ende auch niemanden erlaubet iſt, dem Graben mit fuhren oder ziehung benöhtigter zaune über 3 ruhten abſtand ſich zunaͤhern, auch gewiſſe ablagen angefertiget worden, über welche ged. materialien eingeſchiffet werden müͤſſen. Conſt. March. Contin. I. ſ. 373.9 XIV. Das Staͤtlein Muͤlroſe, deſſen bis­hero gedacht worden,(in den alten nachrich­ten Melraſen und Melraze genannt, bon Melu oder Mele mahlen, und Matz ein mahl, quaſi mahle einmahl; oder von Myl­hras, das iſt, hat einen guten damm oder wall, vielleicht wegen des daran liegenden Sees, hat gleich unterſchiedenen andern Naͤrliſchen Staͤten unter den Churfuͤrſten und Markgrafen von Brandenburg aus dem ‚Haufe Anhalt Johanne und Ottone feinen anfang genommen, als welche Herren ihnen inſunderheit angelegen ſein laſſen die Mark in beſſere Cultur zubringen, und mit Staͤten und Einwohnern zubermehren. Und mag

erſtlich ein Dorf geweſen ſein; nachdem aber

Markgraf Johannes Frankfurt erweitert, und Landsberg erbauet, ſo hat ſein Herr Bruder, Markgraf Otto, um eben die zeit dieſem ort gleichfalls Statgerechtigkeit er­theilet, auch nach dem Berliniſchen Rechte zuleben vergoͤnnet, anhei einen gewiſſen Schulzen Scultetum mit namen Wilhelm Haßen, zu beſtellung der Gerichte daſelbſt, derordnet, und ihm mit gewiſſen Hufen, Muͤh­len, Paͤchten, Gerichtsfaͤllen und andern Einkuͤnften berſehen, wobon annoch ein altes Document der Markgrafen Ottonis Longi

und Alberti, des vorigen Ottonis Pi Söhne,

von A. 275. vorhanden, welches in ange­fuͤhrter beſchreibung der Stat Frankf. ſ. 46. der laͤnge nach zuleſen, folgenden inhalts:

ln nomine domini Amen. Quoniam omnium hahere memoriam,& in nullo peccare magis eſt divinitatis, quam huma­nitatis, eo quod divine res permanentes ſint,& in ſuo ſtatu ſiſtunt, humani generis

conditio ſemper in futurum ſ in inſinitum

decurrit, nec eſt quod in ea ſtare posſit perpetuo, niſi firmetur vocihus teſtium, ac teſtimoniolitterarum. Inde eſt, quod nos

Otto& Albertus Dei gratia Marchiones. denburgenf. univerſis preſens(criptüum viſn. ris in perpetuum notum facimus literas per preſentes, quod civitatenm nqſfram Me. rafen nolentes deteriorare nec vetera juta ſua infringere, imo magis& potius ada. gere,& conſervare eam volumus in eo ſure, quo felicig recordarionir pater noßer Ortsquonilam Marchio Brandenb! in prima ipſius fundatione expoſuit& dotavit, ei Jus Berlinenſe donando, in quo eam voln. mus conſervare, nec non dicte civitati Mel: naſcn, idem jus tradimus liberaliter ac do. namus, ut cum Burgenſihus ipſius Civitatiz neceſſe fuerit, Berlin vadant ac ibi jus ſuum aſſerant, quemadmodum actenus conſue­verunt. Jacent autem ad ſepedictam ci. vitatem centum& quatuordecim manſi quo­rum ſragintau quarusr manſi ad agros C ligna ſunt finaliter deputati, Reliqui vero quin. quaginta ſunt ad paſcua numerati. De fe­zaginta quatuor manſis ad agros& ligna ſpẽctantibus quatuor manſi ad ecclefiam pertinent& ad ſcultetum Ciyitatis diclum Wilhehmum Hafe, manſi viginti quatuor fun. dationis nomine ſive ſitus, reliquorum vero manſorum ad agros& ligna deputa­torum quilibet manſus certus nomine fol vet nobis tres ſolidos annuatim. Item in fagnis M'elraſe videlicer Wicegaß el Mehe

civihus dicte civitatis cujuslibet generis

piſcationem. Indulgemus preterquam ma­

joris tetis quod Mewede in vulgati voca­tur. quod noſtro uſui decrevimus reſer van · dum. Preterea civitati ſepe dice forenſe thelonium, quod vulgariter Marketoln nuncupatur liberaliter fit indultum. In­ſuper Scultetus civitatis de jugiciis accenſu arearum tertium denarium haheat incon­vulſe, ac de molendino fit in civitate Mel raſen chorum& dimidium pheodalitet nobis in eodem molendino trihus chat annuatim ſolventibus nichilominus Feier vatis. Ceterum dehis molendinis ſcilicet Slübenmoln, Nyenmolnz& Frienmoln here. tates debebunt coram dicte civitatis juice reſignari. Volentes nichilominus, ut in­bus memorate civitatis in negotiationibus ſuis, quemadmodum aliarum civitatum noſttarum civibus, remaneant omnia int ſalvs. Ur igitur predicta omnia per no? noſtrosque heredes ſen ſucceſſores in pe petuum firma& inviolahilia permanent nec alicui proceſſn temporis quoad pe­miſſa tribuatur materia malignandi. ple ſentem pꝛginam ine& de certa Pa, conſcientia conſcriptam ſigillotum no. m

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