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Auf dem Ofen sitzt der Böse, führt mit Macht den Fiedelbogen Ach, wie schnell war Lust und Freude da den Tanzenden entflogen! ,, Nun, so tanzt doch, wozu rieft ihr mich, den Fürsten, sonst zur Stelle?" Bleich und betend steh'n die Gäste, rasch versank des Rausches Welle.
,, Was, ihr wollt nicht? Nun, so geh' ich, wann von euch ich Abschied
nommen.
Nikolaus, in deinem Herzen saß ich, eh' ich hergekommen. Da hinein zieh' ich nun wieder, auf daß mir ein Opfer werde!" Also dunkel dräuend, sank er zu dem tiefen Schoß der Erde.
Stumm, voll Grauen schieden alle. Wenig Wochen nur vergingen, Und es kreuzten sich am Teiche zweier Brüder Schwerterklingen. Von Herrn Nikolaus durchstochen, lag Herr Richard in dem Blute, Der dem Satanas verfallen, floh auf Nimmersehn vom Gute.
Doch der Fluch des Brudermordes wollte sich vom Haus nicht wenden, Ließ von Prädikow die Barfus früh in Nacht und Dunkel enden. Dort die schlichte Feldsteinkirche, d'rin der Särge Reih'n sich breiten. Und die Ulmallee erinnert noch an des Geschlechtes Zeiten.
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5. Das schwarze Schwein im Turm zu Gielsdorf.
Es ist schon sehr, sehr lange her, da wollte einmal der damalige Pfarrer von Gielsdorf in den Kirchturm gehen, um die Glocke zu läuten. Kaum hatte er aber die Kirchturmtür aufgeschlossen, da brach grunzend ein großes schwarzes Schwein aus der Kirche hervor, rannte ihm zwischen die Beine, daß er darauf sitzen blieb und nicht herunter konnte. In wilder Hast rannte es mit ihm davon in den Blumenthal. Der Pfarrer ist nie wiedergekommen. Einige erzählen, der Pfarrer hätte noch gerufen: ,, Grüßt meine Frau, ich fahre in die Hölle!"
Mdl. aus Gielsdorf.
VII. Sagen von Wald- und Wassergeistern, weißen Frauen. 1. Der hüpfende Jäger am Klostersee.
In dem Grund, der von Lettin kommt, liegt oberhalb des Schützensees, nicht weit von der Landstraße, die von Klosterdorf kommt und nach Wilkendorf geht, ein kleiner See; er heißt der Klostersee, weil er früher dem Kloster Strausberg gehörte. An diesem See ist es nicht geheuer. In der Heide, die an ihn grenzt, geht ein Jäger um, der war erschlagen worden; aber dessenungeachtet hat man ihn dort im Walde einige Tage nach seinem Tode in seiner gewöhnlichen Tracht gesehen; aber wunderbar war, daß er nicht gerade fort wie ein Mensch ging, sondern einen hüpfenden, springenden Gang hatte und plötzlich, wie er erschienen, unter einem Baume verschwand.
Kuhn, Märk. Sagen, 1843, S. 195.
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2. Der Wassermann im Klostersee.
In dem Klostersee bei Strausberg ist einmal ein Jäger ertrunken, der nun auf dem Wasser des Nachts umgeht, und zwar geht er wie jeder andere Mensch ganz aufrecht, bloß bis zu den Knien steht er im Wasser,
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