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in dem schönen Buche: ,, Durch den hohen Fläming bei Belzig") von den Fläming- Rummeln mit Recht schreibt:„ Aber sie stellen in unserer engeren Heimat geologische Naturdenkmäler dar, deren Erhaltung und ungestörte Entwicklung im Interesse der Wissenschaft dringend zu fordern ist. Darum ,, Naturschutz" auch für die Rummeln des Fläming." So gilt das mit dem gleichen Recht auch für die Ruwener Rummel mit ihrer Teufelskanzel.
Hier nun läßt sich auch, was bei den Fläming- Rummeln wohl nicht so leicht ist, über die Zeit der Entstehung etwas sagen. Die ganze Oberfläche des Soldiner Kreises macht mit ihren zahlreichen noch nicht durch alluviale Entwässerungsrinnen entwässerten Wannen, Senken und Pfuhlen entschieden den Eindruck einer jungdiluvialen Moränenlandschaft. Die Entkalkung der Oberfläche, die erst nach Abschmelzen des Eises einsetzen konnte, gehört hier also sicher dem Alluvium an. Erst im Alluvium konnte hier das nordische Geschiebe- und Sandmaterial zu einem Felsen zusammengekittet werden. Diese Zusammenkittung geschah natürlich unterirdisch. Erst durch Erosion, welche das Tal schuf und durch Nachstürzen der Wände, wobei die zusammengekitteten Felsen Widerstand leisteten und stehen blieben, wurden diese frei und dem Auge kenntlich.
Ist also hier die Art der Entstehung, die Morphogenese, die gleiche, wie bei den Fläming- Rummeln, so braucht es doch die Zeit nicht zu sein. Deren Entstehungszeit kann weit vor der Ruwener Rummel liegen. So sind denn auch die Fläming- Rummeln ausgedehnter und komplizierter, die Ruwener Rummel aber als jüngeres Gebilde ist kürzer, einfacher und so leichter verständlich. Ihr Studium mag daher für manche Erscheinungen Aufklärung bringen, die uns bei den Fläming- Rummeln unverständlich erscheinen. Auch von diesem Gesichtspunkt aus möchte ich schließen: ,, Erhaltet die Ruwener Rummel!"
Kleine Mitteilungen.
Ueber Schloß Charlottenhof bei Potsdam.
Das Schlößchen Charlottenhof bei Sanssouci ist schon Gegenstand einer umfangreichen Monographie geworden in Kuhlows schönem Werk ,, Schloß Charlottenhof bei Potsdam"( Berlin 1912). Kuhlow und nach ihm Kania( Potsdamer Baukunst, Berlin 1926) haben festgestellt, daß Schinkel und mit ihm Friedrich Wilhelm IV. als Vorbilder für manche Einzelheiten des Baues italienische Renaissancevillen benutzt haben( vergl. Kuhlow S. 85 über die Ostfassade, Kania S. 116 über die Vorbilder im allgemeinen); aber für die Gesamtanlage, die doch aus dem Schlößchen und dem erhöht gelegenen Gärtchen samt der architektonischen und gartenkünstlerischen Umrahmung besteht, ist kein Vorbild nachgewiesen worden.
Ich glaube, man muß bei der Feststellung des Vorbildes für die ganze Anlage von zwei Tatsachen ausgehen. Das benachbarte römische Bad ist die, wenn auch sehr modifizierte Nachbildung eines pompejani
1) Vgl. die Besprechung S. 128.