Heft 
(1927) 36
Seite
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brauchten, wenn Lossens Karte ganz zuverlässig wäre. Zur Zeit der Gründung Berlins war sicherlich ein großer Teil des alten Armes von altalluvialen Flußsanden ausgefüllt. Der Schleusengraben", der genau dem Laufe der alten Rinne folgt, beweist aber, daß im frühen Mittel­alter überall noch Reste des natürlichen Bettes vorhanden und erkenn­bar gewesen sein müssen. Als drittes und letztes Beispiel sei die Cöll­der Cöllner Hügel wie er ja stets genannt wurde ner Düne oder herangezogen. Diesen Hügel oder vielmehr die Frage seiner Existenz spielte ja eine merkwürdige Rolle in dem erbitterten Streite zwischen Fidicin und Klöden. Erst durch Lossen ist dieser Streit endgültig ent­schieden worden, ohne daß aber die Stadtgeschichte davon Notiz ge­nommen hätte. Das für uns pikanteste Moment in diesem Streite ist, daẞ Klöden, ein ausgezeichneter Geograph und ebenfalls ein genialer Forscher, mit dem ganzen Rüstzeug seiner damals allerdings noch in den Kinderschuhen steckenden geologischen Wissenschaft gegen Fidicin zu Felde zog, dem, wie wir allein aus seiner Karte von Berlin ersehen können, für die einfachsten landschaftlichen Gestaltungen das Auge fehlte, um auch nur einigermaßen richtig zu urteilen und daß Klöden trotzdem im Unrecht war. Fidicin stellt auf seiner Karte an den Wo er der Stelle, wo Alt- Cölln gelegen war, einen ganz stattlichen Hügel dar dipl. Beitr. S. XX). Beitr. V. ( dazu Fidicin, Hist. nicht ergründen können. hatte, habe ich noch hergenommen Ich bin der Ansicht, er müsse ihn auf irgend einer alten Vorlage gesehen haben, und sein Zeichner hat ihn nach dieser Vorlage dargestellt. Daß Fidicin ihn nur aus den von ihm angegebenen Beobachtungen erschlossen habe, halte ich bei der ganzen Stellung Fidicins erdgeschichtlichen Din­gen gegenüber für beinahe unmöglich. Trotzdem berücksichtigt er ge­legentlich ,, Notizen sachverständiger Baumeister, welche bei Anlegung von Brunnen und Fundamenten gesammelt worden sind." Hist. Dipl. Beitr. V. S. XX. Anm. 3. Klöden versuchte nun mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln mathematischer Berechnung diesen Hügel hinwegzu­disputieren. Dabei passiert ihm das kleine Mißgeschick, daß er als ent­scheidend nachweisen wollte, die Petrikirche liege nicht höher als die Marienkirche. Uns entlockt das heute ein Lächeln; wissen wir doch, daß die Marienkirche ebenfalls auf einem Hügel stand und natürlich heute noch steht, also damit nicht bewiesen werden kann, die Petrikirche stände auf dem in Berlin und Cölln vorherrschenden Niveau. Heute er­und den Lossenschen Profilen, sehen wir aus der Lossenschen Karte daẞ Alt- Cölln in der Tat einen Hügel trug. Klöden fragte in seiner Streit­schrift höhnisch, ob wohl ein einziger Berliner schon bemerkt habe. daß die Petrikirche auf einem Hügel liege. Auch bis heute werden nicht viele etwas davon gesehen haben. Dieses Klödensche Argument ist trotz­dem sehr schwach. Es gibt manche Dinge, die viele nicht sehen und die doch da sind. Ich selber wäre gern bereit, jedem, der es sehen will, noch heute an Ort und Stelle zu zeigen, daß die Petrikirche wirk­lich höher liegt als die Umgebung- trotz allen Ausgleichs der Jahrhunderte.

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