Heft 
(1927) 36
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Wirtes handelt, welcher Name dann auch auf den Berg selbst überge­gangen ist. Also mit Fichteberg( Fichte- Berg) ist es nichts, aber Fichten­berg? Wo sind die Fichten? Sie waren da und sind, wenn auch vereinzelt, noch da, freilich nicht die Harzer Fichten( Picea excelsa), sondern die märkischen( Pinus silvestris), sonst Kiefer oder Föhre geheißen. Es ist der in der Großstadt aufgewachsenen Generation nicht bekannt, daß die Kiefer in der Mark allgemein Fichte genannt wird. Selbst der Kosmos, die bekannte naturwissenschaftliche Zeitschrift, die in einem Aufsatz fast 30 verschiedene landschaftliche Namen für die Kiefer aufzählt, weiß nichts von dem Namen Fichte für Kiefer, er fehlt in der Aufzählung. Die Dechtower Fichten, die in der Schlacht bei Fehrbellin 1675 eine Rolle spielen, waren gewiß keine Harzer Fichten.

Sehen wir uns alte Karten und Pläne an. Auf einer Karte des zum Rittergute Steglitz gehörigen Ackers usw. von 1801 ist der Rauhe Berg, die Erhebung nach Südende zu, angegeben und dabei vermerkt: ,, Mit Strauch- Fichten bewachsen". Auf dem Plan von Steglitz aber aus dem Jahre 1838 wird derselbe Berg Fichtenberg genannt. Nun muß dieser Name später auf den Berg westlich der Schloßstraße hinübergewechselt sein, wahrscheinlich, weil von dem erstgenannten Berge die Fichten in­zwischen verschwunden waren, während dieser sich mit Fichten bedeckt hatte, da er aufgehört hatte, herrschaftlicher Park zu sein. ,, Situations­plan von dem Gehöfte der Königlichen Domäne zu Steglitz, einem Teil des jetzigen Fichtenberges", heißt es auf einem späteren Plan ohne Jah­reszahl. Wie man sieht, kommt nur der Name ,, Fichtenberg" in Betracht, und so ist auch die hier übliche amtliche Schreibweise. P. Görges.

Nachruf!

Frau Sanitätsrat Dr. Margarete Todt,

seit Jahren Ausschußmitglied unserer Gesellschaft für Heimatkunde und Heimat­schutz, ist zur ewigen Ruhe eingegangen. Wenn es ihre Gesundheit zuließ, hat sie regelmäßig an den Versammlungen und Führungen und im Ausschuß, solange ihre Kräfte es gestatteten, an den Beratungen mit lebendigstem Interesse teil­genommen und immer zum Guten geraten. Vor nicht langer Zeit durften wir ihr zum 70. Geburtstage unsere herzlichsten Glückwünsche aussprechen. Wir werden diese freundliche Frau nun nicht mehr in unserem Kreise sehen und die klaffende Lücke schmerzlich empfinden. Die letzten Jahrzehnte bedeuteten für die Verklärte schwere Jahre der Prüfung. Früh schon wurde ihr der Gatte entrissen. Not und die Entbehrungen des Krieges und der fast noch schlimmeren Nachkriegszeit lasteten auf der Einsamen mit doppelter Schwere. Da waren die Abende, die sie in unserer Gesellschaft zubrachte, für sie wie sie mir so oft gesagt hat- Stunden der Erhebung, der Stärkung und Tröstung. Der Ge­danke, allen Hörern etwas zu geben, soll für alle, die in diesen Veranstaltungen in uneigennütziger Weise ihre Kraft einsetzen, der schönste Lohn sein.

Margarete Todt hat auf dem Laurentiuskirchhofe in Cöpenick ihre letzte Ruhe gefunden, in der Stadt, die ihr in frohen, sonnigen Tagen Heimat war. In jüngeren Jahren. lebte sie ganz im Reiche der Töne und war eine vielbewunderte Meisterin am Flügel. Wir werden stets und gern ihrer gedenken! A. K.

Schriftleitung: Dr. Albert Kiekebusch, Direktor der vorgeschichtlichen Abteilung des Märkischen Museums. Die Einsender haben den sachlichen Inhalt ihrer Mitteilungen zu vertreten.

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