Heft 
(1927) 36
Seite
55
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Blockreiche Geschiebesande weist die Gegend von Strausberg und Prötzel auf, z. B. der Blumenthal.

Auch die Erforschung der norddeutschen Endmoränen, deren Verlauf auf den Karten von E. Geinitz, Gottsche, Keilhack, Struck, Tietze, Wahnschaffe, Schucht u. a. dargestellt ist, hat von der Mark ihren Ausgang genommen( Taf. V, 2- VIII). Durch die geologische Kar­tierung wurden zunächst die blockreichen uckermärkischen Endmoränen­bogen, die zum südlichen Teil der baltischen Endmoränen gehören, von Feldberg i. M. bis Oderberg und von Fürstenwerder bis Gerswalde ver­folgt und die kuppigen Grundmoränenlandschaften im Hinterlande, sowie die ebenen Sander im Vorlande der Endmoränenzüge nachgewiesen. Vor der Endmoräne der Ihlow- Berge bei Alt- Hüttendorf, die zum Joachimsthaler Bogen gehört, haben die Schmelzwasser des Eisrandes kiesige Sande mit deutlicher Driftstruktur abgelagert. Aber auch südlich vom Berliner Urstromtal sind die Sanderflächen am Südrande der hoch ansteigenden Staumoränen auf der Rauenschen Hochfläche ganz charakteristisch ausgebildet( Taf. IX, 1; XII). Ansehnliche Kies morä­nen( Kames) sind nachweisbar auf dem Kranichsberg( Bl. Rüdersdorf, 3. Aufl.), auf den Müggelbergen, dem Karlsberg und den Havelbergen im Grunewald, auf dem Stolper und Schäferberg westlich Wannsee und den Ravensbergen südlich Potsdam. Die Staumoräne der Rauenschen Berge, deren Kern aus glazial aufgepreßten miocänen Schichten besteht, ist von groben kiesigen, blockreichen Sanden bedeckt. Ferner treten Kies­moränen bei Ferch am Südostrande des Schwielowsees und am Süd­westrande der Döberitzer Hochfläche auf; bei Prötzel siehe Taf. VIII.

Außerordentlich bezeichnend für die Moränenlandschaft der letzten Vereisung in Norddeutschland ist ihr Reichtum an Seen( Taf. XII- XV).. Weit verbreitet sind die langgestreckten Rinnen seen, die auch südlich der Seenplatte noch sehr häufig sind und der ungleichmäßig erodierenden Tätigkeit stark strömender Schmelzwasser unter, z. T. auch vor dem Eise ihre Entstehung verdanken. In der Mark Brandenburg gehen drei große Rinnenseen von Endmoränen aus, der Werbellinsee, der Schar­inützelsee südlich von Fürstenwalde.. Fürstenwalde. und der Tschetschsee bei Lagow. Sehr häufig sind kürzere Rinnenseen zu langen Seenketten verbunden und in dieser Form im Bereich der letzten Ver­eisung besonders zahlreich. Es sei hier auf die Seenketten bei Arnswalde in der nordöstlichen Neumark, in der Templiner Gegend, bei Strausberg und Tiefensee hingewiesen. Auch die Grunewaldseen und die in der Postglazialzeit durch den Havellauf verbundenen Havelseen bei Potsdam sind lehrreiche Beispiele dafür. Die reichgegliederten, inselreichen Seen, deren Boden ein genaues Abbild der stark modellierten kuppigen Grund­moränenlandschaft zeigt, hat Verf. als Grundmoränenseen be zeichnet; sie sind auf dem baltischen Höhenrücken vielfach vertreten. wie auch die eingehenden Untersuchungen der ostpreußischen Seen von G. Braun bewiesen haben. Die Endmoränenstauseen, Pfuhle oder Sölle, Evorsionsseen( bei Buckow, Märk. Schweiz) sind S. 39-41 behandelt.