Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
1047
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coc, Bieter Eheit, ahh: Ven den glüſſender Mart Btamerk. w Rap. 104g

Glaucherwalde unter einer Eiche gehalten

worden, welchem zum andenken der damah­

lige Prediger, Hr. P. Bartſch an dieſer Eiche folgendes denkmahl anfügen laſſen: Gen. XXlIIx.. Wie heilig iſt dieſe ſtaͤteꝰ Hier iſt nichts anders dann GOtteshaus, und hier iſt die pforte des himmels. Leſer behte, und liebe Ott. IE ſus lebt und herrſcht. Welches dann ſeinem einhalt nach recht gut und Chriſtlich iſt: die bezie­hung auf gegenwärtige umſtaͤnde aber dem Leſer ſchuldig bleibet; wiewohl bei derglei­chen verlegenheiten ſich nicht auf viel ſinn­reiche erſindungen gedenken laͤſeett.

Von hier ging die durch den Bober und Neuſſe ſich ſtaunende fluht auf Kroſſen, da

es bis 19 Jul. ſo hoch geſtiegen, daß man

in den niedrigen ſtraſſen mit Breßlauer ahne gefahren, anderswo mit andern kaͤhnen durch

die thore, an die fenſter und daͤchet, und über die zaune wegfahren muͤſſen, auf dem Damm und im Siehdichfuͤr in unterſchied lichen Bůr­gerhauͤſern die feuermauern und ſeitenwaͤnde eingefallen, auf der Fiſcherei auch ein gan­zes haus eingeſtuͤrzet. Wannenhero wegen 14 taͤgigen mangels der zufuhre ein mangel

der lebensmittel entſtanden, weil ſich kein

Schiffer getrauet auszufahren, und von Kuͤ­ſtrin einigen vorraht zu holen, woſelbſt 22 wſp. mehl ſchon fertig ſtunden. Weil die Reiſende durch das gewaͤſſer abgeſchnitten wurden, hat E. E. Magiſtrat 2 Fahren ges bauet, und an jedem ufer eine gehaiten, wel­che aber anderthalb ſtunden uͤber dieſe fahrt zubringen muͤſſen. Aus dem E. E. Magi­ſtrat zuſtaͤndigen Oderwald wurden etliche hundert klafter holz weggetrieben, und bei Neubruͤk wurde die Vorſtat faſt gaͤnzlich ein geſtuͤrzet..

Bei Frankfurt hat das waſſer an zweien orten faſt zu gleicher zeit durchgebrochen; einmahl bei der Kuhburg und NRohtem Vor­werk am 13 Jul. da ein ſtuk Damm von 40 Ruhten weg, der Bruch aber 4 bis 6 fuß in den grund geriſſen, auch die Bruͤkke wegge­trieben worden, deren bequemlichkeit zu ers ſetzen E. E. Magiſtrat wegen der zur meßzeit ankommenden Fremden 2 Kahnfaͤhren ver fertigen laſſen. Der ander Bruch iſt in der nacht vom 13 bis 14 Jul. unterhalb Frank­furt in dem ſogenannten Kornbuſch geſche­hen, und iſt 60 bis 75 ruhten lang, und 8 bis 10 fuß tief geweſen. Man iſt auch, weil die eisboͤkke ſich angefangen zuregen, wegen der groſſen Oderbrüffe in ſorgen geweſen, welche iedoch durch gute anſtalten, ſonderlich durch beſchwerung mit groſſen ſteinen noch

befeſtiget und erhalten worden. In;zwiſe

waren doch die wege zwiſchen nei Frankfurt unbrauchbar, und weil die Meſe eben eintrat; ſo mußten die aus Danzig, Stolpe, Kolberg zr, herkommende Meßgiſt der von der Hochlöͤbl. Neumark. Krie gz und Domainenkammer auf Koͤnigl, befehl ge.

meingemachten verordnung gemäß ihren weg

über Landsberg a. der Warte durchs Stern, bergiſche nemen. Hiernaͤhſt fein die Lebuſiſche Damme

oberhalb Lebus ſehr angeriſſen und ſchadhaft

worden, dergleichen ſchikſal auch der gegen Lebus über liegende Sommerdamm gehabt, Der zwiſchen Karzigerfrei und Herrenfrei gelegene Damm aber iſt an 2 orten einmahl an die 9 bis 10 ruhten lang und az fuß tief, der ander 14 bis 15 ruhten lang und faſt­fuß tief eingeriſſen worden.

Die dieſen folgende Gdritiſche Sommer daͤmme haben gleicherweiſe 2 groſſe Hauyt­bruche erlitten, einen an der Oertſcherſchen graͤnze oberhalb Göritz; den andern untere halb Goͤritz bei Golitz, welcher iedoch kein waſſer gefuͤhret: wozu nicht wenig beigetras gen, daß die Warte, welche bei Kuͤſtrin in di Oder fallt, zu gleicher zeit, und ſchon vom m angefangen zu wachſen, bis 15 beſtandig zu­genommen, bon dar bis 2,5 geſtanden, bis zo aber ganz ſparſam gefallen, woher es dann gekommen, daß das waſſer oherwaͤrtz(ich ge­ſtaunet, und die Brüche befördert, durch(el bige auch bis an Golitz, Saͤpzig und Tſcher now gedrungen, welches ſonſt noch niemahls geſchehen, und die hergebrachte ſage ſcheinet zu beſtaͤtigen, daß, wenn Warte und Oder,; die ſelten zu gleicher zeit auſſchwellen polen, dennoch zugleich wuͤchſen, die fluht auſeror­dentlich groß werde..

Von mehr betraͤchtlichkeit aber fein die, jen ge Durchbruche, welche bei Küſtt n und weiter unterwaͤrtz ſich eranget. In der ge gend Kůſtrin iſt der diſſeitige Damm an dreien orten zerriſſen worden; dabon der erſte DM cben am© Frin. oder 15 Jul. hei der Krön mühle geſchahe, und 46 N. lang und

z fuß tief geweſen: Der ander nicht weit gn von, war 38 R. lang und 28 bis zo ſuß. und der dritte 70 R. lang und 24 bis 2818 A tief, durch weiche nngemein gröſſ riſt DE daſtge gegend ziemlich berwüuſtet, die he mihie auch ginz ich zerftöret und thiht w der aufgerichtet worben. Weiter hin hahe dem Konigl. Amts dorf Neuendorf geſt n am 17 Jul. früh morgens um 4 uhr nul klaͤglichem geſchrei der inwohner z Otii e ein riß, welcher So bis v9 ruhten bom.

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