( 2) Aufeinander aufbauende Stilübungen dienen in der systematischen Behandlung der Syntax der Vertiefung der Sprachkenntnisse und( vor allem im Grundstudium) im Übersetzen von deutschen Texten ins Griechische dem Erwerb aktiver Sprachbeherrschung. Regelmäßige häusliche Übersetzungsaufgaben werden durch Klausuren zur Lernkontrolle ergänzt.
( 3) Lektüreübungen bauen auf der Originaltextlektüre auf. Sie behandeln- bei Veranstaltungen für Anfänger in besonderem Maße- sprachliche Probleme und führen in das verstehende Lesen der Werke eines Autors, einer Gattung oder von Texten aus einem Bereich der Kulturgeschichte ein.
( 4) Literaturwissenschaftliche
Proseminare führen
anhand überschaubarer Werke oder Werkausschnitte in philologische Methoden, Arbeitsmittel und Arbeitstechniken ein. Über die regelmäßige Mitarbeit hinaus werden schriftliche Seminararbeiten oder mündliche Referate erwartet.
an das
( 5) Hauptseminare schließen methodisch exemplarische Vorgehen der Proseminare an. In der Behandlung ganzer Texte oder Textcorpora, aber auch kleinerer Werkausschnitte oder systematischer, kulturgeschichtlicher und rezeptionsgeschichtlicher Fragestellungen werden unterschiedliche Methoden angewandt. In einem größeren Referat oder einer größeren Seminararbeit über die genannten Gegenstände üben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Strukturierung von Problemen, den selbständigen Umgang mit Hilfsmitteln und die Auseinandersetzung mit den neuesten Forschungspositionen ein.
( 6) Kolloquien bieten die Gelegenheit, in freier Form gemeinsamer Interpretation und Diskussion, unter Umständen auch in kürzeren oder längeren Referaten, besonders schwierige Texte oder Spezialprobleme der Forschung in kleinerem Kreis zu besprechen. Dieser Veranstaltungstyp richtet sich in erster Linie, wenn auch nicht ausschließlich, an Studierende im Hauptstudium.
( 7) Im Einzelfall treten weitere Veranstaltungstypen mit je eigener didaktischer Zielsetzung wie Exkursionen, Repetitorien und Klausurenkurse hinzu.
§ 6
II. Aufbau des Studiums
Sprachliche Voraussetzungen
( 1) Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium sind Griechischkenntnisse, die in der Regel durch das Graecum nachgewiesen werden. Fehlen solche Kenntnisse zu Beginn des Studiums, können sie in einem Propädeutikum von bis zu zwei Semestern, das nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet wird, erworben werden.
( 2) Gleichwertige Kenntnisse sind auch für das Lateinische bis spätestens zur Zwischenprüfung nachzuweisen.
§ 7
Organisation des Studiums
( 1) Das Studium gliedert sich in das durch die Zwischendas Grundstudium und prüfung abzuschließende Hauptstudium; beide umfassen jeweils etwa die Hälfte der gesamten Semesterwochenstundenzahl.
( 2) Neben dem Besuch der regulären Lehrveranstaltungen kommt der selbständigen Lektüre originalsprachlicher Texte eine besondere Bedeutung für die Vertiefung der Sprach- und Quellenkenntnisse zu; zur sinnvollen Organisation sollen die Betreuungsangebote in Anspruch genommen werden.
( 3) Der Aufnahme des Fachstudiums geht eine obligatorische Studienfachberatung voraus. Dem sollen ähnliche Beratungsgespräche in wenigstens jährlichen Abständen zum Zweck der weiteren Studienplanung folgen.
Studierenden ( 4) Den werden Auslandssemester empfohlen. Die Flexibilität der Studienordnung und die Anerkennung der an anderen Universitäten erbrachten vergleichbaren Leistungen trägt dem Rechnung.
§ 8
Grundstudium
( 1) Die Teilnahme an folgenden Veranstaltungen ist im Grundstudium durch den Eintrag in Belegbögen und, soweit angegeben, durch" Belege"(" B"; Beleg für Teilnahme) oder" Leistungsnachweise"(" L", benotete Scheine, die in der Regel eine Seminararbeit oder ein Referat voraussetzen), nachzuweisen:
a) 2 SWS 1 Einführung in das Studium der Klassischen Philologie( B)
b) 8 SWS Vertiefung der Sprachkenntnisse: - 2 Stilübungen Unterstufe
- 2 Lektüreübungen( B)
c) 4 SWS Metrik:
- 1 Einführungsübung Metrik - 1 Proseminar Poesie( L)
-
d) 6 SWS Literaturwissenschaft 1 Proseminar Prosa( L)
- 2 Vorlesungen
e) 2 SWS Kulturgeschichte:
-
1 kulturgeschichtliches Proseminar( B), das in der Arbeit an antiken Gegenständen die Methodenkenntnisse erweitert und auch in Alter Geschichte, Religionswissenschaft, Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte absolviert werden kann( entfällt für M.A. NF)
( 2) Der Wahlbereich dient zur Vertiefung einzelner Studienbereiche; es wird empfohlen, je nach Angebot einzelne Veranstaltungen des Hauptstudiums in den Bereichen Sprachwissenschaft, Nachantike Wirkungsund Überlieferungsgeschichte sowie die Exkursion bereits während des Grundstudiums zu absolvieren. Der Wahlbereich umfaßt:
Studiengang M.A. HF: Studiengang M.A. NF:
12 SWS 2 SWS
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