Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
1037
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iſchen Stettin und Berlin zuerlegen. S. 2 Conſt. Contin. Ill. ſ. 168 und 20 3.

Uber die Schleuſen fein gewiſſe Schleuſe­meiſter geſetze, dabon ieder für die ihm ans vertraute Schleuſe ſorge tragen, das waſſer mit gehörigen vorſichtigkeit und menagẽ zu­und abgehen laſſen, und alle woche an die niedergeſetzte Kanalkaſſe einen haupt­bericht geben, auch zuſehen muß, daß weder durch viehtraͤnken, noch durch holz oder ſtein aus. oder einladen dem Graben einiger(has den zugefuͤget werde, und dergleichen dinge drei ruhten von dem ufer abwaͤrts geſchehen, heſage der unterm dato Berlin 22 Jun. 1747 gemeingemachten inſtruction. c. J. ſ. 162. woſelbſt auch ſ. 166. noch eine andere anweiſung zuleſen, welche auf haltung und anwendung des waſſers gerichtet it.) Die Finow nimmt aber auch zu ſich die Schwarze oder Schwaͤrze, lat. Velas(in P Wegeners Rede von Neuſtateberswalde.) Dieſe entſpringet aus unterſchiedenen quellen, und iſt im ſommer kalt, im winter warm; wird gerühmet, daß fie gute Forellen führe: hat vordem eine Papiermühle getrieben, ſo aber in dem groſſen kriege verwuͤſtet worden; imgleichen eine P⸗ulvermuͤhle, ſo auch ein gegangen. Eine halbe meile von Neuſtat kommt ſie auf Spechthauſen, einen ort, der bon dem ehemaligen Hammermeiſter Specht ſeinen namen hat: weil ſelbiger allda in einem walde, da nichts als baum⸗ und ſtrauchwerk zuſehen geweſen, nehſt einer Mühle ein

wohnhauſe, garten und teiche, mit ſcheunen,

ſtaͤlen und andern wohnungen angeleget, auch begriffen geweſen, daſelbſt noch eine Ku­gelmuͤhle anzulegen. Hier lauͤft auch das Tuchenſche Fließ hinein, welches oberhalb Tuchen entſpringet, und das Nonnenfließ genennet wird.. A XIX. Die Oder aber nimmt darauf ihren weg auf das Staͤtlein Oderberg, auch fer­ner auf Stolpe, Schloß und Stat Schwet, alwo fie den bei Bralitz und Hohen Wutzen ausgetretenen und über verſchiedene oͤrter wiederherkommenden arm zu ſich nimmt. (Zwiſchen Liepe und Oderberg ging ehedem ein groſſer Strohm aus der Oder wieder in die Oder, das Wolfsloch genannt. Weil daſſelbe aber den Churfuͤrſtl. Fiſchereien bei

Liepe und Oderberg ſchaͤdlich geweſen: ſo iſt

es im jahr 1678 mit groſſer muͤhe und auf

koſten der Herrſchafft zugemachet worden.

Waͤre der Strohm nicht verbauet worden:

fo würde ſich die ganze Oder mit ihrem fluß

dahinein gezogen, und die Feſtung an der

Neum. ſeite ins bloſſe geſtellet haben. Von IV. Theil der Maͤrk. Hiſt.

ſoz⸗ Bierter hein LAGE: Von den gluſſen der Maik Brandenb. M. Kap. 1038

Schwet gehet ſie auf das Staͤtlein und Schloß Vierraden los, und nimmt daſelbſt abermahls ein waͤſſerlein die Welſe an ſich, welche aus dem gr. Grimnitz entſtehet, bei dem ehemahligen Schloß und Jagthaus Grimnitz, von wannen ſie zwiſchen Anger­münde und Greifenhagen hingehet, woſelbſt fie die bei Steinhoͤfel aus lauter quellen ent ·

ſtehende und mit dem Fließ Roͤchlinfoͤr bei

Greifenberg ſich vereinigende Serniz zu

ſich nimmt, ferner auf verſchiedene Doͤrfer,

endlich aber auf Vieraden losflieſſet. Ob

die Wilzer⸗Wenden hiervon den namen ha­ben, wird anderswo erinnert werden.

XX. Die zur rechten hand ſich von Kuͤ­ſtrin aus in die Oder ergieſſende Fluͤſſe fein 1) die Warte, von welcher bald hernach abs

ſonderlich wird gehandelt werden.) Die Mu­geliz, dabon auſſer dem namen nichts merk­wuͤrdig. 3) Die Miezel, welche aus dem Sol­diniſchen groſſen See ihren anfang nimmt, und dieſen namen bekommt, wenn fie aus dem rade der Mahlmuͤhle bei Soldin herausfaͤllt. Sie gehet darauf uͤber verſchiedene Doͤrfer und etliche Seen auf Kuzdorf, woſelbſt des Hrn. Markgrafen Philip Wilhelms Hoheit, A. 1711 auf S. K. M. Friedrichs J. veran= laſſung eine ſehr wohl geordnete und eintraͤg­liche Pulbermuͤhle angeleget, die aber etliche jahr hernach eingegangen; endlich auf Kle­biz und von dar in die Oder. Sie benennet die Dörfer Darmiezel und Miezelfelde, und wird im uͤbrigen an ihr bemerket, daß ſie ſchlangenweiſe gehe, und mit Gruͤndlingen (und Schmerlen verſehen ſei; zuweilen auch vom regen. und ſchneewaſſer uͤbergehe, und ſchaden thue, wie 17 40 fie nach dem groſſen am 4 Mai gefallenem ſchnee ausgetreten, und das waſſer den Muͤhlendamm bei den(os genannten Dieken zwiſchen Neuendamme und Bernauͤchen eingeriſſen, dabei ſich noch zugetragen, daß ehen ein Poſtillion mit einer Staffette aus Rußland angekommen, der noch uͤber den wankenden Damm zukommen gedenket, mit dem pferde aber in den grund ſchießt, und abgeſetzet wird, iedoch er auf der einen ſeite des Fluſſes, und das pferd mit dem felleiſen auf der andern ſeite gluͤklich wieder herausgekommen. Weil die ſtaffette ganz erweichet, hat man ſie nach Petersburg zu­ruͤkſchikken muͤſen: und alſo iſt die kleine Miezel auch in Rußland bekannt, ſelbigem auch wann die briefe von wichtigkeit gewe­ſen, fatal geworden. Sie nimmt auch) noch zwei kleinere Fluͤßchens an: a das abs ſonderlich ſogenannte Fluͤßchen bei Damm, welches aus etlichen ſpringen hei der kleinen Uun 2 War­