Heft 
(1997) 1
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mit einem Teilnahmenachweis abzuschließen. Das Tuto­rium sollte im ersten oder spätestens im zweiten Semester besucht werden. Es führt in die elementaren Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens ein, übt den selbständi­gen Umgang mit Literatursuche und Literaturaufarbei­tung und vermittelt die Grundlagen für Referate, Ar­beitspapiere und wissenschaftliche Hausarbeiten.

2.1.2

Grundzüge der Soziologie

Die" Allgemeine Soziologie" beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen des Faches, ihrer Geschichte und ihrer Anwendungsmöglichkeit in soziologischen Spezialisierungen und in Zeitdiagnosen. Während des gesamten Studiums vermittelt die" Allgemeine Soziolo­gie" erstens einen Überblick über die wichtigen Theorie­richtungen. Exemplarisch werden zweitens in ihrem Rahmen Kenntnisse über ausgewählte Ansätze bis hin zu möglichen Anwendungen vertieft. Im Grundstudium besteht eine ihrer Hauptaufgaben darin, die" Grundzüge der Soziologie" zu behandeln.

Jedes Jahr findet die Vorlesung" Historische Einführung in die Soziologie"( pro Jahr jeweils 2 SWS) statt, die von einem Seminar( 2 SWS) begleitet wird. Vorgestellt wer­den in dieser Vorlesung die wichtigsten theoretischen Ansätze in ihren historischen und geistigen Kontexten. In dem zugeordneten Seminar werden Schlüsseltexte der in den Vorlesungen behandelten Klassiker und die in ihnen entfalteten Grundbegriffe eingehend behandelt. In einem solchen Seminar kann der Leistungsnachweis " Grundzüge der Soziologie" erworben werden. Voraus­setzung für die Vergabe dieses Leistungsnachweises ist außerdem die regelmäßige Teilnahme an der entspre­chenden Vorlesung( zwei SWS).

Für die vertiefende Wissensvermittlung und die Ein­übung soziologischen Denkens werden im Grundstudium regelmäßig Seminare zu Problemen der sozialwissen­schaftlichen Wissenschaftstheorie, zum Werk soziologi­scher Klassiker und zu wichtigen soziologischen Theori­en, Schulen und Grundbegriffen angeboten. Aus ihnen und den einführenden Veranstaltungen können die The­men für die Diplom- Vorprüfung im Teilgebiet " Grundzüge der Soziologie" entnommen werden.

2.1.3

Methoden der empirischen Sozialforschung

Der Veranstaltungszyklus" Methoden der empirischen Sozialforschung" soll die Studierenden dazu befähigen, empirische soziologische Forschung selbst durchführen und empirische Forschungsergebnisse kritisch einschät­zen zu können. Diesem Zweck dient die Schulung an EDV- Anlagen, die Vermittlung der notwendigen Kennt­nisse in Forschungsplanung und Datenerhebung und die Einführung in die grundlegenden Analysemodelle für sozialwissenschaftliche Daten.

1. Semester

Einführung in die EDV: In dieser Veranstaltung( 2 SWS) wird in ein Betriebssystem und in sozialwissenschaftlich relevante Anwendungsprogramme auf PCs eingeführt.

2. Semester

Methoden der empirischen Sozialforschung la: In der Vorlesung( 2 SWS) werden insbesondere Methoden der Datenerhebung sowie quantitative und qualitative For­schungsdesigns behandelt. In parallelen Übungen( 2 SWS) führen die Studierenden eine kleine Datenerhe­bung durch.

3. Semester

Methoden der empirischen Sozialforschung Ib: In der Vorlesung( 4 SWS) werden die deskriptiv- und inferenz­statistischen Modelle der sozialwissenschaftlichen Da­tenanalyse dargestellt und diskutiert. In parallelen Übun­gen( 2 SWS) an PCs werden Auswertungen durchgeführt und Ergebnisse interpretiert. Der Leistungsnachweis " Methoden der empirischen Sozialforschung I" kann nur dem erfolgreichen Abschluß " Methoden der empirischen Sozialforschung Ia" erlangt werden.

zusammen

4. Semester

von

Methoden der empirischen Sozialforschung II: In der Vorlesung( 4 SWS) werden die grundlegenden Modelle der multivariaten Datenanalyse in den Sozialwissenschaf­ten dargestellt und diskutiert. In parallelen Übungen( 2 SWS) werden die Modelle eingesetzt, um zu ausgewähl­ten Fragestellungen theoriegeleitete Auswertungen auf der Basis der aktuellen ALLBUS/ ISSP- Erhebung durch­zuführen. Darüber hinaus können Zusatzqualifikationen nach freier Wahl, z.B. bezüglich weiterer EDV­Programme und weiterer Ansätze der qualitativen Sozial­forschung, erworben werden.

2.1.4

Sozialstrukturanalyse

Das Studium der" Sozialstrukturanalyse" beginnt mit der Vorlesung zur" Einführung in die Sozialstruktur der Bundesrepublik Deutschland". Die Vorlesung wird in jedem Wintersemester angeboten und sollte in der Regel im ersten Semester gehört werden. Die Vorlesung be­schreibt die Sozialstruktur der Bundesrepublik Deutsch­land und vermittelt erste konzeptionelle, theoretische und methodologische Grundlagen der Sozialstrukturanalyse.

Die Teilnahme an Seminaren des Fachgebietes " Sozialstrukturanalyse" setzt den( ggf. gleichzeitigen) Besuch dieser Vorlesung voraus. Das zugehörige Semi­nar zur Vorlesung sollte spätestens im zweiten Semester absolviert werden. Darüber hinaus ist im Anschluß an Vorlesung und begleitendem Seminar mindestens eine Lehrveranstaltung zur" Sozialstrukturanalyse moderner Gesellschaften" zu besuchen. Veranstaltungen dieses Typs widmen sich exemplarischen Fragestellungen der Sozialstrukturanalyse und zeigen auf, wie diese unter Rückgriff auf soziologische Theorie und Methodik be­antwortet werden können. Lehrveranstaltungen zur " Sozialstrukturanalyse moderner Gesellschaften" bauen auf Vorlesung und begleitendem Seminar auf und sollten daher erst im zweiten bzw. dritten Semester besucht werden. Der Leistungsnachweis" Sozialstrukturanalyse" kann nach Absolvierung von Vorlesung( 2 SWS) und einem im Grundstudium angebotenen Seminar( 2 SWS) erworben werden. Der Leistungsnachweis erfolgt in der Regel über eine Klausur.

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