Heft 
(1996) 11
Seite
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jedes Kind in dessen Einmaligkeit und Entwick­lungsfähigkeit achten und fördern,

Toleranz mit den Heranwachsenden üben und sich für sie engagieren,

den Erkenntnispluralismus ebenso schätzen wie die Vielfalt verschiedener Kulturen und Subkulturen, Lust am Gewinnen neuer Erkenntnisse und ihrer Vermittlung haben,

sich auszeichnen durch Individualität, Authentizität und Selbstkritik sowie

ein kritikbereites, an Aufklärung und den humanisti­schen Werten orientiertes, demokratisch engagiertes Gesellschaftsverständnis entwickeln.

§ 3 Zusammenwirken von Pädagogik, Psychologie, Sozialwissenschaften und Fachdidaktiken

( 1) Die Gestaltung und Organisation der erziehungswis­senschaftlichen Ausbildung für alle Lehrämter ist eine gemeinsame Aufgabe der Pädagogik, der Psychologie und der Sozialwissenschaften sowie der an der Lehrerbil­dung beteiligten Interdisziplinären Zentren.

( 2) In die Gestaltung der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung werden die Fachdidaktiken bei der Realisie­rung geeigneter Ausbildungsbestandteile einbezogen.

§ 4 Studienberatung und-begleitung in der erzie­hungswissenschaftlichen Ausbildung

Die laufende Studienberatung und-begleitung in der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung für die Lehrämter wird in einem Tutorialsystem und durch die Studienfachberaterinnen und Studienfachberater der Institute realisiert.

§ 5 Struktur und Inhalte der Ausbildung

( 1) Die erziehungswissenschaftliche Ausbildung für alle Lehrämter ist modular strukturiert. Die einzelnen Module beinhalten verbindliche Studienelemente und Wahl­pflichtbereiche. Der obligatorische Studiengang umfaßt die nachfolgenden Module:

Grundstudium:

Modul 1: Professionsbezogene Einführung Modul 2:

Erziehungswissenschaftliche Fundierung

Hauptstudium: Modul 3:

Erziehungswissenschaftliche

Kompeten­

zerweiterung sowie forschungs- und pro­fessionsbezogene Profilierung

In der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung für alle Lehrämter sind insgesamt mindestens 30 Semesterwo­chenstunden( nachfolgend SWS), davon mindestens 12 SWS Pädagogik, 12 SWS Psychologie, 6 SWS Sozial­wissenschaften und Praxisstudien zu absolvieren.

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( 2) Modul 1

Das Modul 1" professionsbezogene Einführung" dient hauptsächlich dem Bekanntmachen mit dem Berufsfeld Schule. Kern ist die Erkundung pädagogischer Tätig­keitsfelder und eine Begegnung mit der zukünftigen Berufspraxis. Es umfaßt 6 SWS, davon in Pädagogik 2 SWS, Psychologie 4 SWS, sowie ein dreiwöchiges Praktikum.

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Verbindliche Studienelemente:

Einführung in die Schulpädagogik ( Pflichtschein)

2 SWS

Psychologische Grundlagen des Lehrens und Lernens I und II

( Pflichtschein)

4 SWS

dreiwöchiges betreutes Praktikum in der Verantwor­tung der Pädagogik( nach§ 7)

Die Einführung in die Schulpädagogik und das Prakti­kum können auch im Rahmen des Integrierten Eingangs­semesters absolviert werden.

( 3) Modul 2

Das Modul 2" erziehungswissenschaftliche Fundierung" dient der stärkeren systematischen Aneignung von für professionelles Lehrerhandeln grundlegenden Vorausset­zungen sowie einer vertieften Begegnung mit einzelnen pädagogischen Tätigkeitsfeldern. Es umfaßt 10 SWS, davon 4 SWS Pädagogik, 4 SWS Psychologie und 2 SWS Sozialwissenschaften, sowie Praxisstudien.

Verbindliche Studienelemente

- Didaktik( Allgemeine Didaktik, Psychologische Didaktik, Stufendidaktik, Mediendidaktik usw.) ( Pflichtschein) 2 SWS Exkursionen, Praxisprojekte oder Praktika zum ver­tieften Studium einzelner Tätigkeitsfelder( nach§ 7)

Wahlpflichtbereich Pädagogik

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Schulpädagogik, Theorie der Schule und des Lehrplans

- Pädagogische Institutionen und Bildungssysteme im internationalen Vergleich

Erziehung, Sozialisation und Gesellschaft

Bildungstheorien und Pädagogische Anthropologie Historische Pädagogik, Geschichte des Erziehungs­und Bildungswesens 2 SWS

Wahlpflichtbereich Psychologie

Vertiefungsseminare zu psychologischen Grundlagen des Lehrens und Lernens, wahlweise bezogen auf persönlichkeits-, entwicklungs-, lern- und erzie­hungspsychologische Grundlagen sowie Lern- und Verhaltensstörungen oder sozial- und organisations­psychologische Grundlagen oder kommunikations­psychologisches Training

4 SWS( davon 2 SWS Pflichtscheine)

Wahlpflichtbereich Sozialwissenschaften eine der Wahlpflichtvarianten( vgl. Anhang)

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