Heft 
(1927) 36
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Handelsbeziehungen

verzierten Gefäße( Kreuzstich, Ringelstich), die so entstehen, bedeuten eine keramische Blüte, die an die heutige vortreffliche Havelkeramik ( Velten) erinnert. Die Zusammenhänge werden jedoch nicht nur an der Keramik erschlossen, obwohl sie natürlich das beste Material bietet, die Grabriten, die Beigaben spielen in der Beurteilung eine gleiche Rolle. Wenn Vf. dabei die Sitte der Flachgräberbestattung als südlich und ihr Vorkommen in unserm Heimatgebiet als wesentlich von dort hereinge­bracht bezeichnet, so kann ich mich dem nicht ganz anschließen. Auch im Norden( Kjökkenmöddinger) ist die einfache flache Erdbestattung altgeübte Sitte. Anders mag es sich mit der Brandbestattung verhalten. Neben dem Havelland bildet sich am Schluß der jüngeren Stein­zeit, ja bis in die erste bronzezeitliche Periode hineinreichend, die soge­nannte Oderschnurkeramik heraus dadurch, daß nach Vfs. Ansicht starke vom Gebiet der sächsisch- thüringischen Schnur­keramik friedlich mitten durch die Mark an die untere Oder gehen. Vf. setzt dabei voraus, daß das alte Geheimnis der Schnurkeramik gelöst und ihre Heimat nach Götzes Vorgang ins Saalegebiet zu verlegen sei. Eine kurze Auseinandersetzung mit der entgegengesetzten Auffassung, die an die alte Dolmenschnurkeramik Dänemarks anknüpft, wäre hier vielleicht am Platze gewesen, zumal neue Rügensche Funde( Alt- Redde­witz) Anknüpfungen nach Norden erlauben. Wie dem aber auch sei, mit der Betonung starker Verbindungen zwischen Saale und unterer Oder zur jüngsten Steinzeit hat Vf. zweifellos recht. Wiederum entsteht an der Oder eine eigene, scharf umrissene Kultur durch Mischung altheimischer, bodenständiger Elemente mit diesen fremden Einflüssen; aber die Havel­länderkultur als Ergebnis verwandter Faktoren( Megalith Walternien­burg) macht naturgemäß einen viel geschlosseneren Eindruck als die ,, in Form und Ornamentik bedeutend lebhaftere Oderschnurkeramik". Reizvoll ist es, zu beobachten, wie zwischen den beiden gleichzeitigen märkischen Kulturgebieten die Fäden herüber und hinüber laufen und wie schon die vom Vf. mit großer Sorgfalt aufgestellten Fundkarten feste, z. T. heute noch wichtige Verkehrsstraßen aufzeigen( z. B. Spreeüber­gang bei Berlin und Fürstenwalde, Pässe von Jüterbog und Dahme, letz­teres in vorgeschichtlicher Zeit nach Ausweis der Funde vielleicht das wichtigste Einfallstor von Südwesten her in unsere Mark).

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Die beiden bisher besprochenen Kulturen: Havelländer und Oder­schnurkeramik münden, wie Vf. recht geschickt dartut, in die frühbronze­zeitliche Aunjetitzer Kultur aus. Der in der ganzen Jungsteinzeit offene Weg nach Schlesien deutet schon diese Verbindung an, und auch die Walternienburg- Bernburger Kultur entwickelt sich nach Niklassons neuen Untersuchungen( eine schöne Uebereinstimmung in den Ergebnissen!) zur Aunjetitzer Kultur des Vorharzlandes.

Einheitlich und geschlossen wie die in ihnen behandelten Kultur­gruppen sind die Kapitel II und III. Im IV. Kapitel wird der Weg ge­wissermaßen unsicherer. Es handelt sich um das schwierige Problem der Kugelamphoren. Wenn man die vortrefflichen Ausführungen Vfs. über

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