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wickeln und Verantwortung bei der Durchführung zu übernehmen. Das Studium soll auch die individuelle Leistungsbereitschaft und die Motivation zur Förderung des Erkenntnisfortschritts( Forschung) stärken. Zugleich wird damit ein Erkenntnis- und Bildungsprozeß eingeleitet, der sich über das Studium hinaus im gesamten späteren Berufsleben fortsetzen soll.
( 5) Ziel des Studiums der Soziologie ist es, den Studierenden die Fähigkeiten zu vermitteln, die zur Ausübung einer Tätigkeit als Soziologe bzw. als Soziologin notwendig sind. Dazu gehört einerseits eine allen Soziologen und Soziologinnen gemeinsame Grundlage von Kenntnissen und Fähigkeiten, die sowohl für die akademische Lehre und Forschung als auch für unmittelbar anwendungsbezogene Arbeit von Soziologen und Soziologinnen unerläßlich ist. Andererseits zeigen sowohl akademische wie anwendungsbezogene Tätigkeitsbereiche des Soziologen und der Soziologin die starke Verflechtung seiner bzw. ihrer Wissenschaft mit anderen Disziplinen und Praxisfeldern und verlangen deshalb bereits im Studium die Entwicklung der Fähigkeit zur Kommunikation und Kooperation in interdisziplinären Zusammenhängen. Neben der Vermittlung von allgemeinen Kenntnissen und Fähigkeiten, die von spezifischen Verwendungszusammenhängen unabhängig sind, gehört zur Ausbildung auch die Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen in Hinblick auf besondere Anwendungsbereiche. Diese als Schwerpunkte zu konstituierenden Bereiche verlangen eine spezifisch soziologische Ausbildung für ihre theoretischen und forschungsmethodischen Aspekte wie auch die Ausbildung für die Erfassung dieser Aspekte aus der Sicht anderer Wissenschaften, die den gleichen Schwerpunkt zum Gegenstand haben. Daraus ergibt sich die Verknüpfung der Soziologie mit anderen Disziplinen als Wahlpflichtfach.
( 6) Im Verlauf des Studiums hat der bzw. die Studierende die Möglichkeit, sich durch die Auswahl zweier Spezieller Soziologien und eines Wahlpflichtfaches speziell auf spätere berufliche Tätigkeiten vorzubereiten. Damit wird keine unmittelbare Berufsfertigkeit angestrebt, sondern die Vermittlung der Fähigkeit, nach entsprechender Einarbeitung in konkrete Aufgabenbereiche komplexe Probleme zu bewältigen. Daraus ergibt sich die notwendige Mobilität für die Absolventen der einzelnen Studiengänge.
( 7) Der Studiengang Soziologie qualifiziert also seine Absolventen und Absolventinnen für soziologische Aufgaben in einem breiten Spektrum von wissenschaftlich wie anwendungsorientierten Tätigkeitsfeldern. Das Studium der Soziologie schließt deshalb Aneignung und Vertiefung disziplinären Wissens ebenso wie die Befähigung zur interdisziplinären, anwendungsbezogenen Arbeit in einem konkreten Berufsfeld ein. Durch die Kombination von soziologischen Teilgebieten und einem frei wählbaren nichtsoziologischen Wahlpflichtfach bilden die Studierenden ihre jeweils individuellen Studienschwerpunkte und gewinnen neben disziplinärer Profilierung berufliche Kompetenz.
1.1 Elemente des Soziologiestudiums l
Um eine Orientierung für das Fach zu bekommen und um gezielt aus den angebotenen und gewählten Schwerpunkten wissenschaftlich arbeiten zu können, muß der bzw. die Studierende ein Soziologiestudium absolvieren, in dem er bzw. sie mit folgenden Inhalten( Gegenständen), die miteinander verflochten sind, vertraut gemacht wird:
soziologische Theorie unter Berücksichtigung ihrer Geschichte, Theoriebildung und Theorienvergleich, Methoden der empirischen Sozialforschung einschließlich sozialwissenschaftlicher Statistik, EDV sowie Wissenschaftstheorie,
Analyse allgemeiner gesellschaftlicher Strukturen und Prozesse der Vergesellschaftung( auch im historischen und internationalen Vergleich),
Analyse ausgewählter gesellschaftlicher Zusammenhänge und Problemfelder im Rahmen der Speziellen Soziologien: Sozialstrukturanalyse, Soziologie der Geschlechterverhältnisse sowie Organisations- und Verwaltungssoziologie.
Auch wenn in der konkreten soziologischen Analyse alle vier Gegenstandsbereiche immer eng miteinander verbunden sind, werden diese im Studium zunächst in ihrer jeweiligen relativen Eigenständigkeit vermittelt. Sozialwissenschaftliche Analyse kann ohne die Verbindung der im Studium dieser Teilelemente erworbenen Qualifikationen nicht fruchtbar sein.
1.2 Wahlpflichtfächer
Als Wahlpflichtfach kann gewählt werden: Politikwissenschaft,
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Verwaltungswissenschaft,
- Betriebswirtschaftslehre,
- Volkswirtschaftslehre, - Psychologie oder - Philosophie.
Die soziologische Analyse sozialer( gesellschaftlicher) Phänomene ist ohne politische, ökonomische, psychologische und philosophische Grundlagen häufig nur unzureichend möglich. Jeder Studierende und jede Studierende wählt eines dieser Fächer als Wahlpflichtfach im Grund- und Hauptstudium aus.
Der Prüfungsausschuß entscheidet über die Zulassung weiterer Wahlpflichtfächer, wenn es sich um Fächer handelt, die in einem sinnvollen Zusammenhang zur Soziologie stehen und soweit sie an der Universität Potsdam personell hinreichend vertreten sind.
Die für das Wahlpflichtfach im Grund- und Hauptstudium jeweils vorgesehenen Studienanteile sind in dem von dem bzw. der Studierenden gewählten Wahlpflichtfach zu belegen. Die jeweiligen Inhalte und Lehrveranstaltungsformen der Wahlpflichtfächer ergeben sich aus dem spezifischen Lehrangebot der Fachvertreter dieser Disziplinen.
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