Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
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209
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209 Fünfter Theil, 1 Buch, IL Kap. Von der Stat Stendal. A210

file» quarum prima eſt, ſi aliquis male­factor excederit in aliqua noſtrarum civi­tatum prenominatarum, videlicet per furtum, ſpolium, latrocinium, aut per incendium, vel capiendo aliquem de civi­bus prenominatarum civitatum, ut extor­queat ex eo alicujus pecunie quantitatem, hic debet proſcribi juris ordine raciona­biliter ac rite obſervato. Poſtea talis ex­ceſſus aliis civitatenſibus debet literaliter notificari,& ſic erit proſeriptus apud omnes noſtros civitatenſes,& in quacun­

que tunc civitate noſtrarum prenominata­

rum Civitatum deprehenderetur, ibidem debet ad mortem condemnari, ſecundum quod ejus exceſſus poſtulat& requirit, ne civitatenſes illi, in quorum civitate male­ficium peregit, laboribus fatigentur& ex­penſis. Secunda eſt. Si aliquis, quicun­que eciam eſſet, veniret in aliquam noſtra­rum prenominatarum civitatum, vel fu­

geret in ipſam cum rehus ſuis& bonis

racione ſecuritatis, hic debet ibidem eſſe ſecurus rebus& corpore quamdiu in ipſa perſeverat,& ſalvus. Tercia eſt: ſi ali. quis princeps vel potens dominus eſſet, qui aliquam noſtrarum predictarum civi­tatum violenter invadere vellet, tunc alii civitatenſes debent municionibus eorum intercedere ad jpſum Dominum,& peti­cionibus pro tali civitate, ut deſiſteret; quod fi facere non curaret, tunc nulla conſolacio neceſſariorum ex aliis Civjta­tibus prenominatis ſibi deberet minĩſtrari. Hec omnia huc usque inter nos mutuo ſervavimus,& adhue volumus obſervare, volentes eciam predicla vobiscum,& cum civitatenſibus vobis coadherentibas firmi­ter obſervare, dummodo ipſa nobis cum ſetvaveritis vice verſa,& ſiteras veſtras apertas confectas nobis remiſeritis, ſuper cauſis ſepedictis. In cujus rei teſtimo­nium noſtra ſigilla preſentibus ſunt appen­Actum& datum Berlin anno Bomi­ni 1323. in die beati Ihome Apoſtoli. Woraus dann erhellet, daß, was da­mahls Teutſchland gleichſam zur moͤrder­grube machte, rauben, plündern, mord­btenneret, unvermuhteter üuͤberfall ze. auch in der Altmark im ſchwange gegangenund die Staͤte ſchon borher aus der verfaſſung des landes, die Markgr. Eudwigs und Herz. Ottens vereinigung mit ſich brachte, ſich nicht viel gutes prophezeiet haben, Daß es auch um die Gerichte nicht chen zum beſten

ung, wel­

ausgeſehen, erhellet aus der eini V. Theil der Maͤrk. if, 9

che A. 1334. zwiſchen den Staͤten Sten­dal und Tangermuͤnde errichtet worden, dabin lautende. Dat w wellen de alde Ennunghe helden, als ſe is bebrevet. Dat me Jowellen Manne helpe, dat hi bj rechte bliue. dat me ride un kome to der tiden dedinghe daghen de we beſchei­den un Malen. Oſte Sic Jenneghe lude under us tweyden oder Sceleden, dat me de untſcheyde yn Bründe un dat ere Schedinghe ghehalden werde, des ſo wille we keſen und fetten. twen Rat man under uns, de ſcolen riden muten de ſe dar to ſetten, wanne enig not is deſer

dinghe, de hir un in de alden briuhe ſint beſcreuen. Vort mer worde enig Man dar to beſcheyden un ghekoren, dat he ſprecke dies Landes oder der Stede wort, wat me ene heyte ſpreken. Worde den ennich Man darumme vordenken oder

vorunrahten, den ſcole we vordedinghen

behulpen ſin alle ſines Rechtes. Sten­dal 1334. 4. 5. Dionifü. ( Man ſpricht hier von alten vertraͤgen und einigungen, die man wolle halten; man will ieden zu ſeinem recht verhelfen; man will dedings oder gerichtstage halten, ſtreitigkei­ten beilegen, zwei Rahtsherren ſetzen, die hier zu behuͤlflich fein ſollen; ingleichen von einem, der für das Land und für die Staͤte ſpreche: woraus ſich dann berſchiedenes her­leiten laͤſet, welches an ſeinem ort dien ſam ſein wird.. 1 XIX. Es iſt auch A. 1343. zwiſchen Markgraf Ludwigen, und Herzog Otten zu Braunſchweig eine mishelligkeit entſtan­den, die zu einem kriege ausſchlagen wollen, dergeſtalt, daß beide theile allſchon einander mit raub und brand nicht wenig ſchaden ge­than haben. Und zwar beklagte ſich der Herzog bei dem Lande und Staͤten, daß ihm Markgraf Eudwig kein recht wiederfah­ren laſſen wollte, dieſer aber ließ ſie durch ſeinen Miniſter Johann bon Bok verſichern, daß er dem Herzoge zu rechte verhelfen woll­te, welchem aber der Herzog nicht trauen wollen: kamen alſo beide Jurſten zuſammen und verſprach Markgraf Ludwig, daß er dem Herzog recht wiederfahren laſſen, und deßhalb verſicherung ſtellen wollte Wolde eme dat Vorpenden und Vorwiſſen. Der Herzog hingegen erhoht(ich auch dem Mark; grafen Juſtitz zu beweiſen, aber Ver­ſicherung wollte er nicht ſtellen: wolde aver des nicht Vorpanden noch vorwiſſen ſe ne 636 des hespraken van Rechte. Wo

mit