269 Fünfter Theil, II. Buch. Vll. Kap. Von der Stat Witſtok. 270
8 iſt kurz zubor V.§. gehandelt woren.|
S. Annen Hoſpital lieget auf dem ſo genannten Werder nahe an dem arm der Doſſe, ſo durch die Stat gehet. Die einFünfte dabon aber werden in der gemeinen Kirchenrechnung berechnet, und die ſaͤmtliche arme beſinden ſich beim H. Geiſt, woſelbſt auch guter raum für fie iſt. Und weil die ChurfuͤrſtJ. viſitation im abſchied vom 1 Nob. 1600 verordnet, daß in den Hoſpital hauͤſern der Katechismus und andere unterweiſungen wöchentlich ſolten gehalten werden, ſo hat man auch den 5 Okt. in dem auch bon der H. Annen ſo genannten Kapellichen alle montage um 7 uhr die unterweiſung des Neuen Teſtaments angefangen, und daneben alle quartel um ſchwacher und unbermoͤgender leute willen die Communion anfaͤnglich den 12 Okt. gehalten, und damit auch dieſes gebauͤde wieder zum Gottesdienſt ein: geweihet. Iſt aber ſonſten ſehr klein, nur von holz und unlaͤngſt wieder unterſchwellet worden, der Gottesdienſt aber iſt nachhero wieder eingegangen: nachdem der ort gar zu ſumpfig, und wie gedacht, unfern einem muͤhlenſtrom aus der Doſſe gelegen iſt, und bei Herbſt und fruͤhlingszeit, oftmahls 13 fus hoch unter waſſer ſtehet. Von den alten Buͤrgern wird erzehlet, daß der vorgemeldete Diaconus Doͤbler, als welcher einige Hauͤſerchen unweit dabon ſtehen gehabt, als ein nachbar vor etwa 40 jahren einige Predigten darin gehalten, nach den umſtaͤnden ſeiner uͤbrigen Amtsarbeit aber nicht damit fortgefahren haͤtte.
Es iſt auch noch eine Kapelle zu S. Gertrauten nebſt einem Siechenhauſe vor dem Roͤbelſchen thore A. 1466 von Hermann, Biſchofs Wedigonis Suffraganeo angeleget, und mit gewiſſen einkuͤnften berſehen worden.
Ingleichen S. Georgen Kapelle, vor dem Kyritzer thore, ſein aber beide bei den groſſen kriegsunruhen eingegangen, und die einkůnfte zu der Haupt und Pfarrkirche geſchlagen. Soll ſonſt unter dem Biſchof Urs nold etwa 1298 geſtiftet ſein. Hier iſt auch ein Kirchhof angeleget, dergleichen einer
auch noch vor dem Kyritzer thor vorhan
d
Marktſtraſſe am Schranke auf Viſchofs Wedigo veranlaſſung A. 1484 zur Poenitenz erbauete kleine Kapelle, deren ſ. 256 gedacht worden, iſt zwar noch vorhanden.
Es heſindet ſich aber ietzt die Kirchen re
en. on| Die nahe bei der Pfarrkirche an der
giſtratur darin, und wird die Kirchenrechnung darin ſaͤhrlich abgenommen. Vor einiger zeit iſt ſie wieder ausgebeſſert worden. Nebſt welchem allen zugleich des Schulwerks und des in der groſſen Statſchule zu gedenken, als derer gebauͤde. 1691 errichtet worden, beſage Chronodiſtichi: DlsCe bonas Llng Vas oro MoneoqVe HVVVent Vs, fa Xlt beata trlnltas. Und wird dieſelbe von vier Schulherren, einem Rectore, Conrectore, Cantore und Subrectore, ſo zugleich die orgel ſpielet, verſehen, zu derer erhaltung auch ein bermaͤchtnuͤs von zoo rthl. angewand, ſo eine Adel. Ir. Eva von Quitzow, Steffen von Rohrs, nachgelaſſene witwe geſtiftet, und die jaͤhrliche einkommen davon unter die drei, dem Rectore, Conrectore und Cantore gleich (getheilet wird. Da auch vor zeiten in einem auditorio 5 klaſſen, dieſe aber ſich ein ander hinderlich geweſen: ſo iſt in einer 1677 angeſtelten commiſſion gut befunden worden, ein nahe daran ſtoſſendes haus zukaufen, und noch ein paar ſtuben zur unterweiſung anzurichten: welches auch geſchehen, und die neue Schule iſt 1691 eingeweihet worden. Es hat aber dieſe Schule das ungluͤk gehabt, daß fie A. 1716 in dem groſſen brand mit in die aſche geleget worden; da die alte
Schule, ſo darneben geſtanden, unbeſchaͤ
diget geblieben. Jene iſt aber wieder aufgebauet, und 1719 vollendet, 1722 aber eingeweihet worden, nachdem man inzwiſchen in der Kirche und Kapelle lehrſtuben 3 und die jugend darin unterwieſen atte.
Auſſer welchen auch noch eine Jungfer Schule, ſo in der viſitation bon A. 1600 mit fundiret iſt, und eine Schreib⸗ und Rechenſchule alhier befindlich, derer iene bon einer exemplariſchen frau, dieſe von eis nem Stuhlſchreiber verwaltet wird. Die Schreib⸗ und Rechenſchule aber iſt laͤngſt wie: der eingegangen; und weis man ietzs auch nichts mehr von einem Stuhlſchreiber.
IX. Dem Civilen zuſtande dieſer Stat nach iſt dieſelbe bald nach ihrer erbauung von Biſchof Heinrich 1 Biſchof Wilhelms ihres anfaͤngers nachfolger mit gewiſſen ordnungen verſehen, und abſonderlich an das Stendaliſche recht verwieſen worden. Der auch dem Magiſtrat den dritten pfenning aus den Innungen uͤberlaſſen, alles vermoͤge urkunde von A. 1248 deſſen völlige worte alſo lauten:
Hen
. DEN WE% 4 9 WED 9 r nryrr p, mmm em /n,