Heft 
(1999) 8
Seite
78
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UNIVERSITÄT POTSDAM

Universitätsbibliothek

206930

I. Rechts- und Verwaltungsvorschriften

Studienordnung Geowissenschaften/ Geophysik für den Diplomstudiengang und das Nebenfach an der Universität Potsdam

Vom 2. Juli 1998

Gemäß§ 91 Abs. 1 Nr. 1 des Brandenburgischen Hochschulgesetzes( BbgHG) vom 24. Juni 1991( GVBI. S. 156), zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Mai 1996 ( GVBl. I S. 173), hat der Fakultätsrat der Mathematisch­Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Pots­dam am 2. Juli 1998 die folgende Studienordnung erlas­sen.¹

Inhaltsverzeichnis

Teil 1 Allgemeine Bestimmungen

Geltungsbereich

Ausbildungsziele und Einsatzmöglichkeiten Zulassungsvoraussetzungen und Studienbeginn

Lehrformen

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

Zeitliche Gliederung des Studiums

§ 6

Leistungsnachweise

§ 7

Studienablauf und Studienfachberatung

Teil 2 Grundstudium Geowissenschaften im Diplomstudiengang Geophysik

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§ 8 § 9

Lehrveranstaltungen des Grundstudiums Lehrstoff und Leistungsnachweise im Grund­studium

Teil 3 Hauptstudium Geophysik im Diplomstudium § 10

Teil 4

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

Lehrveranstaltungen im Hauptstudium

Geophysik als Wahlpflicht- und Nebenfach Gliederung des Studiums

Lehrveranstaltungen des Grundstudiums Lehrveranstaltungen als Wahlpflichtfach des Hauptstudiums

Lehrveranstaltungen im Grundstudium als Ne­

benfach

Geophysik als Nebenfach im Hauptstudium

Teil 5 Schlussbestimmungen

§ 16

In- Kraft- Treten

' Genehmigt vom Rektor der Universität Potsdam am 3. August 1999 auf der Grundlage des§ 9 Abs. 2 BbgHIG vom 20.5.1999( GVBL. 1S. 130)

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MAGSTOS TATIEREVI

Teil 1 Allgemeine Bestimmungen

§ 1

Geltungsbereich

evinu

000

Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage des Ge­setzes über die Hochschulen des Landes Brandenburg vom 24. Juni 1991 in der zuletzt geltenden Fassung, der Rahmenprüfungsordnung für die Diplomstudiengänge der Universität Potsdam vom 13. Oktober 1994 und der Diplomprüfungsordnung Geowissenschaften vom 17. Juli 1997 Ziele, Inhalt und Aufbau des Studiums des Faches Geowissenschaften/ Geophysik im Diplomstudi­engang und im Nebenfach Geophysik anderer Diplom­studiengänge.

§ 2

Ausbildungsziele und Einsatzmöglichkeiten

( 1) Geowissenschaftler befassen sich mit dem struk­turellen Aufbau, der Zusammensetzung sowie der öko­nomischen Bedeutung der Erdkruste, Transportvor­gängen fester und flüssiger Stoffe an der Erdoberfläche sowie im Erdinnern, physikalischen und chemischen Prozessen bei der Entstehung von Gebirgen und Ozean­becken sowie der Entwicklung der Erde unter paläo­ökologischen Gesichtspunkten. Weitere wichtige Pro­blemkreise sind die Gefährdung der menschlichen Ge­meinschaft durch Erdbeben, Vulkanausbrüche, Über­schwemmungen, katastrophale Massenbewegungen, die Folgen rascher Klimawechsel sowie Umweltschäden. Das Ziel ist hier die Vorhersage von Naturkatastrophen und eine Einschätzung der Risiken, um ökologische und ökonomische Schäden zu vermeiden oder zu minimieren.

( 2) Bei der Lösung dieser aktuellen Fragestellungen wird es für die Geowissenschaftler in Zukunft immer wichtiger sein, Fähigkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit zu entwickeln, eine umfassende Aus­bildung in den Nachbardisziplinen Mathematik, Chemie und Physik zu erfahren und neue, forschungsorientierte Aspekte der Geowissenschaften in der Ausbildung zu studieren. Hierzu gehören die selbstständige Durchführung von Projekten, das Anfertigen von Be­richten und Präsentationen sowie eine Ausbildung in der Benutzung von elektronisch verfügbarer Information. Die Bedeutung von Datenbanken und die große Ver­breitung von digital gespeicherten Satellitendaten in Forschung, Wirtschaft und Planungsstellen der Länder und Kommunen sind außerdem Ausdruck der zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen den

geowissenschaftlichen Teildisziplinen.

( 3) Aus diesen Gründen wurde an der Universität Potsdam ein neues Konzept für das Studium der Geowis­senschaften entwickelt, das sich an die Empfehlung geo­wissenschaftlicher Gremien zur Umstrukturierung der Ausbildungsrichtlinien an deutschen Hochschulen an­lehnt. Das Fach setzt sich aus einem gemeinsamen Grundstudium der Fächer Geologie, Mineralogie und