Heft 
(1927) 36
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zu Spandau finden sich über Kappel belangreiche Mitteilungen. Er wurde 1762 nach der Mark versetzt, nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil man ihn vor den Nachstellungen der katholischen Geistlichkeit seiner schlesischen Heimat in Sicherheit bringen wollte. Seinen Tausch hatte Kappel nicht zu bereuen.

Ihm wurde vorläufig eine Hegemeisterstelle in Germendorf bei Oranienburg übertragen, auch späterhin eine Oberförsterstelle bei Für­stenwalde angeboten. Da hier aber die Wohnung abgelegen war und nicht genügende Sicherheit bot, so nahm Kappel seinen Wohnsitz im Dori Nassenheide, ebenfalls in der Nähe von Oranienburg.

In dem nahen Hohenbruch legte er eine Art von Freigut an. Da­bei nun stand sich der ,, muntre Mann und gute Wirt", wie es in der Chronik heißt, recht vorteilhaft. Uebrigens hatte er sich aus Furcht oder weil er seine Tat vielleicht hätte beichten müssen, nicht mehr getraut, in Berlin oder sonstwo bei den Katholiken zu kommunizieren. Solche Gedanken und sonstige Bedenken sowie auch seine neue Umgebung mögen ihn bewogen haben, am 15. Dezember 1768 zum lutherischen Be­kenntnis überzutreten. In der Chronik heißt es darüber:..... wie er ( Kappel) von der Richtigkeit der lutherischen Lehre überzeugt und wil­lens sei, sich zu derselben zu bekennen. Er sei nur bisher davon abge­halten worden, weil er vermutet, man möchte ein öffentlich Glaubens­bekenntnis von ihm fordern; er erbiete sich, solches schriftlich zu über­reichen." Dieses Gesuch ward von der Geistlichkeit befürwortet. Dem­gemäß erhielt K. in der Kirche Absolution und das Abendmahl, aber allein, und am nächsten Sonntag ward sein Uebertritt der Gemeinde öffentlich bekanntgegeben.

Im Jahre 1781 zerstörte ein Schadenfeuer, das durch die Unvor­sichtigkeit einer Frau ausgebrochen war, das Wohnhaus des K. nebst dem Stalle, und griff auch auf zwei Büdnerhäuser über, die ebenfalls mit den Wirtschaftsgebäuden dem Feuer zum Opfer fielen. Zum Glück herrschte Windstille, und so blieb das Dorf vor weiterem Schaden be­wahrt. Zum Neubau der Wohnung des K. gab der König 2798 T. zu; sie ward 1784 besser als vorher gebaut und gehörte K. als Eigentum. Die eigentliche Försterwohnung, die dem Prediger gegenüber lag, be­wohnte K. nicht und vermietete sie darum.

Weitere Angaben über K.'s Lebenslauf sind in der alten Chronik nicht mehr enthalten, da die Aufzeichnungen über Nassenheide mit dem Jahre 1786 enden. Chr. Voigt.

Nochmals Fichteberg.

Die sehr interessanten Ausführungen in Nr. 5-6 dieses Jahrganges bezüglich des Fichteberges bedürfen einer Richtigstellung nach der bo­tanischen Seite hin. Der Verfasser spricht da von Harzer Fichten"! Es gibt keine Harzer Fichten in botanischem Sinne. Die Fichten heißen Picea, die Kiefern Pinus und die Tannen Abies. Der Berliner

X ist seit langer geneigt, Kiefern überhaupt nicht zu kennen und sie Fichten

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