Heft 
(1997) 3
Seite
59
Einzelbild herunterladen

( 6) Über den erfolgreichen Abschluß von Teilprüfun­gen, Zusatz- und Ausgleichsprüfungen wird auf Antrag des Kandidaten eine Bescheinigung ausgestellt, die vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet wird. Hat der Kandidat die Prüfung nicht bestanden, ent­hält solche Bescheinigung auch die Angabe, daß die Prü­fung nicht bestanden wurde und welche Prüfungsleistun­gen noch fehlen.

§ 17

Versäumnis, Rücktritt, Täuschung

( 1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit" nicht ausreichend" ( 5,0) bewertet, wenn der Kandidat zu einem Prüfungs­termin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bear­beitungsfrist erbracht wird.

( 2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfer und dem Prü­fungsausschuẞ unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des Kandida­ten ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes innerhalb von fünf Werktagen erforderlich; der zuständige Prüfungs­ausschuẞ kann in Einzelfällen die Vorlage eines amtsärztlichen Attestes verlangen. Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die be­reits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.

( 3) Die Kandidaten haben das Recht, bis spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin ohne Angabe von Gründen von der Prüfung zurückzutreten.

( 4) Versucht der Kandidat, das Ergebnis seiner Prü­fungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betref­fende Prüfungsleistung als mit" nicht ausreichend"( 5,0) bewertet. Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ab­lauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prü­fung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die be­treffende Prüfungsleistung als mit" nicht ausreichend" ( 5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prü­fungsausschuẞ den Kandidaten von der Erbringung wei­terer Prüfungsleistungen ausschließen. Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuß nach Anhörung des Kandida­

ten.

( 5) Ablehnende Entscheidungen des Prüfungsausschus­ses sind dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung mitzuteilen.

Teil 2 Diplom- Vorprüfung

§ 18 Ziel, Umfang und Formen der Diplom­Vorprüfung

( 1) Durch die Diplom- Vorprüfung sollen die Kandidaten nachweisen, daß sie das Ziel des Grundstudiums erreicht

haben und daß sie insbesondere die inhaltlichen Grund­lagen der Mathematik, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben haben, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Erfolg zu betreiben.

( 2) Die Diplom- Vorprüfung ist im Regelfall bis zum Be­ginn der Vorlesungszeit des fünften Semesters abzu­schließen. Die dazugehörigen Fachprüfungen können auch studienbegleitend innerhalb der Prüfungszeiträume des Grundstudiums durchgeführt werden, wenn die Leh­rinhalte des Prüfungsfaches nach Maßgabe der Studien­ordnung in vollem Umfang nachgewiesen werden.

( 3) In der Diplom- Vorprüfung sind Fachprüfungen in folgenden Fächern abzulegen:

- Lineare Algebra und Analytische Geometrie - Analysis

- Stochastik

- Nebenfach.

Zusätzlich ist für das Fachgebiet Numerische Mathematik ein benoteter Praktikumsschein als prüfungsrelevante Studienleistung vorzulegen.

vom

Prü­

werden ( 4) Die Prüfungszeiträume fungsausschuẞ festgelegt und in dem dem Prüfungszeit­raum vorangehenden Semester zusammen mit den Mel­determinen vom Prüfungsamt veröffentlicht.

§ 19 Antrag auf Zulassung zur Diplom- Vorprüfung

( 1) Die Anmeldung zur Diplom- Vorprüfung erfolgt beim Prüfungsamt der Universität. Die Meldetermine werden 14 Tage vorher durch Aushang bekanntgegeben.

( 2) Der Antrag auf Zulassung zur Diplom- Vorprüfung ist schriftlich zu stellen. Dem Antrag sind beizufügen: der Nachweis der Immatrikulation an der Universität Potsdam im Studiengang Mathematik;

1.

2. die geforderten fachlichen Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung gemäß Anlage 1;

3. eine Erklärung des Kandidaten, daß ihm die Rah­nahmenprüfungsordnung und diese Diplomprüfungs­

ordnung für den Studiengang Mathematik bekannt sind;

4. eine Erklärung, ob er bereits eine Diplom­Vorprüfung in demselben Fach an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungs­bereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden hat oder ob er sich in einem schwe­benden Prüfungsverfahren befindet.

( 3) Es sind jeweils nur die zu der beabsichtigten Prüfung gehörenden Unterlagen einzureichen. Ist es dem Kandi­daten nicht möglich, diese in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, kann der Prüfungsausschuß gestatten, den Nachweis auf andere Art zu führen.

( 4) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet der zu­ständige Prüfungsausschuẞ.

59