Heft 
(1996) 10
Seite
166
Einzelbild herunterladen

licher und rezeptionsgeschichtlicher Fragestellungen werden unterschiedliche Methoden angewandt. In einem größeren Referat oder einer größeren Seminararbeit über die genannten Gegenstände üben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Strukturierung von Problemen, den selbständigen Umgang mit Hilfsmitteln und die Ausein­andersetzung mit den neuesten Forschungspositionen.

( 6) Kolloquien bieten die Gelegenheit, in freier Form gemeinsamer Interpretation und Diskussion, unter Umständen auch in kürzeren oder längeren Referaten, besonders schwierige Texte oder Spezialprobleme der Forschung in kleinerem Kreis zu besprechen. Dieser Veranstaltungstyp richtet sich in erster Linie, wenn auch nicht ausschließlich, an Studierende im Hauptstudium.

( 7) Im Einzelfall treten weitere Veranstaltungstypen mit je eigener didaktischer Zielsetzung wie Exkursionen, Repetitorien und Klausurenkurse hinzu.

II.

Aufbau des Studiums

§ 6

Sprachliche Voraussetzungen

( 1) Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium sind für die Studiengänge Lateinische Philologie( Magister) und Latein( Lehramt) Lateinkenntnisse, die in der Regel durch das Latinum nachgewiesen werden. Fehlen solche Kenntnisse zu Beginn des Studiums, können sie in einem Propädeutikum von bis zu zwei Semestern, das nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird, erworben wer­den.

( 2) Mit Ausnahme der unter( 3) genannten Studiengän­ge sind gleichwertige Kenntnisse auch für das Griechi­sche bis spätestens zur Zwischenprüfung nachzuweisen.

( 3) Für den Studiengang M.A. NF sowie das Erweite­rungsstudium im Studiengang LA 2. Fach wird der Er­werb gleichwertiger Kenntnisse des Griechischen emp­fohlen; Grundkenntnisse sind bis zur Zwischenprüfung zu erwerben.

§ 7

Organisation des Studiums

( 1) Das Studium gliedert sich in das durch die Zwi­schenprüfung abzuschließende Grundstudium und das Hauptstudium; beide umfassen jeweils etwa die Hälfte der gesamten Semesterwochenstundenzahl.

( 2) Neben dem Besuch der regulären Lehr­veranstaltungen kommt der selbständigen Lektüre originalsprachlicher Texte eine besondere Bedeutung für die Vertiefung der Sprach- und Quellenkenntnisse zu; zur sinnvollen Organisation sollen die Betreuungs­angebote in Anspruch genommen werden.

( 3) Der Aufnahme des Fachstudiums geht eine obliga­torische Studienfachberatung voraus. Dem sollen ähnli­che Beratungsgespräche in wenigstens jährlichen Ab­ständen zum Zweck der weiteren Studienplanung folgen.

( 4) Den Studierenden werden Auslandssemester emp­fohlen. Die Flexibilität der Studienordnung und die Anerkennung der an anderen Universitäten erbrachten vergleichbaren Leistungen trägt dem Rechnung.

( 5) Magister- wie Lehramtsstudiengänge sind auf größtmögliche Durchlässigkeit untereinander hin konzi­piert; soweit nicht anders vermerkt, gelten die im folgen­den aufgeführten Pflichtveranstaltungen und Wahl­bereiche für alle durch diese Ordnung geregelten Studi­engänge.

§ 8

Grundstudium

( 1) Die Teilnahme an folgenden Veranstaltungen ist im Grundstudium durch den Eintrag in Belegbögen und, soweit angegeben, durch ,, Belege"( B"; Beleg für Teilnahme) oder, Leistungsnachweise"( ,, L", benotete Scheine, die in der Regel eine Seminararbeit oder ein Referat voraussetzen), nachzuweisen:

a) 2 SWS 1 Einführung in das Studium der Klassischen Philologie( B)

b) 8 SWS Vertiefung der Sprachkenntnisse:

-

je 1 Grammatikübung I und II

2 Lektüreübungen( B)

c) 4 SWS Metrik:

-

1 Einführungsübung Metrik - 1 Proseminar Poesie( L) d) 6 SWS Literaturwissenschaft 1 Proseminar Prosa( L)

- 2 Vorlesungen

e) 2 SWS Kulturgeschichte:

1 kulturgeschichtliches Proseminar( B), das in der Arbeit an antiken Gegenständen die Metho­denkenntnisse erweitert und auch in Alter Geschich­te, Religionswissenschaft, Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte absolviert werden kann( entfällt für M.A. NF)

f) 2 SWS Fachdidaktik( nur für LA 1. Fach, LA 2. Fach)

g) 2 SWS Griechische Sprache und Literatur( nur für M.A. NF)

( 2) Der Wahlbereich dient zur Vertiefung einzelner Studienbereiche; es wird empfohlen, je nach Angebot einzelne Veranstaltungen des Hauptstudiums in den Bereichen Sprachwissenschaft, Nachantike Wirkungs­und Überlieferungsgeschichte sowie die Exkursion be­reits während des Grundstudiums zu absolvieren. Der Wahlbereich umfaßt: Studiengang M.A. HF: Studiengang LA 1. Fach: Studiengang LA 2. Fach:

12 SWS 14 SWS

6 SWS

166