Heft 
(1996) 10
Seite
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fungsordnung der Universität Potsdam( MPO) vom 10. Juni 1993, die Lehramtsprüfungsordnung des Landes Brandenburg( LPO) vom 14. Juni 1994, die Zwischen­prüfungsordnung für Lehramtsstudiengänge an der Universität Potsdam( ZPO) vom 5. Mai 1994 sowie die Besonderen( fachspezifischen) Teile dieser Prüfungsord­nungen für Lateinische Philologie und Latein.

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Lehramt Sekundarstufe II/ I( 1. Fach): 80 SWS

( Studiengang LA 1. Fach)

Lehramt Sekundarstufe II/ I( 2. Fach): 60 SWS ( Studiengang LA 2. Fach)

Latein kann als Erweiterungsfach entsprechend den Regelungen dieser Ordnung studiert werden.

§ 2 Ausbildungsziele

( 1) Das Studium der Lateinischen Philologie und des Faches Latein soll zu folgenden Ausbildungszielen führen:

solide Kenntnis der lateinischen Sprache und auf ihrer Basis

Grundkenntnisse über die Strukturen und die Ge­schichte der lateinischen Sprache sowie sprachwis­senschaftliche Methoden allgemein,

fundierte Kenntnisse der Strukturen und der Ge­schichte der von der lateinischen Sprache beherrsch­ten Kultur,

vertiefte Kenntnis der römischen Literaturgeschichte und

Grundkenntnisse in Sprache und Literatur der grie­chisch- hellenistischen Kultur.

( 2) Die Kenntnis wichtiger literaturwissenschaftlicher und historischer Methoden und die Kenntnis ihrer Grenzen und ihres wissenschaftsgeschichtlichen Ortes- und ihre exemplarische Anwendung soll die Studie­renden befähigen, begrenzte wissenschaftliche Probleme selbständig und reflektiert zu bearbeiten.

( 3) Insbesondere in den Lehramtsstudiengängen sollen die Studierenden befähigt werden, die genannten Kenntnisse sach- und zielgruppengerecht zu vermitteln.

§ 3

Studiengänge

( 1) Magister: Lateinische Philologie kann als Hauptfach im Verbund mit einem zweiten Hauptfach oder mit zwei Nebenfächern sowie als Nebenfach mit einem Hauptfach und einem zweiten Nebenfach für den Abschluß Magi­ster Artium studiert werden. Der Umfang des Studiums beträgt 70 Semesterwochenstunden( SWS) im Hauptfach ( Studiengang M.A. HF) und 40 SWS im Nebenfach ( Studiengang M.A. NF). Lateinische und Griechische Philologie können, soweit andere Fächer keine Ein­schränkungen vorsehen, in beliebiger Weise kombiniert werden. Innerhalb des Gesamtstudiums sind mindestens weitere 10 SWS nach freier Wahl nachzuweisen, die einem Studium generale dienen sollen.

( 2) Lehrämter: Das Fach Latein kann nach Maßgabe der Lehramtsprüfungsordnung mit anderen Fächern in folgenden Studiengängen studiert werden:

§ 4

Studienbereiche

Das Studium der Lateinischen Philologie und des Faches Latein gliedert sich in die Bereiche:

a) Vertiefung der Sprachkenntnisse b) Sprachwissenschaft

c) Metrik

d) Literaturwissenschaft e) Kulturgeschichte

f) Nachantike Wirkungs- und Überlieferungsgeschichte g) Kenntnisse in Sprache und Literatur der griechisch­hellenistischen Kultur

h) Fachdidaktik( nur in Lehramtsstudiengängen)

§ 5

Vermittlungsformen

( 1) Vorlesungen zielen auf systematischen Wissenser­werb und auf die Einführung der Studierenden in den gegenwärtigen Stand der Forschung. Dieser Veranstal­tungstyp bedarf in der Regel einer Nachbereitung oder einer begleitenden Lektüre.

( 2) Aufeinander aufbauende Grammatikübungen dienen in der systematischen Behandlung der Syntax der Vertie­fung der Sprachkenntnisse und( vor allem im Grundstu­dium) im Übersetzen von deutschen Texten ins Lateini­sche dem Erwerb aktiver Sprachbeherrschung. Re­gelmäßige häusliche Übersetzungsaufgaben werden durch Klausuren zur Lernkontrolle ergänzt.

( 3) Lektüreübungen bauen auf der Originaltextlektüre auf. Sie behandeln- bei Veranstaltungen für Anfänger in besonderem Maße- sprachliche Probleme und führen in das verstehende Lesen der Werke eines Autors, einer Gattung oder von Texten aus einem Bereich der Kultur­geschichte ein.

( 4) Literaturwissenschaftliche Proseminare führen anhand überschaubarer Werke oder Werkausschnitte in philologische Methoden, Arbeitsmittel und Arbeits­techniken ein. Über die regelmäßige Mitarbeit hinaus werden schriftliche Seminararbeiten oder mündliche Referate erwartet.

( 5) Hauptseminare schließen methodisch an das exem­plarische Vorgehen der Proseminare an. In der Behand­lung ganzer Texte oder Textcorpora, aber auch kleinerer Werkausschnitte oder systematischer, kulturgeschicht­

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