Heft 
(1927) 36
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schleunigt. Der deutsch- französische Krieg hatte den wirtschaftlichen Markt stark erschüttert, die Gründerzeit, die durch die Strousbergsche Tätigkeit außerordentlich vertieft wurde, der drohende russisch- türkische Krieg, sie haben vereint die schmale Plattform, auf der die Unternehmun­gen standen, unterwühlt. Hätte sich Strousberg auf seine ersten Eisen­bahnlinien beschränkt und gewartet, bis sie sich auf solider Basis ent­wickelt hatten, bevor er an weitere Werke heranging, dann hätte er viel­leicht einen gesunden Einfluß auf Deutschlands und Europas Wirtschaft ausgeübt. Nicht die blindwütige Unternehmungslust sichert den Erfolg, sondern die solide Basis, auf der eine Gründung steht. Nachdenklich nur kann man den Lebenslauf des immerhin doch bedeutenden Mannes ver­folgen.

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Ais Strousberg das Haus 17 und 18 übernahm, stand er auf der Höhe seiner Erfolge. Er begann auch hier mit weitausgreifenden Plänen, die nichts weniger bezweckten, als das große Grundstück in der Art der später entstandenen Warenhäuser zu einem zentralen Verkaufsbazar für Berlin auszubauen. Man muß auch hier den seiner Zeit weit vorauseilenden Weitblick des Mannes bewundern, der mitten in seinen riesenhaften Unter­nehmungen noch Mut und Zeit fand, eine Aufgabe in Angriff zu neh­men, die erst in Jahrzehnten reifen konnte. Am 14. Januar 1868 reichte er einen von dem Baumeister Orth, dem nachmals bekannt gewordenen Architekten, gemachten Entwurf zu einem Umbau des Hauses zu einem ,.großen Bazar ein, welcher Wohnungen im allgemeinen nicht enthalten soll, und wo deshalb eine zentrale Heizung angenommen ist", wie es in einem nicht gerade vorbildlichen Deutsch heißt. Der Baumeister Orth will eine ,, besonders würdige Architektur" durch 4 Pfeiler, die bis zu 3 Fuß vorspringen, schaffen. Die Polizei war geneigt, dem Plane zuzustimmen, doch sollten bei der Höhe von 80 Fuß an der Straße, von 100 Fuß in der Mitte später 102 bezw. 112 Fuß, die dann auf 75 Fuß vermindert wurden, Reservoirs auf dem Dachboden, eine Wasserleitung eingerichtet und der Hof mit Eisen und Glas eingedeckt werden. Ferner sollten nut massive Treppen und keine Fachwerkwände zulässig sein. Die Pfeiler lehnte die Polizei ab. Es wurden auch Bedenken wegen der Höhe geltend gemacht und zur Behebung dieser eine Höhenmessung des Bran­denburger Tores angeordnet. Doch konnte diese, da nirgends eine An­gabe zu ermitteln war, merkwürdigerweise nicht festgestellt werden. Man scheint die Forderung, da die Höhe ja schon ermäßigt war, fallen gelassen zu haben. Die Nachbarn, Lassalle und Zürcher. Moritz Simon, G. Bernstein und Seelig Böhm, haben zunächst nichts gegen den Umbau einzuwenden, doch die Witwe Henkels, Behrenstraße 55, und Kaufmann Philippsborn sind damit nicht einverstanden. Später zieht auch die Firma Lassalle und Zürcher, die noch heute in Berlin besteht, ihre Einwilligung zurück und begründet ihren Einspruch damit, daß ihre Werkstätten in der Behrenstraße wegen mangelnder Lichtzufuhr beeinträchtigt würden. Fer­ner erhebt die Buchdruckereifirma G. Bernstein nachträglich den gleichen Einwand gegen das Bauprojekt. Beide Firmen fordern, daß ein Neubau

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