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1041 Vierter Theil, L Abth. Von den Flüſſen der Mark Brandenb. M. Kap. 1042
wendet, dabei auch 50 Zimmerleute gebrauchet, welche aus Brabant, Holland, Schleſien, und anders woher verſchrieben worden. A-1613 hat man bei Lehus wieder mit daͤmmen zuthun gehabt: und weil ſie immer wieder eingegangen, und nicht gehoͤriger fleiß zur ausbeſſerung angewendet worden; ſo hat es allezeit neue arbeit und koſten geſetzet. Endlich haben S. K. M. Friedrich Wilhelm zu bedekkung des urbar gemachten Landes von neuem ſolche Damme, und zwar hiel breiter, als ſie zubor geweſen, nemlich 12 fuß hoch, und oben 12 fuß breit von dero und der angraͤnzenden Intereſſenten, welche aͤkker,wieſen oder triften im Bruche haben, ihren koſten auffuͤhren laſſen; nachdem die Landraͤhte des Lebuſiſchen Kraiſes, der Koͤnigl., am 3 Nobemb. 1716 ergangenen verordnung zufolge einen auſſatz eingeſchikt, von dem was ein iedweder im Bruche beſitzet, und pro rata dazu beizutragen haͤtte. Sie liegen ine ſonderheit zwiſchen Lebus und Zellin, ſo noch unterhalb Kuͤſtrin, dabon der eine zur R. der Oder 3 meilen lang von Frankfurt über Goͤritz hinausgehet, und der Sommerdamm genennet worden, der andere zur L. hon Lebus und Kleßin laͤngſt der Oder hin vor Kuͤſtrin vorbei, uͤber Ortwig 7 meilweges lang
bis nach Wriezen gehet. Welche anſtalten,
damit fie deſto beſſer in acht genommen wer
den mögen, iſt eine Geſellſchafft die aus einem
Teichhauptmann, 2 Teichgrefen, Teichrent
meiſter, einem Krippengrefen, oder Krippenknecht, und drei Dammmeiſtern heſtehet, ges.
ſetzet worden; und muß jährlich 2 mahl, 9 nach
Walpurgis und Michaelis von einem berord
neten Teichhauptmann und andern Teichbedienten und Intereſſenten, als den Beamten hon Quartſchen und Lebus, den bon der Ritterſchafft oder deren Gebollmaͤchtigten, Abgeordneten aus den Staͤten, auch Schulzen und Gerichten aus den hierher gehörigen Dorfſchafften die Teichſchau vorgenommen, und was zu berbeſſerung oder befeſtigung der Teiche gehöͤret, angeboten und hewerkſtelliget wer: den. S. Corp. Conſt. Vol. Il. woſelbſt die A. 1716, 30 Dec, herausgekommene Teichordnung der laͤnge nach zuleſen.
XXIII. Dieſem wollen wir noch etliche exempel von groſſen ergieſſungen der Oder beifügen, und zwar hat die erfahrung bisher überhaupt gelehret, daß die Oder gemeiniglich wann die witterung ordentlich, zweimahl aufſchwellet: einmahl im fruͤhling oder gegen
die faſtenzeit, welches man in dem Bruch
die Winterfluht nennet, und einmahl in den ſommermynaten, welches die Sommer
fluht oder das Johannis- in Frankfurt aber (das Margritenw aſſer heiſſet. Welches dann bon den winden herzurühren ſcheinet: wo anders feine richtigkeit hat, was man insgemein will beobachtet haben, daß, wann im fruͤhſahr viel weſtwinde wehen, dabon ein hohe waſſer entſtehe, weil der ſchnee ſchmelze: wann aber wenig winde, die fluht um Johannis oder Margriten deſto heftiger ſei. Inzwiſchen iſt jene fiſchreich und den wieſen, über welche fie austritt, nuͤtzlich, weil das gras bei zeitigem fall des waſſers deſto beſſer pflegt zuwachſen, mithin auch nicht ſo gut geraͤht, wo dieſe fluht durch damme abgehalten wird. Die Sommerfluht aber pflegt den wieſen und feldfruͤchten oftmahls ſehr nachtheilig zuſein. So hat man auch die gemeine ſage von alters her, daß, wie ſich die Oder in den 12 tagen zwiſchen Weihnachten und H. Drei Koͤnige halte, fie ſich das ganze jahr durch berhalte, alſs daß, wann fie in den tagen voll iſt, man nicht zuzweifeln habe, daß das waſſer das ganze jahr durch werde hoch fein, gleichwie es im gegentheil klein ſei, wann in den tagen die Oder nicht voll geweſen. Viele glauben auch, daß nach der gemeinen ſage, ſiehen naſſe und ſiehen trokkene jahre pflegen abzuwechſeln: welches in ſoweit durch die erfahrung beſtaͤtiget werden will, daß wann ein jahr naß, ſolches etliche jahr, eben wie auch die trokkenheit, anhalte, iedoch eben an die zahl ſieben nicht gehunden: und uͤherlaͤſſet man dieſes billig den Liebhabern der Naturkunde, welche durch ihre aufmerkſamkeit der ſache den beften ausſchlag geben Fön» nen. Ob nun alſs wohl dergleichen aͤherſchwemmungen nichts neues(ein, auch zu unfern zeiten zum oͤftern geſchehen: ſo fein doch etliche derſelben von ſolcher groͤſſe und fo bes truͤbten wuͤrkungen geweſen, daß fie deshalb wohl verdienen heſonders angemerket zuwerRe Nicht zugedenken Dderfenigen übers ſchwemmungen, welche ı 359 nach Rehdor fi Annal. und 1 496, 1 497 ſich zugetragen, Des ren Kramer in feiner Pmmeriſchen Kirchen. hiſt. II. B. ſ. 128. und ſ. 140. gedenket, unſere Geſchichtſchreiber aber nichts dabon melden; ſo iſt A. 1515. Z nach Mar. Geh. da ſonſt auch Elhe, Spree und Habel viel ſchaden gethan, Angel. ſ. 281, die Oder ſ groß geweſen, daß ſie zu Frankfurt zwei joch von der Brůlke abgeriſſen, und hinweg gefuͤh, ret. Jobſt ſ. 17. A. 1551 um Lätare in der Zaſten iſt fie zu Frankfurt eine halbe elle hoch auf der Niederlage vor dem Sellhauſe geſtanden, und hat gleichfalls ein joch von der Bruͤrke daſelbſt weggenommen. Die Unn 3 gerͤſſe