Heft 
(1927) 36
Seite
56
Einzelbild herunterladen

28

56

Der mittlere Teil der Mark Brandenburg wird durch drei breite diluviale Täler gegliedert, das Baruther, Berliner und Ebers­walder Tal, die unabhängig vom alluvialen Gewässernetz in ostsüdost­westnordwestlicher Richtung die Hochflächen durchschneiden und z. T. durch breite Quertäler miteinander verbunden sind. Diese ostwestlichen Talzüge entstanden nacheinander bei dem von Süd nach Nord erfolgen­den Rückzuge der letzten Vereisung, indem die vor dem Eisrande sich sammelnder. Schmelzwasser der Hauptabdachungsrichtung Norddeutsch­lands nach WNW folgten. Auf dem Boden dieser Täler lagerten die Ur­ströme diluviale Talsande ab, die eine durchschnittliche Mächtigkeit von 4-5 Meter haben. In den großen Talsandniederungen sind die feinkörni­gen Sande nach ihrer Trockenlegung in der Ancylus- Zeit vielfach zu langgestreckten Dünen aufgeweht worden.( Taf. XIX.) Es sei hier auf den Wilhelmshagener Dünenzug( Blatt Rüdersdorf, 3. Aufl.) und die von Korn untersuchten Dünen im Netzetal bei Czarnikau hingewiesen, die durch nordwestliche und westliche Winde entstanden sind. Die alluvialen Gewässer benutzen z. T. die breiten Urstromtäler und ihre nordsüdlichen Verbindungen, z. B. die untere Spree das Berliner Tal von Neubrück bis zur Einmündung in die Havel bei Spandau, die obere Havel das Zehdenicker und Oranienburger Nordsüdtal.

Die anderen Abschnitte des Buches seien nur kurz erwähnt: die fluvioglazialen Bildungen, die Oser, z. B. die Schwedenschanze östl. von Frankfurt a. O., der Golmerberg und Weinberg nördl. von Perleberg, im Grunewald; die Ablenkung des Oder- und Weichseltales, der Löẞ, die Erosionslandschaft, die Küstenformen und Küstendünen, die Moore. Die buchtenreiche Fördenküste Schleswig- Holsteins ist durch das Zusammen­wirken zweier Faktoren geschaffen, durch die Lage des seenreichen baltischen Höhenrückens unmittelbar an der westlichen Ostsee und durch das Untertauchen des formenreichen Küstengebietes während der Lito­rinasenkung. In dem Kapitel über Gefährdung und Schutz der Landschaftsformen sind u. a. die großen erratischen Blöcke behandelt, die durch Wasserentziehung gefährdeten Grunewaldseen und die zum großen Teil schon abgebauten Blockpackungen der Endmoränenwälle, die des Schutzes dringend bedürfen.

Therese Wahnschaffe.

Ein leit

nan

übe der

folg

Wa

den Veg

wer

mit

Die

wei

der

sie

Ger

bind

Die

daß

Geb

teils

scha

tisc

die

eini

Deu

vor

deu

Wa

Zusa

tref

Wa

für

ten

stät

für

rich

Prof. Joseph Feldmann, Ortsnamen. Ihre Entstehung und Be­deutung. Unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Ortsnamen bearbeitet. Halle( Saale) 1925. Buchhandlung des Waisenhauses. 143 S. 8°. Geb. RM. 4.-.

Das Büchlein ist nicht in erster Linie für wissenschaftliche Kreise bestimmt, sondern verfolgt die Absicht, Laien in ansprechender Form in die Erforschung der Bedeutung der Ortsnamen einzuführen. Wer also auf Wanderungen und Reisen Interesse an den Ortsnamen gewinnt, findet hier Anregung und Belehrung und erschließt sich eine Quelle vertiefter

dere

zum nich Ebe

Inse

Ver

pop