Heft 
(2004) 6
Seite
53
Einzelbild herunterladen

( 3) Jedes Modul wird mit einer Prüfungsleistung oder einer prüfungsäquivalenten Studienleistung abgeschlossen. Sie kann benotet sein oder nur mit

lungen. Dazu gehört das Training in diagnostischen, beratenden und therapeutischen Situationen.

bestanden/ nicht bestanden bewertet werden.( MBD) fub( 10) Exkursionen haben die Aufgabe, die Orientie­

( 4) Innerhalb der einzelnen Module ist eine Vielfalt bzw. Kombination unterschiedlicher Lehr- und Lernformen möglich, z. B. Vorlesungen, Übungen, Seminare, Praktika, Exkursionen, Kolloquien, Pro­jekt- und Gruppenarbeit.

( 5) Die Vorlesungen dienen der Vermittlung eines Überblicks über Probleme, Arbeitsweisen und Er­gebnisse eines Teilbereichs der Psychologie. Neue Forschungsergebnisse und offene Forschungsprob­leme werden einbezogen. Die Verbindung des Teil­bereichs mit anderen psychologischen und auch außerpsychologischen Forschungsfeldern wird deutlich gemacht und eine Orientierung für nach­folgende spezialisierte Themen geboten.

( 6) Übungen sollen vor allem der Ausbildung ar­beitsrelevanter Fertigkeiten dienen. Sie werden daher vor allem in Verbindung mit der Methoden­ausbildung genutzt. Diese Fertigkeiten werden durch das Lösen von Aufgaben ausgebildet. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt in der Regel 30.

( 7) Seminare dienen der exemplarischen Einarbei­tung in Befunde, Theorien und Methoden der Psy­chologie anhand überschaubarer Themenbereiche. Die Studierenden sollen sich selbständig in wissen­schaftliche Fragestellungen einarbeiten und die Ergebnisse in Form von Referaten, Ausarbeitungen und Diskussionsbeiträgen darstellen. Es sollen das schriftliche Referieren und der mündliche Vortrag geübt werden. Seminare sollen im Grundstudium nicht mehr als 30 und im Hauptstudium nicht mehr als 20 Teilnehmer/ innen haben.

( 8) Praktika dienen ebenso wie Übungen dem Er­werb von Fertigkeiten. Sie sollen praktische Erfah­rungen zur theoriegeleiteten Datensammlung und zur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung ver­mitteln. Vor der Diplom- Vorprüfung sind Aufgaben unter Anleitung zu bearbeiten. Dazu gehören die Verhaltensbeobachtung und die Planung, Durchfüh­rung, Auswertung und Kurzdarstellung psychologi­scher Experimente. Im Hauptstudium stehen Ver­fahren der Diagnostik bzw. Situationsanalyse sowie der bedingungs- und personbezogenen Intervention einschließlich der Gutachtenerstellung im Vorder­grund. Die maximale Teilnehmerzahl soll 15 nicht überschreiten.

( 9) Fallseminare des zweiten Studienabschnittes des Hauptstudiums haben wegen der notwendigen in­tensiven Betreuung eine maximale Teilnehmerzahl von 5 und dienen der Einübung von Fertigkeiten bei der Bearbeitung anwendungsbezogener Fragestel­

merung in wichtigen Arbeitsbereichen praktisch tätiger Diplom- Psychologinnen/ Psychologen zu ermögli­chen und damit realistische Vorstellungen über die berufliche Praxis zu vermitteln. Die Teilnehmerzahl soll 15 nicht übersteigen. Exkursionen finden in Verbindung mit den Veranstaltungen zur Berufser­kundung im zweiten Studienabschnitt als seminar­begleitende Veranstaltungen statt.

( 11) Kolloquien dienen der Anleitung der Studie­renden zum selbständigen wissenschaftlichen Den­ken. Sie sind hauptsächlich für Studierende ge­dacht, die ihre Diplomarbeit vorbereiten und anfer­tigen. Es werden der Stand der Arbeiten sowie Fragen der Planung und Auswertung von Untersu­chungen diskutiert.

( 12) Durch Projektarbeiten wird in der Regel die Fähigkeit zur Teamarbeit und insbesondere zur Entwicklung, Umsetzung und Präsentation von Konzepten nachgewiesen. Hierbei soll der Prüfling nachweisen, dass er an einer komplexen Aufgabe Ziele definieren sowie interdisziplinäre Lösungsan­sätze und Konzepte erarbeiten kann. Die experi­mentellen Praktika bzw. das Forschungsprojekt sollen die Studierenden in beiden Studienabschnit­ten an der Bearbeitung von Fragestellungen aus der psychologischen Praxis und Forschung beteiligen. Durch die Einbindung in laufende Forschungspro­jekte wird eine Verbindung zwischen inhaltlicher Vertiefung und Methodik geschaffen. Die Projekte umfassen eine Vorbereitungs- und Durchführungs­phase und werden mit intensiver Betreuung reali­siert; ein schriftlicher Projektbericht ist anzuferti­gen. Die Mitarbeit an einem Projekt soll die inte­grative Nutzung vermittelten Wissens und Könnens aus inhaltlichen und methodischen Fächern fördern. Das Forschungsprojekt im ersten Studienabschnitt des Hauptstudiums eignet sich besonders als Aus­gangspunkt für eine Diplomarbeit. Das Thema kann in Untersuchungen der Diplomarbeit weitergeführt werden.

53

33