Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
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197
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197 Fünfter Theil, Il. Buch. V. Kap. Von der Stat Havelberg. 1989

/ Havelberg beſtellet: nachmahls aber 1682 nach Berlin zum Diaconat bei S. Niklas Kirche berufen.

9. Franz Kaͤmmerich, erſt Rector al­hier, hernach Paſtor zu Jerichow, ferner Paſtor und Inſpector zu Apenburg, 1682 den Johannistag als Paſtor und Inſpector eingewieſen, aber noch in demſelben jahre den 27 Nov. geſtorben, und den 3 Dec. bes graben worden.

10. M. Johann Kaspar Lehmann, von Groß Kynitz in der Mittelmark buͤrtig, ge­bohren A. 1656, 19 Dec. und A. 1683, 25 Mai von der uniberſitaͤt Leipzig zum Paſtorat und luſpectorat anher berufen, und den 1© nach Trinitatis eingewieſen. Er iſt A. 1733 auf der ſtraſſe, da er in amtsgeſchaͤften be: griffen, im 78 jahr ſeines alters, im 51 ſeines amts, und im 48 ſeiner ehe von einem

ſchlagflus uͤberfallen worden, und ſogleich

verſtorhen. Ihm iſt gefolget der bisherige Diaconus

Hr. George Kaſpar Franke, welcher 1689, 8 Jun. zu Muͤlheim im Herzogthum Bergen gebohren, die erſte gründe zu Tor,

gau und Merſeburg in den Schulen geleget,

und ſeine ſtudia academica zu Halle 5 jahr lang getrieben, darauf 3 jahr in Berlin Adeli­che jugend unterwieſen, hon wannen er dann als Diaconus hierher berufen und 1713, 10 nach Ttinit. eingewieſen, 1729 dem In­ſpectori und Paſtori zur ſeite, und 1733 ſelbſt an deſſen ſtelle geſetzet worden. Er ſtarb 1752, 30 April. Ihm folgte der bis: berige Diaconus

Hr. Johann Daniel Simon, welcher noch in eben dem jahr berufen und 1753 Dom. Jubilate von dem Dom lnſpectore Hrn. Dennemann eingewieſen werden, und dieſes amt unter Goͤttl. ſegen annoch ver­waltet.),

Diaconi fein geweſen: Joachim Moͤl­ler, ſo das Concordienbuch mit unterſchrie­ben. Peter Vichrius, nachmahls Infpec­tor zu Kyritz. Niklas Holzhauſen. Jo­hann Damman von Witſtok A. 1587. Franz Maaß, berufen A. 1611 in der peſt­zeit, hat nachmahls 9 jar an dem ſchlag krank gelegen, und iſt geſtorben A. 1621.

Hieron. Helwig von Wilsnak, berufen

A. 16389, geſt. 1659, Joach. Holterstorf be:

rufen Anno 1660 geſt. 1689. 3 April. Ni­

klas Heiſinger, angetreten A. 1690, 17 Apr.

geſt. 1696, 14 Jul. Chriſtian Branden­

burg, angetreten A. 1697, Dom. n poſt

Trinit. geſt. A. 1709, 11 Apr. Hr. Achaz V. Theil der Maͤrk. Diff

Matthias Dieterich, von dem Conrecto. rat in Ruppin hierher berufen und eingewie­fen 1710© keminiſc. der aber 1714 nach Berlin als Diaconus bei S. Marien beru­fen worden, und wird deſſen ferner gedacht werden.;

Hr. Karl Gottlieb Schlitte, eingewie­fen 1734, 9 0 Trinit. iſt aber dem Inſpec­tori in Wuſterhauſen zur ſeite geſetzet, auch daſelbſt lInſpector, und an feine ſtelle Hr. Jos hann Daniel Simon, aus Stettin 1738 Dom. Judica eingefuͤhret worden. Der ietzige iſt Hr. Joachim Chriſtian Holm, aus Wuſterhauſen an der Doſſe, wurde 1748 hieſelbſt Conrector, und 1753 von E. H. Magiſtrat zum Diaconat berufen und Dom. 1Trinit. eingewieſen.

Unter den Rectorihus hats geſchikte maͤn­ner gegeben, welche alleſamt bis auf etliche wenige anderswohin zu Predigerſtellen un­ter andern Joachim Rinow zum Archidia­conat nach Perlberg, Johann Branden­burg zum Diaconat, bald auch Paſtorat nach Sandau, Franz Kaͤmmerich, aus Wer­ben, zum Paſtorat nach Jerichow, endlich zum Inſpectorat nach Apenburg, Lukas Haſſe, aus Perlberg, zum Archidiaconat nach Ratenow, Erdmann Schroͤder, 1664 zum Paſtorat am Dom, Valentin Gott­fried Helwig, zum Paſtorat und Inſpecto­rat nach Werben, M. Samuel Dieterich, aus Templin, zum Paſtorat nach Auloſen, von dar zum Inſpectorat nach Neu Ruppin, Hieron. Ungnade, aus Seehauſen, zum Diaconat nach Frankfurt an der Oder beru­fen worden. Niklas Rudow, iſt auch Rahtsherr, Joachim Kurdes, Amtmann beim Herzog Franz bon Lauenburg, Joa­chim Kahlebow, Burgermeiſter in Kyritz, Joachim Knakruͤgge aus Wuſterhauſen, Burgermeiſter zu Beskow geworden. Nicht weniger fein. von den Conrectoribus und Cantorihus die meiſte anderswohin befürs dert worden..

V. Das Rahthaus iſt ein groſſes anſehn­liches gebauͤde, das im anfange gegenwaͤr­tigen jahrhunderts erbauet und mit einem ſchiklichen thurm gezieret worden. Hat zwey ſtokwerk, in welchen die audienz mit ſau­bern gipsfiguren in erhabener arbeit, ſonder­lich an der dekke ausgezieret iſt und ein ſchoͤ­nes anſehen hat. Unten im ſouterrain iſt der Rahtskeller mit ſeinen wohnungen.

Das alte aus lauter ſteinen aufgefuͤhrte Rahthaus wurde im groſſen krieg mit allen urkunden und nachrichten eingeaͤſchert, Da»

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