Heft 
(2005) 5
Seite
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§ 18 Ziele

( 1) Der akademische Grad ,, Bachelor of Arts" im Lehramtsstudium Geschichte stellt einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss dar. Durch diesen Abschluss wird festgestellt, dass der Kandidat we­sentliche Zusammenhänge des Faches Geschichte überblickt, über die Fähigkeit verfügt, grundlegen­de Methoden und Erkenntnisse der Geschichtswis­senschaft auf berufsfeldbezogene Sachverhalte und Probleme anzuwenden und eine didaktische Eig­nung sowie Verfügbarkeit fachdidaktischer Kennt­nisse besitzt. Der Bachelorabschluss qualifiziert nicht für ein Lehramt.

( 2) Das Bachelorstudium im Fach Geschichte schließt sowohl polyvalente als auch professionsbe­zogene Aspekte für das Lehramt ein. Sie werden durch ein breites Kursangebot zu den verschiedenen Epochen der Geschichte, fachdidaktische Lehrver­anstaltungen zur Vorbereitung auf die Schulpraxis und das berufsfeldbezogene Praktikum realisiert.

( 3) Im Erweiterungsstudium wird eine Lehrbefähi­gung für Geschichte erworben, wenn dieses Fach nicht Gegenstand eines Bachelorstudiums oder eines zurückliegenden Lehramtsstudiums ist bzw. war. Eine Veränderung des Lehramts, das in zwei anderen Fächern erworben wurde, erfolgt durch das Erweiterungsstudium nicht. Das Erweiterungsstudi­um kann studienbegleitend oder bei Vorliegen eines Abschlusses für zwei Fächer absolviert werden.

§ 19 Umfang und Gliederung des Bachelorstu­

diums

( 1) Das Bachelorstudium umfasst sechs Semester und gliedert sich in das Grundstudium( 1.- 4. Se­mester) und den Ergänzungsteil( 5.- 6. Semester).

( 2) Im Grundstudium sind das Basismodul ,, Propä­deutikum" sowie die Basismodule ,, Entwicklungs­linien der Geschichte I" und, Entwicklungslinien der Geschichte II" zu studieren. Die vier propädeu­tischen Lehrveranstaltungen sind für alle Studien­gänge obligatorisch. Im Rahmen der Basismodule ,, Entwicklungslinien der Geschichte I und, Ent­wicklungslinien der Geschichte II" sind beim Lehr­amt an Gymnasien( 1. Fach) vier Lehrveranstaltun­gen zu belegen. Beim Lehramt an Gymnasien( 2. Fach) und beim Lehramt für die Sekundarstufe I und die Primarstufe sind drei Lehrveranstaltungen zu absolvieren. Zum Pflichtprogramm gehören zudem die Basismodule ,, Alte Welt" sowie, Staat und Gesellschaft in der Moderne". Ebenfalls obli­gatorisch ist das Basismodul ,, Fachdidaktik.

( 3) Der Ergänzungsteil setzt sich für alle Studien­gänge verbindlich aus den Ergänzungsmodulen ,, Alte Welt" sowie ,, Staat und Gesellschaft in der Moderne" zusammen. Studierende des Lehramts an

Gymnasien( 1. Fach) belegen zudem den fachdi­daktischen Kompetenzkurs II.

( 4) Darüber hinaus umfasst das Bachelorstudium für alle Studiengänge ein sechs- bis achtwöchiges berufsfeldbezogenes Praktikum, das bis zum Ende des Bachelorstudiums nachgewiesen werden muss.

§ 20 Inhaltliche Strukturierung des Bache­lorstudiums

( 1) Basismodule( BM) im Bachelorstudium

Das Basismodul ,, Propädeutikum"( BM- P) dient der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen im methodischen Bereich. Es umfasst den Propädeuti­schen Einführungskurs( PEK) Einführung in die Geschichtswissenschaft" sowie drei Propädeutische Übungen() zum Bereich, Alte Welt", Kultur und Geschichte in der Region" sowie ,, Staat und Gesellschaft in der Moderne" und ist innerhalb des Grundstudiums zu absolvieren. Das Modul führt in Theorien und Methoden der Geschichtswissen­schaft ein und soll grundlegende Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens sowie Handlungswis­sen zu ausgewählten Hilfswissenschaften vermit­teln. Die verschiedenen konzeptionellen Zugänge zur Geschichtswissenschaft werden sowohl allge­mein als auch epochenspezifisch vorgestellt. In den Kursen sind jeweils mehrere mündliche und schrift­liche Leistungsnachweise zu erbringen.

Die Basismodule ,, Entwicklungslinien der Ge­schichte I und II"( BM- EL I und II) dienen der Vermittlung grundlegender historischer Sachkom­petenz und sind nach Möglichkeit in chronologi­scher Abfolge innerhalb des Grundstudiums zu studieren. Sie setzen sich aus jeweils einer zwei­stündigen Vorlesung, einschließlich Kolloquium, in Verbindung mit einem zweistündigen Grundkurs zu den Epochen Alte Geschichte, Mittelalter, Frühe Neuzeit( 16. 18. Jahrhundert) und Moderne Ge­schichte zusammen und bieten damit historische Längsschnitte von der Antike bis zur Gegenwart. Dabei wird in den Vorlesungen und Kolloquien in erster Linie historisches Sachwissen vermittelt, das in den Grundkursen an Hand ausgewählter Themen inhaltlich und methodisch vertiefend behandelt wird. Die Grundkurse werden mit einer Klausur abgeschlossen, die auch den Inhalt der Vorlesung einbezieht.

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Das Basismodul Alte Welt"( BM- AW) besteht aus einer zweistündigen Vorlesung mit Kolloquium und einem zweistündigen Proseminar zu ausge­wählten Themen der Geschichte von der Antike bis zur Frühen Neuzeit. Die Anordnung des Moduls innerhalb des Grundstudiums bleibt den Studieren­den überlassen. Als Leistungsnachweise sind min­destens die regelmäßige Anwesenheit in der Vorle­

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