Heft 
(1996) 5
Seite
64
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Vorprüfung abschließt, und das Hauptstudium von sechs Semestern, das die Zeit für die Absolvierung der Di­plomprüfung mit einschließt. Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung verleiht die Universität Potsdam durch die Mathematisch- Naturwissenschaftliche Fakultät den akademischen Grad Diplomphysiker( abgekürzt: Dipl. Phys.).

( 2) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester und umfaßt Lehrveranstaltungen des Pflicht- und Wahl­pflichtbereiches sowie Lehrveranstaltungen nach freier Wahl der Studierenden mit einem Umfang von 16 Seme­sterwochenstunden. Der zeitliche Gesamtumfang der für den erfolgreichen Abschluß des Studiums erforderlichen Lehrveranstaltungen beträgt 160 Semesterwochenstun­

den.

( 3) Die Diplom- Vorprüfung besteht aus den mündlichen Fachprüfungen in den Pflichtfächern Experimentalphy­sik, Theoretische Physik, Mathematik und dem Ergän­zungsfach Chemie.

( 4) Die Diplomprüfung besteht aus den mündlichen Fachprüfungen in

Experimentalphysik, Theoretischer Physik,

Wahlpflichtfach I( Gebiet der Physik), Wahlpflichtfach II( Nachbargebiet der Physik)

und der Diplomarbeit( mit einer Bearbeitungsdauer von neun Monaten).

( 5) Die mündlichen Fachprüfungen dürfen teilweise stu­dienbegleitend abgelegt werden. Näheres regelt die Di­plomprüfungsordnung Physik.

( 6) Die Studienfachberatung unterstützt den Studenten bei Entscheidungen zum Studienablauf, bei der Aufstel­lung der individuellen Studienpläne, bei der Planung und Abrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen und bei anderen persönlichen Studienproblemen.

( 7) Jeder Student hat im Grund- und Hauptstudium je­weils eine Pflichtstudienfachberatung wahrzunehmen. Hierzu wird zu Beginn eines jeden Semesters im Ein­schreibzeitraum eine Veranstaltung zur Studienfachbera­tung angeboten.

Teil 2 Grundstudium Physik im Diplomstudien­

gang

§ 9 Lehrveranstaltungen im Grundstudium

( 1) Im Grundstudium wird in den Teilgebieten Experi­mentalphysik und Theoretische Physik ein Überblick über die Physik vermittelt und die Grundlage für das ver­tiefende Studium im Hauptstudium gelegt. Daneben wird das obligatorische Studium der Mathematik abschließend betrieben und im Ergänzungsfach Chemie ein Einblick in das wichtige Nachbarfach Chemie gegeben.

( 2) Das Grundstudium umfaßt die folgenden obligatori­schen Lehrveranstaltungen:

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Lehrveranstaltung

Experimentalphysik Theoretische Physik Physikalisches Praktikum für Anfänger Mathematik

Computational Physics Ergänzungsfach Chemie

frei wählbare Lehrveranstaltungen

Gesamt

SWS LN

21

1

14 2

12

1

26 2

1

22253

83

7

§ 10 Lehrstoff und Leistungsnachweise im Grund­studium

( 1) Das Fundament der Experimentalphysik- Ausbildung sind die einheitlich konzipierten und in den ersten drei Semestern von Übungen begleiteten Kursvorlesungen I bis IV. Sie umfassen unter Einbeziehung der axiomati­schen Grundlagen die klassischen Gebiete Mechanik, Wärmelehre einschließlich eines Abschnitts zur Moleku­larkinetik, Elektrik und Magnetismus sowie die Wellen­und Strahlenoptik. Die Grundlagen der Quantenoptik bil­den den Übergang zur Atom-, Kern- und Elementarteil­chenphysik. Grundlegende meẞtechnische Aspekte faẞt die Vorlesung Meßtechnik zusammen. Das Physikalische Praktikum für Anfänger ist in großen Zügen auf diese In­halte abgestimmt. Mit den Ausgewählten Kapiteln der Experimentalphysik werden aktuelle Problemkreise vor­gestellt. Der Leistungsnachweis in Experimentalphysik fordert in den vier Semestern dieses Kurses vier erfolg­reiche Klausuren. Für das Physikalische Praktikum für Anfänger ist der Praktikumsschein Leistungsnachweis.

( 2) In der Ausbildung Theoretische Physik werden die drei Teilgebiete Mechanik, Elektrodynamik und Quan­tenmechanik behandelt. In der Mechanik wird ein Überblick über die Punktmechanik einschließlich der Lagrange- und Hamiltontheorie, sowie eine Einführung in die Mechanik des starren Körpers gegeben. Die Elek­trodynamik beinhaltet die verschiedenen Modelle elektri­scher und magnetischer Felder bei besonderer Betonung der elektromagnetischen Wellen einschließlich der Optik. Daneben wird eine Einführung in die Grundlagen der speziellen Relativitätstheorie gegeben. Die Quantenme­chanik umfaßt eine Einführung in die Grundlagen. Dar­überhinaus werden Ein- und Mehrteilchensysteme an ausgewählten Beispielen behandelt. Die zwei erforderli­chen Leistungsnachweise werden als Übungsscheine ( Hausaufgaben und Klausur) erworben. Der Schein zur Mechanik ist Pflicht. Zwischen den Scheinen zur Elek­trodynamik oder Quantenmechanik kann gewählt werden.

( 3) In der Ausbildung in Mathematik stellt der dreise­mestrige Kurs Mathematik für Physiker die wesentlichen Denkweisen, Begriffsbildungen und Verfahren der ana­lytischen Methode und der linearen Algebra und Elemen­te der numerischen Mathematik bereit. Schwerpunkte sind in Mathematik für Physiker I Lineare Algebra, Dif­ferential- und Integralrechnung reeller Funktionen einer Veränderlichen, Fourierreihen und Fouriertransformati­