Heft 
(1927) 36
Seite
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zu benennen, und die botanischen' Tannen und Fichten mit Tannen zu be­zeichnen Es ist durchaus richtig, daß die in Berlin und in der Mark aufwachsende Generation allgemein die Kiefern als Fichten falsch be­zeichnet. Wenn der Berliner ,, in die Fichten geht", meint er stets die Kiefern. Fichten sind infolge ihres geringen Wuchses und ihrer lang­sameren Holzentwicklung in der Mark immer seltener geworden. Es ist aber mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die Dechtower Fichten" 1675 in der Schlacht bei Fehrbellin wirkliche Fichten waren, schon weil diese eine vorzügliche Deckung gegen Sicht geben und in dieser Hinsicht die Kiefern erheblich übertreffen.

z. B.

Beachtlich erscheint, daß die Kiefer( Pinus) ab und zu auch Namen führt, die eigentlich anderen Nadelhölzern zukommen: Tanne in Livland, Feichte(!) in den Ostalpen, Fiechte(!) im Elsaß, Arvä in der Schweiz. Hier liegt vielleicht eine mundartliche Ueber­tragung vor.

den Weiß­Die Fichte( Picea) heißt indessen im Gegensatz zu tannen( Abies) auch Rottanne und an diesen Namen sollte man in Ver­bindung mit Fichte auch denken.

Wer aufmerksam durch die Lande zieht und sich die Unterschiede mal zeigen läßt, wird, auch wenn er nicht gerade in botanischen Spezies Vertiefung suchen will, leicht unsere drei wichtigsten Nadelhölzer Kiefer, Martin. Fichte und Tanne unterscheiden lernen.')

Opfersteine, Näpfchensteine, Teufelssteine.

Im Mon.-Bl. auf S. 23, Z. 2 und 3 v. o. heißt es: einen sicheren

Opferstein

kenne

aber ich

das

darf ich

bisher

wohl

überhaupt nicht".

Ich bin ja kein Prähistoriker, kann also auch kein maßgebendes Urteil abgeben, sagen, abgeben, aber daß keiner von den mir bekannten als Opferstein" bezeichneten Findlings­blöcken der Mark irgend etwas an sich hat, was ihn als solchen an­sprechen läßt. Dagegen möchte ich es für sehr wahrscheinlich halten, daß ein nicht als Opferstein bezeichneter Block ein solcher war. Es ist das der zwischen Zielenzig und Lagow liegende ,, gehauene Stein". Dieser hat an der oberen Fläche eine Vertiefung, von der aus nach mehreren Seiten flache Rinnen nach unten gehen. Rinnen ganz anderer Art, als man sie sonst wohl findet. Sie sind ganz so angelegt, als sollten sie Flüssigkeit zum Boden ableiten. Daß diese Rinnen alt sein müssen, ist daraus zu schließen, daß das in der Nähe liegende Dorf Gehauenstein heißt.

Auf S. 29, Z. 3 von unten, heißt es: Bei einigen der genannten Oertlichkeiten ist es das Vorkommen von sog. Näpfchensteinen", die

ihre sakrale Bedeutung wahrscheinlich gemacht haben; denn diese hat man schon früh mit uralten gottesdienstlichen Bräuchen in Verbindung ge­bracht." Diese ,, Näpfchen" haben sicher nichts mit sakralen Gebräuchen

1) Vgl. über Baumnamen und ihre Wandlungen das ausgezeichnete Werk von Joh. Hoops: Waldbäume und Kulturpflanzen im german. Altertum( Die Schriftltg.).

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