Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 43, Blatt 6 [Neue Nr. 3039] (1895) Demertin : geologische Karte / geognostisch und agronomisch bearb. durch H. Gruner 1890/91
Entstehung
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82 Geognostisches.

Die auf dem vorliegenden Blatte vertretenen Alluvionen er­füllen die Rinnen oder Einsenkungen der Hochfläche und um­fassen Flusssand, Moorerde, Moormergel, Torf, Wiesen­kajlk, Raseneisenstein, Schlick, Abrutsch- und Ab­schlemm-Massen, Aufgetragenes Land, Grubenhalden und fallen, des weissen Grundtons auf der Karte wegen, leicht in die Augen. Die Entstehung des Flugsandes auf dem Unteren Sande der Hochfläche kann unter Umständen bis in die Inter­glacialzeit oder bis in den Schluss der letzten Vereisung zurück­reichen und hätte daher zum Theil schon früher weil auf der Grenze zwischen Alluvium und Diluvium stehend Erwähnung finden müssen, was jedoch, um doppelte Besprechung zu ver­meiden, unterblieb.

Flusssand mit den geognostischen Buchstaben as und

braunen Punkten auf weissem Grundton nimmt in der Haupt­sache das Liegende sämmtlicher auf dem Blatte verbreiteter Moor­erde- und Torfablagerungen ein, tritt jedoch auch in kleineren inselförmigen Parthieen aus dem mit Humus- Ablagerungen erfüllten

Rinnen hervor(wie z. B. am Grenzgraben, 0,75 Kilometer süd­westlich von der Jägelitz in der nordöstlichen Ecke des Blattes, bei den Abbauen zu Barentin 1,6 Kilometer südwestlich von Ber­litt, 1,1 Kilometer südwestlich von Demertin u. a.) oder begleitet die Thalsandflächen und vermittelt den Uebergang zur Moorerde (wie z. B. westlich vom See-Berg am Granzower See, am Plateau­rande nahe der zum Gute am KEichholz- Berg gehörigen Ziegelei. Es ist ein theils fein-, theils grobkörniger, blendend weisser daher ausgewaschener, bei nasser Lage bläulichgrauer, in Folge Eisengehaltes rothbraun, bei Humusbeimengung grau bis schwarz gefärbter, kalk- und geschiebefreier Sand.

Torf(at) an kurzer, doppelter Strichelung im weissen Felde kenntlich besteht aus einem Gemenge von schwarz­braunem Humus(torfigem Humus, saurem Humus) mit ineinander verfilzten oder lagenweise aufeinander gepressten, in den verschie­densten Stadien der Zersetzung(Vertorfung) begriffenen Wurzel­stengel- und Blattresten, welche vorherrschend Sumpfgräsern an­gehören. Er bildet sich an Orten, an welchen Wasser stagnirt